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Plötzlich aktuell - in einem Kinderbuch rettet eine Schnecke einen Buckelwal

Wal-Drama

Plötzlich aktuell: In einem Kinderbuch rettet eine Schnecke einen Buckelwal

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    Der gestrandete Buckelwal im Flachwasser vor der Insel Poel.
    Der gestrandete Buckelwal im Flachwasser vor der Insel Poel. Foto: Bernd Wüstneck, dpa

    Während der Buckelwal in der Ostsee seit fünf Wochen um sein Leben kämpft, erzählen Eltern ihren Kindern eine ähnliche Geschichte. Ebenfalls über einen gestrandeten Buckelwal – der aber überlebt. Sie steht in dem Bilderbuch „Die Schnecke und der Buckelwal“ von Axel Scheffler und Julia Donaldson (aus dem Englischen von Mirjam Pressler) und beschreibt auf romantisierende Weise und in Paarreimen, wie eine winzige Seeschnecke das Leben eines riesigen Buckelwals rettet. „Ein großes Tier, ein kleines Tier – ihre Geschichte siehst du hier.“ 

    Die Schnecke sitzt in einem Industriehafen auf einem Felsen und kriecht hin und her. Sie sagt: „Ich will fort, ich will weg.“ Auf den Felsen schreibt sie mit ihrem Schleim, der Schneckenschrift-Schnur: „Wer nimmt mich mit um die Welt?“ Dann wird es dunkel und aus dem Schwarzen Meer taucht plötzlich ein Buckelwal auf: „so groß wie ein Schiff“. Er singt ein Lied „vom Korallenriff, von Wellen und Wogen, von Sonne und Wind, von Weiten, die voller Wunder sind“. Er sagt zur Schnecke mit dem juckenden Fuß: „Steig auf und fahr mit mir.“ Schon sitzt sie auf der Schwanzspitze und die Reise beginnt. „Vorbei an Bergen aus Eis und Schnee, an schwimmenden Inseln inmitten der See, vorbei auch an einem fernen Land, mit Feuerbergen und goldenem Sand“.

    Die Schnecke sieht das Meer und das Land, Berge und Täler, goldenen Sand. Doch eines Tages verirrt sich der Buckelwal, das „Motorgebrüll“ von Booten ist „ohrenbetäubend laut und schrill“. Der Wal verliert den Richtungssinn und schwimmt zu nah zur Küste hin. Als die Ebbe kommt, strandet er. Die Schnecke holt Hilfe. In einer nahegelegenen Schule schreibt sie an die Tafel: „Rettet den Wal.“ Feuerwehrleute bespritzen ihn daraufhin mit Wasser und graben zusammen mit den Schülern eine Rinne. Als die Flut kommt, wird alles gut. „Hurra“ schreien alle. „Und der Wal und die Schneck, hier schwimmen sie weg.“

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