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Zu Ostern nach Italien: Wie Sie den Stau am Brenner vermeiden können

Österreich

Zu Ostern nach Italien: Wie Sie den Stau am Brenner vermeiden können

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    Auf der Brennerautobahn in Richtung Italien kommt es in den Ferienzeiten regelmäßig zu Staus.
    Auf der Brennerautobahn in Richtung Italien kommt es in den Ferienzeiten regelmäßig zu Staus. Foto: penofoto.de, stock.adobe.com (Archivbild)

    Dem eher trüben deutschen Wetter entgehen und die Osterfeiertage lieber in wärmeren Gefilden im Süden verbringen? Das dürfte für viele Deutsche reizvoll klingen. Also ab ins Auto und über Ostern nach Italien fahren, vielleicht Richtung Gardasee oder nach Südtirol? Was normalerweise – je nach Startpunkt – eine Fahrt von wenigen Stunden ist, wird am Osterwochenende 2026 durch mehrere Faktoren erschwert.

    Erstens kann die Brennerautobahn – laut mautwelt.de ist das in Österreich die A 13, der daran anschließende italienische Abschnitt ist die Autostrada A22 – seit 2025 wegen einer Baustelle an der Luegbrücke in beiden Richtungen an vielen Tagen nur einspurig befahren werden, wie die österreichische Autobahnen- und Schnellstraßen-Finanzierungs-Aktiengesellschaft (ASFINAG) informiert. Das führt zu teils langen Wartezeiten für Autofahrer. Und zweitens warnt der ADAC vor Staugefahr an Ostern – die meisten deutschen Bundesländer haben zwischen Ende März und Anfang April Osterferien. Wer jetzt auf die Idee kommt, die freie Zeit in Österreich oder Italien zu verbringen, dürfte damit nicht alleine sein. Der ADAC rechnet mit dem größten Staurisiko in den Tagen vor und nach dem Osterfest, also am 1., 2. und 6. April 2026 sowie dem darauffolgenden Wochenende vom 10. bis 12. April 2026.

    Um diesem Verkehrschaos zu entgehen, können Reisende ihre Fahrt entweder an bestimmten Tagen und Uhrzeiten planen, an denen voraussichtlich weniger Autos unterwegs sind. Oder sie entscheiden sich für eine alternative Route statt der Brennerautobahn. Welche Möglichkeiten es gibt, erfahren Sie hier.

    Ostern nach Italien: Wann kann man dem Stau am Brenner entgehen?

    Die gute Nachricht zuerst: An Tagen mit erhöhtem Verkehrsvorkommen, wie Ferienzeiten und Feiertagen, wird an der Luegbrücke eine temporäre Zweispurigkeit durch eine besondere Verkehrsführung eingerichtet, um lange Verzögerungen und Staus zu verringern, informiert die ASFINAG. Für Ostern betrifft das laut dem Fahrkalender 2026 der Autobahngesellschaft Mittwoch, den 1. April bis Samstag, den 4. April – großteils sogar mit Lkw-Fahrverbot – sowie Montag, den 6. April, Dienstag, den 7. April und Donnerstag, den 9. April 2026.

    Doch laut der Automobilzeitschrift Auto, Motor und Sport ändern die zweispurige Verkehrsführung und Lkw-Fahrverbote auf der A 13 nur wenig an der starken Belastung rund um Ostern. Autofahrer müssten dennoch mit Stau rechnen. Deshalb empfiehlt die Zeitschrift, früh zu starten oder bewusst auf diese Zeitfenster auszuweichen:

    • Durchfahrt in der Brenner-Region entweder vor 6 Uhr oder nach 20 Uhr
    • Losfahren am Dienstag oder Mittwoch vor Ostern
    • Nutzung des Ostersonntags bei geringerem Verkehrsaufkommen
    • Rückreise nicht am Ostermontag starten

    In diesen Zeiträumen ist der Verkehr laut Auto, Motor und Sport noch nicht so stark oder schon wieder rückläufig. Auch der ADAC empfiehlt, möglichst frühmorgens loszufahren oder auf weniger verkehrsreiche Tage unter der Woche auszuweichen.

    Übrigens: Im Baustellenbereich der Brennerautobahn gilt laut ADAC eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 60 Kilometern pro Stunde. Autofahrer sollten sich daran halten, denn auf der Luegbrücke wurde ein modernes System installiert, das zur Bußgeldfalle werden kann.

    Stau am Brenner zu Ostern: Welche alternativen Routen gibt es?

    Die Brennerautobahn ist die bekannteste und direkte Route von Österreich nach Italien – aber nicht die Einzige. Eine naheliegende Alternative ist dem ADAC zufolge die Brennerbundesstraße (B 182) beziehungsweise Brennerstaatsstraße (SS 12). Jedoch ist auch sie häufig überlastet, wenn am Brenner Stau herrscht. Deshalb wird eine großräumige Umfahrung über Gotthard oder San Bernardino in der Schweiz oder die Tauernautobahn östlich vom Brenner empfohlen – wobei auch dort Staugefahr besteht.

    Auto, Motor und Sport informiert, dass die Strecke durch die Schweiz über den Gotthard-Tunnel ganzjährig passierbar und besonders für Ziele in Norditalien westlich des Gardasees geeignet ist. Wer weiter östlich nach Italien fahren möchte, kann die Tauernroute über Salzburg und Villach nutzen: Sie ist durchgehend autobahntauglich und bei Wohnmobilfahrern beliebt. Engstellen bilden vor allem die Tunnelabschnitte, besonders bei starkem Verkehr. Der San-Bernardino-Korridor dient häufig als Ausweichroute, wenn sich vor dem Gotthard Staus bilden. Er ist weniger bekannt und kann bei guter Planung Zeit sparen. Der Reschenpass stellt eine Alternative nach Südtirol ohne Autobahnmaut dar. Allerdings können aktuelle Bauarbeiten und begrenzte Kapazitäten auch auf dieser Strecke zu Verzögerungen führen.

    Je nach Start- und Zielort nennt der ADAC zudem die Felbertauernstraße östlich vom Brenner und die Pyhrnautobahn ganz im Osten von Österreich als Alternativen zum Brenner. Das Timmelsjoch und der Stallersattel sind hingegen laut ADAC als Ausweichroute ungeeignet: Diese Pässe sind im Winter gesperrt, im Sommer gibt es auf den steilen, teils einspurigen Straßen zudem Beschränkungen für Wohnmobile.

    Fazit: Es gibt zwar Alternativen zur Brennerautobahn, diese sind jedoch ebenfalls nur begrenzt belastbar. Den größten Einfluss auf die Fahrtdauer hat laut Auto, Motor und Sport der gewählte Reisezeitpunkt. Wer Stoßzeiten vermeidet und flexibel plant, erreicht sein Ziel voraussichtlich entspannter und ohne große Staus. Für aktuelle Verkehrsinformationen auf der Brennerautobahn und der Luegbrücke können Reisende zudem die Echtzeit-Reiseinformationen auf der Webseite der ASFINAG nutzen. Dort stehen Informationen zu Verkehrsbehinderungen sowie Empfehlungen für alternative Routen bereit.

    Auch interessant: Urlauber, die nach oder durch Österreich fahren, sollten nicht vergessen, dass es dort für die Nutzung von Autobahnen und Schnellstraßen eine Vignettenpflicht gilt. Wichtig zu wissen: Ab 2027 gibt es kein „Pickerl“, also keine Klebe-Vignette mehr, sondern nur noch die digitale Vignette.

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