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Musikhören gegen die Angst: Binaurale Beats helfen gegen Angststörungen

Schönes Wochenende

24 Minuten Musik am Tag kann bei Angststörungen helfen

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    Musik mit binauralen Beats kann gegen typische Symptome von Angststörungen helfen.
    Musik mit binauralen Beats kann gegen typische Symptome von Angststörungen helfen. Foto: Christin Klose, dpa

    Musik macht glücklich. Um das zu spüren, braucht es keine Wissenschaft. Die Möglichkeiten von Melodien und Instrumenten sind aber noch viel weitreichender. Musik kann etwa „Flow-Erlebnisse“ hervorrufen. Das sind Zustände der Selbstvergessenheit, wenn Handlung und Bewusstsein verschmelzen und der Fokus nur noch auf einer Tätigkeit, etwa dem Klavierspielen, liegt. Dieses Phänomen erleben 87 Prozent der Amateurmusiker und -musikerinnen regelmäßig, wie aus einer Studie aus dem Jahr 2012 hervorgeht. Musik kann Emotionen hervorrufen und verändern, die ganze Stimmung beeinflussen – und sogar heilende Fähigkeiten haben.

    Musizieren und Musikhören kommt der mentalen Gesundheit zugute

    In einer weiteren Studie berichteten Menschen, dass das Musikmachen mit anderen sie sozial, kognitiv und emotional bereichert. Für einige Teilnehmende waren die positiven Auswirkungen auf ihre mentale Gesundheit so groß, dass sie ihre Antidepressiva absetzen konnten. Neben Singen und Musizieren kann aber auch einfaches Musikhören der Psyche etwas Gutes tun. Dafür reichen schon 24 Minuten am Tag.

    Eine Studie der Toronto Metropolitan University hat herausgefunden, dass Musik mit binauralen Beats die Symptome von Angststörungen lindern kann. Bei binauralen Beats sind auf dem linken und rechten Ohr jeweils Töne in unterschiedlichen Frequenzen zu hören, was einen sphärischen Klang erzeugt. Studienteilnehmende berichteten, dass diese Musik ihre kognitiven und körperlichen Beschwerden, wie etwa Konzentrationsprobleme oder Übelkeit, verringerten – und das bereits nach 24 Minuten.

    Musikhören als kostenlose Ergänzung zu Therapie und Medikamenten

    Die Zahl der Menschen mit Angststörung ist in den vergangenen Jahren immer weiter gestiegen. 2023 erhielten rund 5,5 Millionen Menschen in Deutschland eine Erst- oder Folgediagnose, wie die Kaufmännische Krankenkasse (KKH) mitteilte. Üblicherweise werden die Symptome mit Medikamenten und Therapie behandelt. Musik mit binauralen Beats könnte künftig eine kosten- und wartezeitlose Ergänzung zu diesen Möglichkeiten darstellen.

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