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  3. Frankreich: Frankreich trauert um einen verirrten Belugawal in der Seine

Frankreich
11.08.2022

Frankreich trauert um einen verirrten Belugawal in der Seine

Mit einem Netz bargen Rettungskräfte das rund 800 Kilogramm schwere Tier. Doch der Zustand des Meeressäugers verschlechterte sich nach der sechsstündigen Rettungsaktion rapide.
Foto: Jean-Francois Monier, AFP

Ganz Frankreich nahm Anteil an dem Schicksal des Meeressäugers, der aus bislang unbekannten Gründen in die Seine geraten war. Zwar wurde er gerettet, doch kurz darauf starb das Tier.

Es war eine spektakuläre Rettungsaktion, um einen Belugawal zu bergen, der sich in der französischen Seine verirrt hatte – doch das Tier hat sie leider nicht überlebt. Beim Transport in einem Kühllaster in die nordfranzösische Hafenstadt Ouistreham verschlechterte sich am Mittwochvormittag die Atmung des gesundheitlich stark angeschlagenen Wals. „Deshalb wurde gemeinsam mit den Tierärzten die Entscheidung getroffen, ihn einzuschläfern“, erklärte die zuständige Präfektur.

In Ouistreham war bereits ein Meerwasserbecken vorbereitet worden, um das Tier darin gesund zu pflegen und dann wieder in die Freiheit zu entlassen. Die Betroffenheit über die Todesnachricht war groß. „Wir haben unser Maximum gegeben und alles so gut wie möglich gemacht“, sagte die stellvertretende Präfektin von Évreux, Isabelle Dorliat-Pouzet.

Odyssee in der Seine: Wal irrte eine Woche lang im Fluss umher

Vor mehr als einer Woche war der Weiße Wal in der Seine entdeckt worden. Zuletzt hing er mehrere Tage lang bei einer Schleuse in Notre-Dame-de-la-Garenne fest, 70 Kilometer von Paris und 150 Kilometer von der Seine-Mündung am Ärmelkanal entfernt. Wie er dorthin gekommen war, ist unklar. Belugas leben überwiegend in den arktischen und subarktischen Gewässern vor den Küsten Russlands, Alaskas und Kanadas – und in Europa überwiegend im Norden Norwegens. Nur selten verirrt sich ein Exemplar in südlichere Regionen.

Experten zufolge kann ein Weißwal im warmen Süßwasser nicht lange überleben. „Wir müssen ihn dort herausholen“, hatte Isabelle Brasseur vom Meerespark Marineland in Antibes im Vorfeld der Rettungsaktion gesagt. Um vier Uhr morgens und nach sechs Stunden intensiver Bemühungen war es einem Team aus insgesamt 80 Personen, darunter Feuerwehrleuten, Gendarmen und Tierschutz-Aktivisten, gelungen, den Meeressäuger aus dem Wasser zu holen. Dazu wurde der vier Meter lange und knapp 800 Kilogramm schwere Wal in ein von Tauchern gehaltenes Netz gelegt, das ein Kran hochzog.

Belugawale leben eigentlich im kalten Salzwasser. Das Bild zeigt zwei Belugawale im Yokohama Hakkeijima Sea Paradise in Japan.
Foto: Kyodo, dpa (Archivbild)

In den vergangenen Tagen verweigerte der Belugawal sein Futter

Tierärzte kümmerten sich sofort um ihn und verabreichten ihm Infusionen. Sie stellten fest, dass das Männchen stark abgemagert und geschwächt war und einige Wunden aufwies. In den vergangenen Tagen hatte es Futter verweigert, sich allerdings neugierig gezeigt.

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Nach der Verabreichung von Vitaminen und Antibiotika waren zuletzt Zeichen der Verbesserung festgestellt worden – deshalb wagte man die Rettungsaktion im Wissen, dass der dadurch verursachte Stress lebensgefährlich für den Belugawal sein könnte.

Das ganze Land nahm großen Anteil an seinem Schicksal. Zahlreiche Spenden waren nach einem Aufruf durch den französischen Ableger der Tier- und Umweltschutzorganisation Sea Shepherd eingegangen. Dieser hatte die Kosten der Rettungsaktion auf 30.000 Euro beziffert. „Es ist eine große Premiere in Frankreich, denn unser Land muss normalerweise nicht mit solchen Situationen umgehen und ist noch nicht gut darauf vorbereitet“, erklärte die Organisation.

Es handelte sich erst um das zweite Auftauchen eines Belugawals in Frankreich seit dem Jahr 1948, als ein Exemplar in der Loire auftauchte und von einem Fischer entdeckt worden war. Allerdings hatte sich bereits im Mai diesen Jahres ein Schwertwal (Orca) in die Seine verirrt und war dort verhungert. Umso mehr hatte man auf ein besseres Schicksal für den Belugawal gehofft.

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