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Coronavirus
19.04.2022

Ansteckungszeitraum: Wie lange ist man bei Omikron infektiös?

Wie lange Corona-Infizierte ansteckend sind, ist von Person zu Person unterschiedlich.
Foto: Kira Hofmann, dpa (Symbolbild)

Omikron-Infizierte sind auch vor und nach den Symptomen ansteckend. Wie lange ist der Ansteckungszeitraum bei der Corona-Variante?

Das Coronavirus breitet sich auch deshalb so rasant bei uns aus, weil sich der Ansteckungszeitraum im Laufe der vergangenen Virusvarianten verändert hat. Sowohl über die sogenannte Inkubationszeit, die Zeit zwischen Ansteckung und Ausbruch der Krankheit, als auch über das Ende der Ansteckungszeit wird viel spekuliert. Die Faktenlage zeigt jedoch, dass Omikron-Infizierte das Virus anders verbreiten als es mit früheren Virus-Varianten der Fall war.

Wer vom Kontakt mit einer infizierten Person erfährt und sich anschließend sofort testet, muss noch nicht zwangsläufig ein positives Testergebnis bekommen. Denn die Inkubationszeit kann mehrere Tage dauern. Erst vermehrt sich Omikron im Körper, dann treten Symptome auf – doch schon vorher können andere Menschen mit Sars-Cov-2 angesteckt werden. Das macht das Coronavirus so tückisch.

So erfolgt ein relevanter Anteil der Infektionen unbemerkt bereits ein bis zwei Tage, bevor eine infizierte Person Krankheitszeichen aufweist. Auch infizierte Personen, die selbst überhaupt nicht krank werden, können andere anstecken.

Ansteckungszeitraum bei Omikron: Inkubationszeit kürzer?

Bei Corona liegt die Inkubationszeit laut dem Robert Koch-Institut (RKI) bei durchschnittlich etwa fünf bis sechseinhalb Tagen. Doch die Virusvarianten unterscheiden sich: „Möglicherweise haben die Virusvarianten Alpha bzw. Delta eine um etwa 1,5-2 Tage kürzere Inkubationszeit als der sogenannte Wildtyp, d. h. die Viren, die im Jahr 2020 zirkulierten.“ Zu der Inkubationszeit der aktuell vorherrschenden Omikron-Variante gibt es noch keine konkreten Aussagen. Einige Studien deuten aber darauf hin, dass Omikron eine noch kürzere Inkubationszeit hat. Auch viele Expertinnen und Experten wie Sandra Ciesek und Jörg Timm gehen von einer kürzeren Inkubationszeit bei der Omikron-Variante aus.

Video: dpa

Ansteckungszeit bei Omikron: Wie lange ist man ansteckend?

Als sicher gilt laut RKI, dass die Ansteckungsfähigkeit in der Zeit kurz vor und nach Symptombeginn am größten ist. Ein „erheblicher Teil von Übertragungen“ erfolgen so bereits vor dem Auftreten erster Krankheitszeichen. Aber was ist, wenn die Krankheit abgeklungen ist? Laut der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung geht die Ansteckungsfähigkeit nach einer milden bis moderaten Erkrankung zehn Tage nach Beginn der Krankheitszeichen deutlich zurück.

Aber die Betroffenen können auch wesentlich länger ansteckend sein: zum Beispiel, wenn die Erkrankung schwer war oder etwa eine Immunschwäche vorliegt. Genau wie die Inkubationszeit fällt also das Ende des Ansteckungszeitraums von Person zu Person unterschiedlich aus. Wie ansteckend eine Person ist, kann über die Höhe des Ct-Werts, also die Viruslast, gemessen werden. Dieser Wert kann durch einen PCR-Test gemessen werden.

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