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Eurovision Song Contest: Israels Sänger feiert ESC-Erfolg trotz Boykott und Protesten

Eurovision Song Contest

Israels Sänger feiert ESC-Erfolg trotz Boykott und Protesten

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    Der israelische Kandidat Noam Bettan während des Finales des 70. Eurovision Song Contest (ESC) in der Wiener Stadthalle.
    Der israelische Kandidat Noam Bettan während des Finales des 70. Eurovision Song Contest (ESC) in der Wiener Stadthalle. Foto: Georg Hochmuth/APA/dpa

    Nach seiner Rückkehr nach Israel hat sich der Sänger Noam Bettan erfreut über seine Zweitplatzierung beim Eurovision Song Contest in Wien geäußert. „Ich weiß, wie schwierig es war, in diesem Jahr am ESC teilzunehmen und wie viele Herausforderungen damit verbunden waren, aber es ist passiert – und es ist auf die bestmögliche Weise passiert, die ich mir hätte wünschen können“, sagte er Journalisten am Sonntag nach seiner Landung auf dem internationalen Flughafen bei Tel Aviv.

    Politische Spannungen und Boykotte

    Spanien, die Niederlande, Irland, Slowenien und Island boykottierten den ESC, weil sie das Vorgehen Israels im Gazastreifen verurteilen. Auslöser des Gaza-Kriegs war ein Massaker der islamistischen Hamas und anderer Terroristen in Israel am 7. Oktober 2023.

    Während Bettans Auftritt blieben in der Halle trotz Befürchtungen Störaktionen aus. Bei der Punktevergabe für seinen dreisprachigen Song „Michelle“ sowie beim Public Viewing vor dem Wiener Burgtheater mischten sich jedoch lautstarke Rufe in die Kulisse. Zudem nahm die Polizei nahe der Veranstaltungshalle 14 propalästinensische Aktivisten unter anderem wegen Verstößen gegen das Vermummungsverbot fest.

    Starkes Televoting-Ergebnis für Israel

    Israel bekam erneut sehr viele Punkte vom Publikum – aus einem achten Platz bei den Jurys wurde der zweite Platz im Gesamt-Ranking. Zeitweise schien sogar der Sieg greifbar.

    „Hätten wir gewonnen, hätte das den ESC gesprengt“, sagte ein israelisches Delegationsmitglied dem Nachrichtenportal „ynet“. „Der zweite Platz ist ein Sieg für uns.“

    Volker Beck, Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, lobte Bettans zweiten Platz als „deutliches Signal an all jene, die Israel von der ESC-Bühne drängen wollten“. Er sagte: „Nach massiven Boykottkampagnen, dem Rückzug mehrerer Länder und antiisraelischer Hetze rund um Israels Teilnahme haben europäische Jurys und Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer gezeigt: Israel gehört zum ESC.“

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