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Familie
13.05.2022

Eine Mama in Indien will Oma werden und wählt die Holzhammer-Taktik

Schnuller bis zum abwinken - fehlen nur noch die Babys dazu.
Foto: Bernd Thissen, dpa

Es soll ja immer noch Menschen geben, die ihre Kinder unter Druck setzen, doch endlich ein Baby zu zeugen. Ein besonders krasser Fall wird aus Indien gemeldet.

Eine Variante geht in etwa so: Mama macht Stadtbummel mit erwachsener Tochter, bleibt ganz zufällig vor dem Schaufenster des Babyausstatters stehen und murmelt gerade noch hörbar: "Süß." Oder: Papa holt die alte Modelleisenbahn vom Speicher und raunt seinem gerade erst zum Junior-Irgendwas-Manager beförderten Sohn zu: "Weißt du noch?"

Kann allerdings sein, dass sich die Signale versenden. Weil Papa beispielsweise mit roten Bäckchen Waggon für Waggon aus dem Karton pflückt, monatelang selbst vor dem Trafo sitzt und irgendwann feststellt: "Was wollte ich noch mal mit der Eisenbahn ...?"

Die Skala der "Wie sagen wir unserem Kind, dass wir Großeltern werden wollen?"-Methoden ist nach oben offen. Theoretisch zumindest, denn glücklicherweise ist in den meisten Familien mittlerweile angekommen, dass der Babywunsch oder -nichtwunsch eine ziemlich persönliche Angelegenheit ist. Und doch ist selbst die Holzhammer-Taktik (Ich fordere Enkel – sofort!) noch nicht aus der Welt verschwunden.

Die Klägerin fordert Entschädigung – satte 620.000 Euro

Siehe Indien. Dort hat eine Frau ihren Sohn und ihre Schwiegertochter verklagt, weil diese keine Kinder haben. Sie fordert vor dem Gericht in der Stadt Haridwar, dass die beiden innerhalb eines Jahres ein Baby bekommen – oder alternativ 50 Millionen Rupien Entschädigung zahlen. Das wären satte 620.000 Euro. Die Klägerin argumentiert übrigens, sie habe ihren einzigen Sohn doch mit viel Liebe und viel Geld erzogen. Und dass das Paar sie jetzt mit ihrer Kinderlosigkeit seelisch foltere.

Na dann im Zweifel doch lieber Stadtbummel und Modelleisenbahn.

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