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  3. Drogenmafia: Ganz Südamerika macht Jagd auf den Paten von Montevideo

Drogenmafia
02.08.2023

Ganz Südamerika macht Jagd auf den Paten von Montevideo

Europa ist für die Drogenkartelle ein lukrativer Markt: In Bremerhaven etwa hat der Zoll über 450 Kilo Kokain in einem Container entdeckt.
Foto: Hauke-Christian Dittrich, dpa (Archivbild)

Seitdem Sebastián Marset einen Staatsanwalt ermorden ließ, bröckelt sein Kokain-Imperium. Nun ist Südamerikas meistgesuchter Drogenboss erneut entkommen.

Es war seit dem kolumbianischen Drogenboss Pablo Escobar wohl die aufwendigste Jagd nach einem Mafiapaten. 2250 Polizisten, 23 Hausdurchsuchungen und zwölf Festnahmen in den vergangenen Tagen führten sie in ein Villenviertel in der bolivianischen Metropole Santa Cruz. Doch als sie am Wochenende das Anwesen stürmten, trafen sie auf erbitterten Widerstand der Leibwächter – der Gesuchte konnte entkommen. Die Ermittler konnten nur ein beeindruckendes Arsenal an Schnellfeuerwaffen, Drogen, exotischen Tieren und Luxuslimousinen der Presse präsentieren. Die Nachbarn waren konsterniert. Sie kannten den Gesuchten als Luis Paulo Santos Amorim, einen brasilianischen Geschäftsmann, Eigentümer des Zweitligisten Los Leones, in dessen Team er manchmal mitspielte.

Klug, reich, gewalttätig: Sebastián Marset ist ein berüchtigter Drogenboss

Sein wahrer Name ist Sebastián Marset. Er ist klug, reich, gewalttätig, politisch gut vernetzt und gilt als der Drahtzieher des Mordes am paraguayischen Staatsanwalt Marcelo Pecci, der im Mai 2022 während seiner Flitterwochen von zwei Auftragskillern getötet wurde. Seither sind Interpol, Europol, die US-Antidrogenbehörde DEA und Staatsanwaltschaften aus vier südamerikanischen Ländern dem 32-Jährigen auf den Fersen. Er soll mindestens 16 Tonnen Kokain nach Europa exportiert haben. Die Killer Peccis, die 340.000 US-Dollar für den Mord erhalten hatten, wurden inzwischen festgenommen, ebenso zwei kolumbianische Hintermänner. Doch Marset entkommt immer wieder.

Er hat mehrere Pässe und stammt ursprünglich aus Uruguay, das normalerweise nicht mit dem Drogengeschäft in Verbindung gebracht wird. Das kleine Land ist wirtschaftlich stabil, hat eine solide Demokratie und gilt als relativ sicher. Doch der Hafen von Montevideo hat sich zu einem wichtigen Drogenumschlagplatz entwickelt. Und das hat mit Marset zu tun.

Video: dpa

Er wurde mit 22 Jahren zum ersten Mal in Montevideo wegen Drogenhandels festgenommen. Damals ging es um eine Ladung Kokain, deren Spur zum Onkel des damaligen paraguayischen Präsidenten Horacio Cartes führte. Im Gefängnis knüpfte er internationale Kontakte. Fünf Jahre später kam er frei, heiratete, arbeitete als Musikproduzent und Profifußballer. Im Geheimen baute er ein Drogenimperium auf, das Kokain aus Bolivien über Paraguay nach Uruguay schmuggelte, um es von dort per Container nach Europa und Afrika zu exportieren. Marsets kriminelles Imperium nannte sich Erstes Uruguayisches Kartell – und es florierte dank einer ganzen Reihe korrupter Funktionäre.

Boliviens Innenminister: „Wir kriegen Marset“

Bis Pecci 2021 in Paraguay auf seine Spur kam und Haftbefehl erließ. Doch Marset tauchte unter. Im November 2021 wurde er in Dubai mit einem gefälschten paraguayischen Pass festgenommen. Den dortigen Behörden erzählte er, man habe ihn bei der Passausstellung betrogen, und er sei auch Uruguayer. Einige Wochen später bekam er auf Betreiben der uruguayischen Konsulin einen Pass. Später musste eine Staatssekretärin im Außenministerium zurücktreten, nachdem Chats bekannt wurden, wonach sie das Vorstrafenregister Marsets kannte.

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In Bolivien reiste er den Ermittlungsbehörden zufolge im September 2022 ein und etablierte sich in Santa Cruz als Geschäftsmann. Doch die Schlinge um ihn zog sich enger. Im Mai war sein paraguayischer Geschäftspartner, Miguel Insfran, in Brasilien festgenommen und nach Paraguay ausgeliefert worden. Auch der paraguayische Abgeordnete Erico Galeano von der regierenden Colorado-Partei wurde inzwischen angeklagt. Er soll die Drogengelder der beiden gewaschen haben. Der Polizei zufolge ist Marset in einem Geländewagen mit seiner Familie unterwegs nach Cochabamba. „Wir kriegen Marset“, verkündete Boliviens Innenminister Eduardo Del Castillo.

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