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  3. Wetter: Hitze steuert Deutschland an – heftige Brände in Südeuropa

Wetter
17.07.2022

Hitze steuert Deutschland an – heftige Brände in Südeuropa

Ein Canadair-Löschflugzeug ist nahe La Teste-de-Buch im Südwesten Frankreichs im Einsatz.
Foto: SDIS 33/Service Communication-Protocole via AP, dpa

Für Dienstag werden in Deutschland bis zu 40 Grad erwartet. Menschen in Südeuropa leiden seit Tagen teils unter noch höheren Temperaturen und Dürre. Vielerorts brennen Wälder.

Millionen Menschen in Südeuropa leiden seit Tagen unter Hitze, Dürre und verheerenden Waldbränden. Für Anfang der Woche wird auch in Deutschland eine Hitzewelle erwartet. Am Dienstag werden verbreitet Temperaturen über 35 Grad erreicht, im Westen bis zu 40 Grad, wie der Deutsche Wetterdienst mitteilte. In Bayern erwarten die Meteorloginnen und Meteorologen am Dienstag Temperaturen zwischen 30 und 38 Grad. Der deutsche Städte- und Gemeindebund warnt im Handelsblatt angesichts der Trockenheit grundsätzlich vor Wasserknappheit in einigen Regionen Deutschlands. Laut DWD wird es ab Mittwoch schon wieder kühler. Die sehr hohe Waldbrandgefahr bleibe angesichts der Trockenheit aber bestehen. In anderen Ländern Europas brennen viele Wälder bereits.

In Frankreich wurde wegen der Hitze zu absoluter Vorsicht aufgerufen. Der Wetterdienst Météo France verhängte Sonntag für fast die komplette Atlantikküste und weitere Gebiete im Westen die höchste Warnstufe. Die Hitze breite sich Richtung Norden aus. Den Höhepunkt der Hitze soll es im Westen Frankreichs am Montag geben. Die Temperaturen sollen auf 40 Grad oder mehr klettern. An der südfranzösischen Atlantikküste wurden in der Nacht zum Sonntag wieder Menschen vor einem Waldbrand in Sicherheit gebracht. Das Wiederaufflammen des Brandes auf trockenem Boden habe Campingplätze im Gebiet bei Teste-de-Buch südlich von Bordeaux erneut gefährdet, teilte die Präfektur mit. Bei der Tour de France trat aufgrund der Hitze das Extremwetter-Protokoll in Kraft. Dabei dürfen sich die Fahrer etwa vom Start weg bis zehn Kilometer vor dem Ziel verpflegen.

In großen Teilen Englands werden bis zu 40 Grad erwartet

Während Großbritannien zum Wochenanfang einen landeseigenen Hitzerekord erwartete, plante der britische Premierminister Boris Johnson für Sonntag eine private Party auf dem luxuriösen Landsitz Chequers, wie der Nachrichtensender Sky News berichtete. Die Regierung hatte zuvor wegen des erwarteten Hitzerekords bereits den Katastrophenfall ausgerufen und eine Sitzung des nationalen Krisenstabs Cobra einberufen. Dabei hatte sich Johnson am Samstag jedoch nicht blicken lassen. Der britische Wetterdienst gab für Montag und Dienstag eine rote Wetterwarnung wegen Hitze heraus - zum ersten Mal überhaupt. Erwartet werden in großen Teilen Englands bis zu 40 Grad. Der Temperaturrekord liegt bislang bei 38,7 Grad.

Video: AFP

In weiten Teilen Spaniens sollten die Temperaturen laut dem meteorologischen Institut Aemet auch am Sonntag auf deutlich über 40 Grad steigen. Die Zahl der Hitzetoten der vergangenen Tage in Spanien und Portugal geht nach offiziellen Angaben in die Hunderte. Bei den Opfern handele es sich in den meisten Fällen um Menschen, die wegen ihres hohen Alters oder einer Vorerkrankung bereits geschwächt gewesen seien, schrieb die spanische Zeitung La Vanguardia.

Erst ab Montag könnte es eine leichte Abkühlung auf Werte um die 35 Grad in Spanien geben. Ähnlich ist die Lage in Portugal. Aber die vielen Waldbrände werden durch den leichten Rückgang der Temperatur noch lange nicht gestoppt. Viel zu ausgedörrt sind die Wälder, knochentrocken nach einem regenarmen Winter und Frühjahr. 

