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Pandemie
08.08.2022

Infos zur Corona-Variante Omikron BA.5: Symptome, Impfung und Verlauf

Der neue Omikron-Subtyp BA.5 wurde ist bereits in Deutschland angekommen.
Foto: Britta Pedersen, dpa (Symbolbild)

Die Corona-Variante BA.5 verbreitet sich auch in Deutschland. Hier gibt es die Infos zum Omikron-Subtyp rund um Symptome, Impfung und Verlauf.

Das Robert-Koch Institut (RKI) warnt schon länger davor, dass die Corona-Variante BA.5 nicht erst im Herbst, sondern schon im Sommer für steigende Corona-Fallzahlen sorgen könnte. Wie gefährlich ist der ansteckende Omikron-Subtyp? Welche Symptome gibt es? Schützen Impfungen? Und was bedeutet ihre Ausbreitung für den weiteren Verlauf der Pandemie? Die Informationen über BA.5 im Überblick.

Omikron-Subtyp: Wie ist BA.5 entstanden?

BA.5 ist – ebenso wie BA.4 – eine Omikron-Variante mit eigenem Ursprung. Das heißt, sie stammen nicht etwa von BA.1, BA.2 oder BA.3 ab, die bisher dominierten, sondern haben den gemeinsamen Omikron-Vorläufer als Ursprung. Die Varianten haben zusätzlich zu Omikron eine Mutation an einem sogenannten Spikeprotein, was die Virulenz der Variante erhöhen soll. Das erklärte der Experte Christian Drosten von der Charité bei Twitter.

Virologe Christoph Steininger von der Med-Uni Wien sagte: "Die neuen Daten aus Portugal zeigen, dass BA.4 und BA.5 definitiv einen Wachstumsvorteil gegenüber BA.1 und BA.2 haben müssen." Im Laufe der Zeit wurde Sars-CoV-2 so mit jeder Variante immer ansteckender. Schon die Omikron-Variante ist so ansteckend wie die Masern, das bisher ansteckendste bekannte Virus.

Video: dpa

Omikron-Subtyp: Welche Symptome verursacht BA.5?

Bei den Subtypen BA.1 und BA.2 gilt der Krankheitsverlauf für gewöhnlich als mild. Es kommt nur selten zu schweren Symptomen. Meist haben die Betroffenen lediglich Schnupfen und Kopfschmerzen, seltener kommt es zu Fieber. Bei den neueren Subtypen hingegen tritt laut Virologen wieder vermehrt Husten auf, die Symptome seien ähnlich wie bei einer Bronchitis. Nach WHO-Angaben untersuchen Spezialisten weiterhin, inwiefern sich BA.4 und BA.5 hinsichtlich Ausbreitungsgeschwindigkeit und Krankheitsverlauf von den bisherigen Varianten unterscheiden.

Wie gefährlich ist der Omikron-Subtyp BA.5?

Mitte Mai hat die Weltgesundheitsbehörde WHO die beiden Omikron-Subvarianten BA.4 und BA.5 auf die Liste der besorgniserregenden Varianten aufgenommen. Etwas später zog auch das European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC) nach: Am 13. Mai stufte es die beiden Omikron-Subtypen als "variants of concern" ein.

Trotzdem mahnen viele Experten zur Beruhigung. Die aktuell in Südafrika grassierenden Omikron-Varianten BA.4 und BA.5 übertreffen sich zwar gegenseitig in ihrer Fähigkeit, die Immunantwort zu umgehen, sie sind aber wohl nicht gefährlicher als die Omikron-Variante BA.2. Der Experte Tulio de Oliveira schrieb zu den beiden neuen Varianten auf Twitter: "No cause for alarm."

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BA.5 verbreitet sich aktuell schnell in Deutschland. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts macht dieser Subtyp hierzulande mittlerweile schon mehr als drei Viertel der Corona-Infektionen aus.

Der Vorsitzende des Weltärztebunds, Frank Ulrich Montgomery, forderte in Anbetracht der Zahlen eine gute Vorbereitung für den Herbst und Winter. "Die BA.5-Variante des Virus wird sich auch bei uns ausbreiten. Viele, auch Geimpfte, werden erkranken. Gut zu wissen: wer geimpft ist, erkrankt deutlich milder. Sein Risiko zu sterben ist 99 Prozent geringer als bei Ungeimpften", sagte Montgomery in einem Interview mit der Rheinischen Post.

Impfstoff: Schützen Impfungen vor BA.5?

Derzeit untersuchen laut WHO einige Spezialisten, wie gut die Impfungen gegen den neuen Omikron-Subtyp BA.5 greifen. Klar ist: Die Schutzimpfungen gegen die bisherigen Corona-Varianten bieten einen gewissen Schutz. Denn sie verhindert einen schweren Verlauf. Die Impfstoffhersteller arbeiten zudem derzeit mit Hochdruck an einem so genannten Pan-Impfstoff – also ein Impfstoff, der möglichst viele Corona-Varianten abdeckt.

Das Mainzer Pharmaunternehmen Biontech und sein US-Partner Pfizer haben derweil nach einen wirksamen Impfstoff gegen die neuen Corona-Varianten entwickelt. Die Präparate hätten in ersten Studien gut abgeschnitten, auch gegen die die hochansteckende Variante BA.5.

In den Tests habe eine Booster-Impfung mit den Omikron-Impfstoffkandidaten eine wesentlich stärkere Immunreaktion ausgelöst als der ursprüngliche Wirkstoff des Unternehmens, teilte Pfizer-Chef Albert Bourla am Samstag mit. "Wir glauben, dass wir zwei sehr starke, an Omikron angepasste Kandidaten haben."