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Insolvenz
15.04.2024

Krise in der Schuhindustrie: Dieser bekannte Kinderschuh-Hersteller ist insolvent

Ein bekannter Schuhhersteller aus Österreich ist in die Insolvenz gerutscht.
Foto: Christophe Gateau, dpa (Symbolbild)

Die Insolvenzwelle betrifft derzeit nicht nur die Mode-Branche: Auch einer von Europas bekanntesten Schuh-Herstellern ist in die Insolvenz gerutscht.

Das traditionsreiche Kinderschuh-Unternehmen Ferdinand Richter hat eine lange und angesehene Geschichte in der europäischen Schuhindustrie und hat sich als einer der führenden Hersteller von Kinderschuhen etabliert. Jedoch hat das Unternehmen kürzlich einen schweren Schlag erlitten, der seine Existenz bedroht: Ferdinand Richter hat Insolvenz angemeldet, ein Ereignis, das sowohl die Mitarbeiter als auch die Gläubiger des Unternehmens direkt betrifft. Wie sich die Insolvenz auf Mitarbeiter und Gläubiger auswirkt, erfahren Sie hier. 

Übrigens: Auch ein deutsches Auto-Unternehmen ist nach 250 Jahren Firmengeschichte pleite. Ähnlich geht es einem Autobauer, der bereits im Februar 2023 300 Mitarbeiter entlassen musste. Bei einer bayerischen Möbelfirma sind derzeit hingegen 130 Jobs betroffen

Krise in der Schuhindustrie: Bekannter Kinderschuh-Hersteller ist insolvent

Die Insolvenz der österreichischen Ferdinand Richter GmbH & Co KG lässt sich auf eine Reihe von Ursachen zurückführen, wobei die COVID-19-Pandemie eine zentrale Rolle spielt. Wie ein Bericht der Textilwirtschaft erwähnt, fordert der Staat offenbar einen wesentlichen Teil der während der Pandemie gewährten Corona-Hilfen zurück, die sich auf fast 2,5 Millionen Euro belaufen. Diese Rückforderungen hätten das Unternehmen finanziell stark belastet. Am 13. November 2023 reichte Ferdinand Richter offiziell einen Antrag auf Eröffnung eines Sanierungsverfahrens ohne Eigenverwaltung beim Landesgericht für Zivilrechtssachen Graz ein. Die finanziellen Verbindlichkeiten des Unternehmens belaufen sich laut des Berichts auf rund 7,9 Millionen Euro, und es wurde ein Sanierungsplan mit dem Ziel vorgestellt, innerhalb von zwei Jahren 20 Prozent der Forderungen der Gläubiger zu begleichen.

Video: dpa

Während der Corona-Pandemie konnte das Unternehmen seine Finanzierung vorübergehend durch Überbrückungsfinanzierungen, die Unterstützung der Gesellschafter und staatliche Fördermittel sichern. Allerdings führten Unsicherheiten im Zusammenhang mit einem Rückforderungsanspruch von etwa 1,9 Millionen Euro zu finanziellen Problemen, wie das Portal fashionunited.de schreibt. Die neu verhandelte Betriebsmittellinie habe nicht ausgereicht, um diesen Betrag zu decken, was letztendlich dazu geführt habe, dass ein neuer Kreditvertrag nicht abgeschlossen werden konnte. Der Alpenländische Kreditorenverband berichtet, dass Richter derzeit über ein Aktivvermögen von rund 920.000 Euro verfügt. Rund 550.000 Euro werden den Lieferanten geschuldet.

Insolvenz bei Ferdinand Richter: So geht es jetzt weiter

Nach der Insolvenzanmeldung strebt die Geschäftsleitung des Unternehmens laut Bericht in Graz eine Fortführung des Betriebs an. Es seien erste Finanzierungsgespräche mit den Gesellschaftern geführt worden, und es werde nach Investoren und strategischen Partnern gesucht. Ziel sei es, eine angemessene Liquiditätsausstattung des Unternehmens zu erreichen. Welche Restrukturierungsmaßnahmen erforderlich sind, bleibt bislang aber noch unklar. Die Insolvenz hat direkte und erhebliche Auswirkungen auf die Beschäftigten und Gläubiger des Unternehmens. Mit 20 betroffenen Beschäftigten und etwa 120 Gläubigern steht das Unternehmen vor einer komplexen Aufgabe, die Interessen aller Beteiligten zu berücksichtigen. Im Rahmen des Sanierungsverfahrens wird an einem Plan gearbeitet, der vorsieht, den Gläubigern innerhalb von zwei Jahren 20 Prozent ihrer Forderungen zu begleichen, heißt es auf textilwirtschaft.de.

Die aktuelle Krise zeigt aber auch, dass selbst große Ketten nicht vor der Pleite gefeit sind. So meldete jüngst auch Real Insolvenz an und auch Galeria Karstadt Kaufhof geriet bereits zum zweiten Mal innerhalb von zwei Jahren in Schieflage. Bei Tchibo steht derweil eine beliebte Sparte vor dem Aus

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Der Fall von Ferdinand Richter steht allerdings nicht isoliert, sondern scheint Teil eines größeren Trends in der Schuhbranche zu sein, insbesondere in Deutschland und Österreich. In den letzten Jahren mussten mehrere Schuhunternehmen Insolvenz anmelden. Zu diesen Unternehmen gehören laut textilwirtschaft.de Schuhkay, Ludwig Görtz, Reno, Schuh-Oase, Lemax Shoe Fashion und Salamander in Deutschland. Diese Pleitewelle unterstreicht die anhaltenden Herausforderungen, denen sich die Schuhindustrie gegenübersieht, insbesondere angesichts der wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie und des zunehmenden Wettbewerbs. 

Das ist der Kinderschuh-Hersteller Ferdinand Richter

Das Traditionshaus Ferdinand Richter war im Jahr 1893 gegründet worden und zählt zu den ältesten Kinderschuhherstellern Europas. Mit Sitz in Pasching, Oberösterreich, und Geschäftsleitung in Graz, hat sich das Unternehmen auf die Herstellung von nachhaltigen Schuhen spezialisiert und sich über die Jahre einen Namen für Qualität und Innovation gemacht.

Das 125-jährige Bestehen des Unternehmens im Jahr 2018 war ein bedeutender Meilenstein, der die langjährige Geschichte des Unternehmens hervorhob. Die Geschäftsführung von Ferdinand Richter erlebte im Jahr 2019 einen Wechsel, wobei Thomas Ridder und Josef Renner, beide mit langen Karrieren in der Schuhbranche, die Führung übernahmen. Ihr erklärtes Ziel war es laut textilwirtschaft.de das angeschlagene Schuhunternehmen langfristig zu sanieren.

Übrigens: Besonders die Mode-Branche ist sehr stark von der Insolvenzwelle gebeutelt und in den kommenden Monaten soll es laut Wirtschaftsexperten nicht gerade besser werden. Nach Peek & Cloppenburg Düsseldorf rutschten auch die High-Fashion-Firma Madeleine, schwäbische Modekette Peter Hahn und die Augsburger Firma Rübsamen in die Insolvenz. Bei Madeleine Mode scheiterte die Rettung vorerst, da sich Investoren zurückzogen