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Griechenland verzeichnerte 119 Waldbrände an einem Tag

In Griechenland wurden von Samstag auf Sonntag binnen 24 Stunden 119 Waldbrände registriert. Die meisten Brände werden recht schnell gelöscht, manche wachsen sich jedoch zu Großbränden aus. So schwelte am Sonntag auf Kreta südlich der Hafenstadt Rethymno weiterhin ein Brand, der bereits am Freitag ausgebrochen war und zwischendurch Dörfer bedrohte, die evakuiert werden mussten. Schwierigkeiten bereiten vor allem die bisweilen starken Winde, die um diese Jahreszeit in der Ägäis wehen - sie können ein fast ersticktes Feuer im Nu wieder anheizen und vorantreiben. 

Auch in Italien haben die Feuerwehren an mehreren Orten wieder gegen Waldbrände gekämpft. Italien erlebt seit Wochen eine extreme Dürre, die die Flammen begünstigt. Auf Sizilien rückten die Einsatzkräfte nahe Palermo erneut zu einem Feuer in Montelepre aus. Medienberichten zufolge unterstützen zwei Löschflugzeuge und ein Hubschrauber die Helfer am Boden. Südlich der Stadt L'Aquila in den Abruzzen unterstütze ein Löschflieger aus Rom drei Feuerwehreinheiten am Boden, die dort gegen einen Waldbrand kämpften. Nahe Florenz rückten die Rettungskräfte in der Kommune Vinci ebenfalls zu einem Flächenbrand aus. In Bibione ist nach dem ausgedehnten Wald- und Buschbrand am Strand des norditalienischen Adria-Badeortes die Lage wieder unter Kontrolle. Zahlreiche Touristen hätten sich am Samstag bei den Behörden aus Sorge gemeldet, wegen der Brände dort ihren Urlaub nicht verbringen zu können, berichteten Medien. 

Deutsche Landespolitiker warnen vor den Folgen des Klimawandels

In Deutschland schlagen Landespolitiker wegen der Trockenheit Alarm. "Das, was wir jetzt erleben, gibt nur einen kleinen Vorgeschmack darauf, mit welchen Herausforderungen wir es in Folge des Klimawandels noch zu tun bekommen werden", sagte der niedersächsische Umweltminister Olaf Lies (SPD) dem Handelsblatt. Man müsse anders mit der kostbaren Ressource Wasser umgehen. Der brandenburgische Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) sagte: "Heute leiten wir einen Großteil unseres geklärten Abwassers in Flüsse ab, das dann in Richtung Nord- und Ostsee abfließt. Dabei müssten wir es eigentlich in der Region halten." Lies mahnte, die Folgen des Klimawandels "werden uns als Volkswirtschaft viele Milliarden kosten."

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Der deutsche Städte- und Gemeindebund warnt vor Wasserknappheit in einigen Regionen. Die Gartenbewässerung und das Füllen großer Pools mit Leitungswasser könne zum "echten Problem" werden. Rasensprenger verteilten in einer Stunde bis zu 800 Liter Trinkwasser. "Das kann die Versorgungsinfrastruktur in manchen Regionen an ihre Grenzen bringen", sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg dem Handelsblatt. Privathaushalte sollten im Rahmen ihrer Möglichkeiten Regenwasser auffangen. "In Einzelfällen können auch kommunale Verwendungsverbote notwendig sein." Landsberg verlangte "kommunale Hitzeaktionspläne", um Menschen vor gesundheitlichen Gefahren zu schützen. "Wir müssen in den Städten grüne Klimaoasen etablieren." In der Region jedoch fehlt es Kommunen an Konzepten gegen die Hitze.

Der Präsident von Deutschlands Landkreisen, Reinhard Sager, fordert seine Kollegen dazu auf, mehr zu tun, um die Widerstandsfähigkeit der Natur gegen die Folgen der Erderwärmung zu stärken. "Renaturierung, Wiedervernässung der Moore, weniger Bodenversiegelung: All das gehört auf die Agenda, auch auf kommunaler Ebene", sagte er der Neuen Osnabrücker Zeitung. (dpa/AZ)

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