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RSV-Infektionen nehmen stark zu: Wie gefährlich ist RSV? Wer ist gefährdet?

Atemwegserkrankung

RSV-Infektionen nehmen zu: Wer am stärksten gefährdet ist

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    Das RS-Virus kann insbesondere für sehr junge Patientinnen und Patienten gefährlich werden.
    Das RS-Virus kann insbesondere für sehr junge Patientinnen und Patienten gefährlich werden. Foto: Marijan Murat, dpa (Symbolbild)

    Die RSV-Welle rollt durch Deutschland. Laut Robert-Koch-Institut (RKI) nimmt die Aktivität des Respiratorischen Synzytial-Virus gerade stark zu. Im aktuellsten Wochenbericht des RKI zu den Erkältungserkrankungen ist zu lesen, dass das Virus derzeit fünf Prozent aller Atemwegsinfekte ausmacht.

    Aktuell grassiert das Virus vor allem bei Kindern unter fünf Jahren. Sie machen fast zwei Drittel aller Infizierten aus. Gerade für sehr kleine Patientinnen und Patienten kann RSV gefährlich werden. Früh- und Neugeborene, Säuglinge und Kinder mit chronischen Vorerkrankungen etwa der Lungen oder des Herzens gehören zur Risikogruppe.

    RSV-Infektion für Säuglinge und Kleinkinder nicht ungefährlich

    Bei älteren Säuglingen und Kleinkindern gilt eine Infektion nach RKI-Angaben als häufigste Ursache von Erkrankungen der unteren Atemwege und damit verbundenen Krankenhauseinweisungen. Auch ältere Menschen ab 75 Jahren, mit schweren chronischen Vorerkrankungen oder jene in Einrichtungen der Langzeitpflege, sind besonders gefährdet.

    Wie überträgt und zeigt sich eine Erkrankung? Laut dem Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) wird das Virus vor allem über Tröpfchen übertragen, etwa beim Niesen oder Husten. Es wird angenommen, dass eine Infektion auch über kontaminierte Hände oder Gegenstände möglich ist.

    RSV-Infektion: Das sind die häufigsten Symptome

    Einmal infiziert, äußert sich das Virus häufig zuerst in Symptomen der oberen Atemwege wie Husten, Schnupfen und Halsschmerzen. Bei Kindern kommt oft Fieber hinzu; im weiteren Verlauf kann die Infektion auf die unteren Atemwege übergreifen. Das zeigt sich etwa in schleimhaltigem Husten, Atemnot oder einer Entzündung der feinen Verästelungen der Bronchien. Auch eine Lungen- oder Mittelohrentzündung kann Folge einer RSV-Infektion sein.

    Das gilt auch für Erwachsene – bei ihnen verlaufen Ansteckungen aber oft harmloser, manchmal ganz ohne Symptome. Doch RSV führt teilweise auch zu schwereren Verläufen, für die Menschen im Krankenhaus behandelt und beatmet werden müssen.

    Impfung und Prophylaxe gegen RSV

    Bei älteren Risikopatientinnen und Patienten gilt ebenfalls eine Lungenentzündung als mögliche Komplikation. Tödliche Verläufe sind zwar selten, kommen aber vor: Laut RKI wurden in der Grippesaison 2025/26 bislang 44 Todesfälle gemeldet, 89 Prozent davon bei Menschen ab 60 Jahren.

    Aufgrund der Risiken einer Infektion mit RSV empfiehlt die Ständige Impfkommission (Stiko) sowohl eine einmalige Impfung für alle Personen über 75 Jahren, als auch eine Prophylaxe für Neugeborene und Säuglinge. Dies geschieht über eine passive Immunisierung.

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