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Viruserkrankung
11.05.2022

Wie lange ist man bei Corona positiv?

Antigen-Schnelltests können anzeigen, ob man noch ansteckend ist. Aber wie lange ist man positiv?
Foto: Christin Klose, dpa (Symbolbild)

Wann eine Corona-Erkrankung überstanden ist, ist oft unklar. Wie lange ist man positiv, wie lange infektiös? Und welche Unterschiede gibt es?

Der Start einer Corona-Infektion lässt sich oft leicht definieren: sobald das Virus in den Körper eingedrungen ist und sich zu vermehren beginnt, gilt man als positiv. Dass man Corona hat, bemerkt man dann anschließend meist Symptomen, beziehungsweise nach einem positiven Antigen-Schnelltest oder PCR-Test. Doch wie lange ist man dann positiv? Das kommt darauf an, welche Definition von "positiv" man betrachtet. Denn je nach Bereich – etwa medizinisch gesehen oder nach Corona-Verordnung – unterscheidet sich die Dauer, wie lange man als positiv gilt.

Corona-positiv: Wie lange ist man ansteckend?

Befindet sich das Virus im Körper, beginnt die Inkubationszeit. Diese kann mehrere Tage dauern, erst danach treten Symptome auf – doch schon vorher können andere Menschen mit Sars-Cov-2 angesteckt werden. Bei Corona liegt die Inkubationszeit laut dem Robert Koch-Institut (RKI) bei durchschnittlich etwa fünf bis sechseinhalb Tagen. Doch die Virusvarianten unterscheiden sich: „Möglicherweise haben die Virusvarianten Alpha bzw. Delta eine um etwa 1,5-2 Tage kürzere Inkubationszeit als der sogenannte Wildtyp, d. h. die Viren, die im Jahr 2020 zirkulierten.“

Zu der Inkubationszeit der aktuell vorherrschenden Omikron-Variante gibt es noch keine konkreten Aussagen. Das RKI verweist aber auf einige Studien, die darauf hinweisen, dass Omikron eine noch kürzere Inkubationszeit hat. So könnte es sich demnach um rund drei Tage. Am ansteckendsten sind Infizierte in den Tagen vor und nach dem Einsetzen der ersten Symptome. Laut der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung geht die Ansteckungsfähigkeit nach einer milden bis moderaten Erkrankung zehn Tage nach Beginn der Krankheitszeichen deutlich zurück. Die Betroffenen können aber auch wesentlich länger ansteckend sein: zum Beispiel, wenn die Erkrankung schwer war oder etwa eine Immunschwäche vorliegt. Das Ende des Ansteckungszeitraums von Person zu Person unterschiedlich aus.

Wie lange ist man positiv? So sind die Corona-Regeln

Nachdem eine Infektion nachgewiesen wurde – der PRC-Test also nachgewiesen hat, dass man positiv ist – muss man in Isolation. Am 28. April verständigten sich Bund und Länder darauf, die Isolationszeit von mindestens sieben auf fünf Tage zu verkürzen.

  • nach 5 Tagen ist die Isolierung beendet, wenn zuvor mindestens 48 Stunden Symptomfreiheit bestand
  • ein abschließender Test ist nicht verpflichtend, wird in den Leitlinien des RKI aber "dringend empfohlen".

Weitere Informationen finden Sie in den neuen Leitlinien des Robert-Koch-Instituts. Zudem gibt es in den Bundesländern unterschiedliche zusätzliche Regeln, diese finden Sie hier in einem Überblick der Bundesregierung.

Wie lange Positiv bei Corona? Das sagen die Schnelltests

Ein Antigentest ist dann eher positiv, wenn die Virusmenge, auch Viruslast genannt, im Nasen-Rachen-Raum groß ist. „Die Viruslast ist einen Tag vor Beginn von Krankheitszeichen am höchsten. Wenn die ersten Symptome auftreten, lässt sie bereits nach“, sagt Dr. Andreas Ambrosch, Leitender Arzt des Zentrallabors des Instituts für Labormedizin, Mikrobiologie und Krankenhaushygiene am Krankenhaus Barmherzige Brüder in Regensburg.

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Im Laufe der COVID-19-Erkrankung lässt die Viruslast im Nasen-Rachenraum meist rasch nach, spätestens mit dem Abflauen der Symptome wird meist auch der Schnelltest negativ.

Video: dpa

Wie lange positiv? PCR-Test wird nicht mehr negativ

In manchen Fällen kommt es aber auch vor, dass der PCR-Test auch noch Wochen nach abklingen der Krankheit nicht negativ wird. "Dass PCR-Tests auch Wochen nach einer Infektion noch ein positives Ergebnis liefern können, ist bekannt und wird sehr häufig beobachtet", so die Direktorin des Instituts für Medizinische Virologie am Universitätsklinikum Frankfurt, Sandra Ciesek. Der Grund dafür ist die Technik hinter den PCR-Tests. Diese sei "sehr sensitiv", erklärt die Virologin. "Es können also oft noch Rest-Mengen vom Erbgut des Virus nachgewiesen werden, auch wenn die Infektion eigentlich schon längst überstanden ist". So könne es auch passieren, dass ein PCR-Test negativ, der nächste aber wieder schwach positiv ausfalle. Derart schwache Ergebnisse müssten dann interpretiert werden. Ist die Virusmenge gering und die Infektion bekanntermaßen abgeklungen, könne man davon ausgehen, dass die Person trotz schwach positivem PCR-Test nicht mehr ansteckend sei.

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