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  3. Maskenpflicht an Schulen: Corona-Regeln im Herbst

Corona-Schutzkonzept
09.11.2022

Maskenpflicht an Schulen: Welche Regeln gelten im Herbst?

Maskenpflicht ist an Schulen ab Herbst nur noch ab der fünften Klasse möglich.
Foto: Matthias Balk, dpa (Symbolbild)

Im Herbst gelten einmal mehr angepasste Corona-Regeln. Schulen sollen aber nicht mehr geschlossen werden dürfen. Hier gibt es einen Überblick über die politischen Vorgaben.

Der Herbst ist zurück. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass die Corona-Pandemie in den kalten Monaten besonders an Fahrt aufnimmt. Doch in diesem Herbst soll der Alltag in Deutschland möglichst normal weitergehen. Das haben Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und Justizminister Marco Buschmann (FDP) bereits zuvor beschlossen. Für Schulkinder und ihre Eltern bedeutet das: Die Schulen bleiben auf. Doch was ist mit Maskenpflicht, Tests und Abstand?

Maskenpflicht an der Schule? - Corona-Regeln im Herbst

Nach dem aktuellen Infektionsschutzgesetz, das bis zum 7. April 2023 gültig ist, sollen die Länder die Möglichkeit bekommen, Tests in Schulen, Kitas und Einrichtungen zur Unterbringung von Asylbewerbern vorzuschreiben. Eine Maskenpflicht in der Schule ist nur vorgesehen, wenn sonst kein geregelter Präsenzunterricht möglich wäre - und auch dann nur ab dem fünften Schuljahr. "Maske ist das letzte Mittel, bevor Präsenzunterricht ausfällt", erklärte Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP). Schulschließungen kämen laut Buschmann nicht mehr infrage. Verbindliche Abstandsregeln gibt es bundesweit nicht.

Keine Maskenpflicht an Grundschulen

Da eine Maskenpflicht nur noch ab der fünften Klasse möglich sein soll, sind Grundschulen komplett davon ausgenommen. Das stößt beim Deutschen Lehrerverband und beim Verband für Bildung und Erziehung auf Unverständnis. Es sei "völlig unverständlich", dass selbst bei drohenden Personalausfällen und Teilschulschließungen an Grundschulen künftig keine Masken mehr angeordnet werden können, sagte Lehrerverbandschef Heinz-Peter Meidinger der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

Stark-Watzingers Ministerium weist jedoch darauf hin, dass das dauerhafte Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes "gerade in der Grundschule" für Kinder belastend sei und den Start in das Schulleben erschweren könne. "Die Schülerinnen und Schüler brauchen im neuen Schuljahr so viel Normalität wie möglich", sagte Stark-Watzinger.

Video: dpa

Corona-Regeln an der Schule: Schulschließungen vermeiden

Für Stark-Watzinger ist das Corona-Schutzkonzept für Herbst und Winter eine gute Grundlage für den Schulbetrieb im dritten Jahr der Pandemie. "Es freut mich besonders, dass wir bei den Schulen eine Regelung gefunden haben, die flächendeckende Schulschließungen vermeidet. Kinder und Jugendliche haben die Hauptlast bislang getragen", sagte Stark-Watzinger der dpa.

Das nächste Schuljahr müsse ein normales werden, "zumindest so normal, wie es nur möglich ist". Dafür wolle die Politikerin kämpfen. Stark-Watzinger sei sehr zuversichtlich, dass sich in diesem Schuljahr Präsenzunterricht und Infektionsschutz "angemessen miteinander vereinen" ließen.

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Kritik an Corona-Regeln für Schulen

"Es fehlt weiterhin ein vollumfängliches Sicherheits- und Hygienekonzept, es fehlen weiterhin transparente Stufenpläne auf der Basis bundeseinheitlicher Kriterien", monierte hingegen der Vorsitzende des Verbandes Bildung und Erziehung, Udo Beckmann, laut dem Spiegel. Auch Susanne Lin-Klitzing, Vorsitzende des Philologenverbands, kritisierte die Regeln. Es könne nicht sein, dass die konkreten Schutzmaßnahmen auf Ebene der Kita- und Schulleitungen verhandelt und entschieden werden, sagte sie dem Spiegel. Die Bildungseinrichtungen bräuchten einen rechtssicheren Handlungsrahmen.

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