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Smartphones: Apple arbeitet mit ChatGPT zusammen: Diese KI-Funktionen können iPhone-Nutzer erwarten

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Apple arbeitet mit ChatGPT zusammen: Diese KI-Funktionen können iPhone-Nutzer erwarten

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    Wie geschaffen füreinander? Apple hat eine Kooperation mit OpenAI angekündigt und will in iPhone, iPad und Mac dessen Bot ChatGPT integrieren.
    Wie geschaffen füreinander? Apple hat eine Kooperation mit OpenAI angekündigt und will in iPhone, iPad und Mac dessen Bot ChatGPT integrieren. Foto: Matt Rourke, dpa (Symbolbild)

    Technik-Interessierte konnten sich in den vergangenen Monate vor Nachrichten aus dem Bereich Künstliche Intelligenz (KI) kaum retten. Branchen-Größen wie Microsoft und Google haben stark in den KI-Bereich investiert und auch Smartphone-Hersteller Samsung hatte bereits ein ganzes KI-Ökosystem für seine Geräte angekündigt. Der sonst so innovationsfreudige Konzern Apple blieb bei dem Thema in den vergangenen Monaten aber auffallend ruhig - nichts hinsichtlich KI-Plänen drang von dem kalifornischen Hersteller nach außen. 

    Bei der alljährlichen Worldwide Developer Conference (WWDC) von Apple hat sich das nun geändert, da das Unternehmen hier sein neues Betriebssystem iOS 18 vorstellte und seine Zusammenarbeit mit ChatGPT-Schöpfer OpenAI enthüllte. Doch was heißt das für iPhone-Nutzer? Wir haben uns angesehen, auf welche neuen KI-Features sich iPhone-Nutzer freuen dürfen. 

    Apple arbeitet mit ChatGPT zusammen - Das können iPhone-Nutzer in Zukunft von Siri, iOS und Co. erwarten

    Zum Start der WWDC 2024 enthüllte Apple-Chef Tim Cook, man sei eine strategische Partnerschaft mit dem Unternehmen OpenAI eingegangen, und werde dessen Chatbot in die eigenen Geräte integrieren. Geschehen soll dies über ein neues System, das den Namen "Apple Intelligence" trägt und von Cook als "der nächste große Schritt" bezeichnet wurde. Wir haben einen Blick in die Online-Präsentation der neusten Funktionen geworfen und zusammengefasst, wie ChatGPT laut Apple in Zukunft in iPhones - voraussichtlich schon der iPhone 16-Generation integriert werden soll: 

