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Kriminalität
11.06.2022

Drogen im Champagner: Verbraucherzentrale warnt

Die Verbraucherzentrale Schleswig Holstein warnt vor bestimmten Chargen des Nobel-Champagners von Moët & Chandon.
Foto: picture alliance / dpa (Symbolbild)

Die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein warnt eindringlich vor dem Verzehr bestimmten Champagners von Moët & Chandon. Bestimmte Chargen könnten vergiftet sein.

Wenn es etwas zu feiern gibt, wird gerne eine Flasche Champagner geköpft. Die Verbraucherzentrale Schleswig Holstein warnt jedoch auf Facebook vor dem Verzehr bestimmter Chargen des Ice Impérial der Nobel-Marke Moët & Chandon. In den 3-Liter-Magnum-Flaschen könnte die Droge MDMA enthalten sein.

Rückruf Moët & Chandon: Welche Chargen sind betroffen?

Neben der Chargennummer "LAJ7QAB6780004" werden auch alle Flaschen der Charge "LAK5SAA6490005" zurückgerufen, da sie MDMA enthalten könnten. MDMA ist flüssiges Ecstasy und kann falsch dosiert zu Vergiftungen oder auch zum Tod führen.

Äußerlich seien die Flaschen nicht zu unterscheiden. "Beim Gießen zeigt sich jedoch ein deutlicher Unterschied: Die mit MDMA gefüllten Flaschen haben eine rötlich-braune Farbe", schreibt die Verbraucherzentrale bei Facebook.

Video: dpa Exklusiv

Viele der Kommentare verharmlosen die Gefahr hinter dem vergifteten Champagner oder zeigen kein Verständnis. "Die betroffene Charge ist lebensgefährlich. Die Polizei ermittelt bereits in diesem Kriminalfall", mahnt die Verbraucherzentrale darauf.

Vergifteter Champagner: Erinnert an Toten in Weiden

Erst Anfang des Jahres ist ein 52-Jähriger in Weiden (Oberpfalz) nach dem Verzehr eines vermeintlichen Champagners gestorben. Der Mann hatte bei einer Feier in einem Restaurant mit anderen Gästen aus einer mit MDMA gefüllten Flasche getrunken. Erste Erkenntnisse der Polizei ergaben, dass die Flasche komplett mit MDMA gefüllt war.

Bereits nach dem ersten Schluck brachen acht Personen zusammen. Der Mann verstarb kurze Zeit später im Krankenhaus.

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Auch in den Niederlanden kam es zu ähnlichen Vorfällen. Vier weitere Fälle meldete der Hersteller dort selbst.

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