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Dürre
27.02.2022

Das spanische Geisterdorf im trockenen Tal

Erstmals seit seiner Überflutung ist das Dorf wieder ganz sichtbar.
Foto: Emilio Morenatti, ap/dpa

Vor drei Jahrzehnten wurde der spanische Ort Aceredo einem Stausee geopfert. Jetzt sind die Skelette der Häuser wieder aufgetaucht – weil es einfach nicht regnen will.

Ein verrostetes Autowrack steht zwischen den Mauerresten einer ehemaligen Garage. Bierkästen mit leeren Flaschen liegen neben einer Hausruine, in der sich wohl einmal die Dorfkneipe des kleinen Ortes Aceredo befand. In der Umgebung ragen graue und mit Schlammkrusten überzogene Überbleibsel einer Siedlung auf. Ein Geisterdorf, das gut als Kulisse für einen apokalyptischen Film dienen könnte.

30 Jahre lang war das frühere Bauernnest Aceredo in den Fluten der Talsperre Alto Lindoso versunken. Nun, nach Monaten extremer Trockenheit, die den Wasserpegel stark fallen ließ, ist Aceredo aus der Tiefe aufgetaucht. Das Dorf an der spanisch-portugiesischen Grenze ist zum Symbol für den aktuellen Wassernotstand in vielen Regionen Spaniens und Portugals geworden.

„Lasst es regnen“, bittet Spaniens Bauernverband Coag. Die Landwirte warnen, dass ihre Ernten vertrocknen, wenn sich nicht endlich die Himmelsschleusen öffnen. Doch Spaniens Wetterdienst Aemet macht wenig Hoffnung auf Hilfe von oben. „Die nächsten Wochen werden warm und trocken sein“, prognostiziert das Wetteramt. Blauer Himmel, Sonne, bis zu 25 Grad – was Spanienurlauberinnen und -urlauber freut, ist für die Landwirte jetzt im Februar eine Horrornachricht.

Das Trinkwasser im See rund um Aceredo muss den Sommer über reichen

Schon das vergangene Jahr war in Spanien eines der wärmsten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. „Im letzten Sommer hat es kaum geregnet und im Herbst und in diesem Winter überhaupt nicht“, klagt Ramón Alonso, der Bürgermeister des Ortes Entrimo, in der Zeitung El País. Das Dorf Entrimo liegt gleich neben der ausgetrockneten Talsperre Alto Lindoso. Der Stausee gleicht einer Pfütze. Nur noch der Boden des Beckens ist mit Wasser bedeckt.

Die Elektrizitätsgesellschaft Electricidade de Portugal (EDP) darf inzwischen kein Wasser mehr zur Stromerzeugung durch die Turbinen fließen lassen und dann in den Fluss Lima ableiten. Denn niemand weiß, wie lange Entrimo und die anderen umliegenden Dörfer mit dem verbleibenden Trinkwasser auskommen müssen. Die Talsperre ist nur noch zu 14 Prozent gefüllt. „Wie sollen wir damit durch den Sommer kommen?“, fragen die Bewohner der Region in den Medien.

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Die Anliegergemeinden werfen dem Talsperrenbetreiber EDP vor, das Staubecken trotz Regenmangels für die Stromproduktion leergepumpt zu haben. Erst als Portugals Regierung Anfang Februar das Wasserkraftwerk stilllegte, habe sich der Pegel auf niedrigem Niveau stabilisiert. Viel zu spät sei man eingeschritten. EDP verteidigt sich mit dem Hinweis, dass man den gesetzlichen Mindestpegelstand respektiert habe.

Statt des Regens kommen die Touristen an den spanischen See

Ein kleiner Trost für die Nachbarorte ist, dass Tausende Touristen aus Spanien und Portugal kommen, um den aus den Fluten erstandenen Gespensterort Aceredo zu besuchen, der rund 70 Kilometer südlich der spanischen Stadt Ourense liegt. Die Ausflügler spazieren durch die kuriose Ruinenlandschaft. Klettern durch verlassene Häuser. Schießen Erinnerungsfotos – und sie geben in den Geschäften und Restaurants der Umgebung Geld aus.

Aber unter den Besuchern sind auch nachdenkliche Stimmen zu hören: „So etwas werden wir jetzt wohl öfter zu sehen bekommen“, sagt ein Familienvater im spanischen Fernsehen. „Der Klimawandel macht sich bemerkbar.“ Laut UN-Klimastudien wird das Mittelmeerland Spanien eines jener europäischen Länder sein, das am stärksten von der Erderwärmung getroffen wird. Der außergewöhnliche Dürrewinter fügt sich in dieses Bild.

Im Schnitt sind Spaniens Talsperren noch zu 44 Prozent gefüllt. Normalerweise sind sie im Winter wenigstens zu zwei Drittel voll. „Es muss ein sehr regenreicher Frühling kommen, um uns aus der Situation zu retten“, sagt die Meteorologin Rosalía Fernández. Normalerweise fallen zwischen Oktober und April 75 Prozent der Niederschläge. Doch dieser Winter ist nicht normal.

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