    • Erweiterte Siri-Integration: Von den Nutzern lange herbeigesehnt, soll Apples hauseigener Sprachassistent Siri endlich ein lang-erwartetes Upgrade bekommen. Durch die Integration von ChatGPT soll Siri intelligenter werden und auf komplexe Anfragen reagieren können, die spezialisiertes Wissen erfordern. Nutzer können Siri in Zukunft Fragen stellen, welches dann von der ChatGPT-Datenbank unterstützt wird, um eine fundierte Antwort zu geben. Dies soll Siri's Fähigkeit verbessern, im Alltag über die iPhone-Nutzung zu assistieren. Nutzer sollen mit Siri auch via Text interagieren können. Dies könnte sich laut dem Technik-Portal CNET als besonders nützlich erweisen, wenn das gesprochene Wort nicht ideal für eine Anfrage ist. Auch das Wallstreet Journal weist in einer Analyse darauf hin, dass Siri jetzt zu einem vollumfänglichen Assistenten "befördert" werden könnte.
    • Systemweite Schreibtools: Die neuen Schreibtools unterstützen Nutzer laut Apple darin, ihre Schreibarbeiten zu verbessern. Funktionen wie das Umschreiben von Texten, Grammatikprüfungen und Zusammenfassungen sind nun systemweit in iOS 18, iPadOS 18 und macOS Sequoia integriert. Diese Tools sind in iPhone-Anwendungen wie Mail, Notizen, Pages und sogar in Dritt-Apps verfügbar und unterstützen Nutzer dabei, den Ton und Stil ihrer Texte je nach Kontext anzupassen. Mit Funktionen wie "Rewrite", "Proofread" und "Summarize" können Nutzer verschiedene Textversionen auswählen, Grammatik und Stil mithilfe von ChatGPT verbessern und Textinhalte effizient zusammenfassen. Diese Tools sollen zukünftig nicht nur Vorschläge, sondern auch Erklärungen zu den vorgeschlagenen Änderungen liefern.
    • Image Playground: Nutzer sollen durch "Playground" schnell und einfach Bilder generieren können, die auf ihren Eingaben basieren. Dies umfasst eine Auswahl aus Stilen wie Animation, Illustration und Sketch und ist direkt in Apps wie Nachrichten integriert, kann aber auch in einer eigenständigen App genutzt werden. Bilder sollen so laut Apple noch stärker personalisiert werden können. Obwohl die direkte Verbindung zwischen Image Playground und ChatGPT weniger offensichtlich ist, da ChatGPT primär Texte und nicht Bilder verarbeitet, könnte die zugrundeliegende KI-Technologie für die Verarbeitung von Beschreibungen und die Auswahl passender Bildstile genutzt werden.
    • Genmojis: Diese neue Funktion ermöglicht es Nutzern, eigene Emojis (Genmojis) zu erstellen, indem sie einfach eine Beschreibung eingeben. Diese Genmojis können dann in Nachrichten verwendet oder als Reaktionen in Chats geteilt werden. Nutzer können auch Genmojis für Freunde und Familie, basierend auf deren Fotos, erstellen. Hier könnte laut CNET ebenfalls verstärkt die natürliche Sprachverarbeitung von GPT zum Einsatz kommen, um präzisere Emojis zu generieren.

    Wichtig im Kontext der Partnerschaft zwischen OpenAI und Apple: das "Private Cloud Compute"-Konzept. Apple hat angekündigt, dass die KI-basierten Anfragen auf Apples eigenen Servern verarbeitet werden sollen. Diese seien speziell gesichert, um zu gewährleisten, dass die Daten der Nutzer privat bleiben, während sie gleichzeitig genügend Rechenleistung böten, um komplexere Aufgaben, wie die Verarbeitung von größeren Datenmengen oder eben die Ausführung von KI-Modellen zu ermöglichen. 

    Glücklich sind über diese Form der Zusammenarbeit allerdings nicht alle. So hatte jüngst Tesla-Chef Elon Musk als wohl populärster Kritiker vor der Kooperation Apples mit OpenAI gewarnt. Er kündigte gar an, Apple-Geräte zukünftig in seinen Unternehmen verbieten zu wollen "wenn Apple sich auf Betriebssystem-Ebene in OpenAI integriert", was seiner Meinung nach eine "inakzeptable Sicherheitsverletzung" wäre. Allerdings hat Musk auch eine streitbare Geschichte mit OpenAI-Chef Sam Altman, da Musk an der Gründung von OpenAI beteiligt war, bevor er das Unternehmen im Jahr 2018 verließ. Musk hatte OpenAI laut dem Spiegel zwischenzeitlich verklagt und wirft dem Unternehmen vor, seine ursprüngliche Mission zum Wohle der Menschheit aufgegeben zu haben. Auch mit Apple verbindet Musk keine große Liebe mehr, seitdem der Tech-Konzern im vergangenen Jahr die Werbefinanzierung von X (ehemals Twitter) zurückzog, nachdem Musk einen antisemitischen Beitrag unterstützt hatte. 

    Übrigens: Während man bei der WWDC 2024 schon einiges zu den neusten Funktionen unter iOS 18 gehört hat, müssen sich Apple-Fans hinsichtlich des iPhone 16 und seiner Pro-Modelle noch mit Gerüchten begnügen. Ein faltbares iPhone 16 scheint bereits wieder vom Tisch zu sein, dafür dürften Gerüchten zufolge zwei neue Farben ins iPhone-Portfolio aufgenommen werden.

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