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  3. Feuer im Grunewald: Brandstiftung wohl ausgeschlossen

Berlin
06.09.2022

Feuer im Grunewald: Es war wohl keine Brandstiftung

Flammen loderten in einem Brandnest im Grunewald in der Nähe des Sprengplatzes.
Foto: Britta Pedersen, dpa (Archivbild)

Auch einen Monat nachdem ein Feuer auf dem Sprenggelände im Berliner Grunewald ausgebrochen ist, ist die Ursache weiterhin unklar. Brandstiftung schließt die Polizei aus.

Was hat das Feuer auf dem Sprenggelände im Berliner Grunewald ausgelöst? Auch einen Monat nach dem Großbrand steht die Polizei noch vor einem Rätsel. Sie geht nicht von einer gezielten Brandstiftung aus. Es gebe nach ersten Zeugenbefragungen keine Hinweis darauf, dass ein Fremdverschulden vorliege und jemand von außen eingedrungen sei und bewusst "Manipulationen" vorgenommen habe, sagte Polizei-Vizepräsident Marco Langner im Innenausschuss. "Mit großer Wahrscheinlichkeit können wir das ausschließen." Wie es dann zu dem Feuer kam, ist noch unklar. Konkrete Hinweise gebe es nicht.

Feuer im Grunewald: Ursache noch immer unklar

Jetzt sollen die genaueren Untersuchungen der Kriminalpolizei zur Brandursache beginnen. "In dieser Woche werden das LKA, das BKA und die Bundesanstalt für Materialforschung dort hingehen und Ursachenforschung machen", sagte Innensenatorin Iris Spranger (SPD). Dafür wurde im Landeskriminalamt eine Ermittlungsgruppe "EG Grunewald" eingerichtet und externe Gutachter engagiert.

Feuer am 4. August im Grunewald ausgebrochen

Auf dem Sprengplatz war am 4. August ein großes Feuer ausgebrochen. Auf dem Gelände lagerten laut Polizei rund 30 Tonnen "Kampfmittel und Munition" aus dem Zweiten Weltkrieg sowie mehrere Hundert Kilogramm Feuerwerkskörper, die etwa an Silvester beschlagnahmt wurden. Deshalb gab es zahlreiche Explosionen. Die Löscharbeiten dauerten mehrere Tage.

Video: AFP

Sprengplatz im Grunewald gibt es seit 1950

Den Sprengplatz zur Vernichtung von Waffen und Explosivstoffen gibt es seit 1950. Die Polizei ist inzwischen dafür zuständig. Sie betonte, dass es immer wieder Überlegungen gegeben habe, den Ort zu verlegen. Auch Polizeipräsidentin Barbara Slowik äußerte sich offen für diese Debatte. "Aktuell ist dieser Sprengplatz die einzige genehmigungsfähige Anlage auf Berliner Grund mit 80 000 Quadratmetern, weit weg von Wohnbebauung, was der Feuerwehr auch gestern sehr genützt hat", sagte sie. Auch Brandenburg habe kaum Ressourcen für einen gemeinsamen Sprengplatz im Berliner Umland. "Bisher haben wir da keine Möglichkeit gefunden. Nun wird es neue Gespräche geben." (mit dpa)

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