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15.10.2018

Abgestürzt: Was die Landtagswahl für die CSU und Bayern bedeutet

Lange Gesichter gab es am Wahlabend nicht nur bei CSU-Chef Horst Seehofer und Ministerpräsident Markus Söder. Die Mitglieder der CSU waren alle enttäuscht über die Ergebnisse.
Bild: Michel Kappeler, dpa

Die Wahlergebnisse stellen Bayern auf den Kopf. Im Podcast "Bayern-Versteher" sprechen wir über Folgen für die CSU, mögliche Koalitionen und das rätselhafte "Bayern-Gen".

Bayern hat gewählt - und nichts ist so, wie es bei den Landtagswahlen zuvor war: Söders CSU ist weit entfernt von der absoluten Mehrheit und muss sich einen Koalitionspartner suchen, die SPD halbiert ihr Ergebnis und liegt nun nur noch bei unter zehn Prozent - und mit FDP und AfD haben es nun sechs Parteien in den Bayerischen Landtag geschafft.

Sonderausgabe des "Bayern-Versteher" zur Landtagswahl

Die Grünen gehen als strahlende Gewinner aus der Wahl hervor. Genauso wie die Freien Wähler haben sie das Potenzial, gemeinsam mit der CSU eine Regierungskoalition zu bilden. Wirklich groß ist die Chance auf Schwarz-Grün in Bayern aber nicht, denn noch am Wahlabend lässt Söder durchblicken, dass er ein Bündnis mit den Freien Wählern bevorzugt.

In der Sonderausgabe unseres Podcasts "Bayern-Versteher" sprechen Chefredakteur Gregor Peter Schmitz und Michael Stifter, Leiter des Ressorts "Politik und Wirtschaft", über die Ergebnisse der Landtagswahl und ordnen die Folgen für Bayern ein.

Abgestürzt: Was die Wahl für die CSU bedeutet - Jetzt reinhören!


Wie geht es nun weiter - mit Markus Söder, mit der CSU und mit dem Freistaat Bayern? Dieser Frage gehen die beiden nach. Sie sprechen über das Potenzial möglicher Koalitionen, über die missliche Lage von Natascha Kohnen und der SPD sowie über das rätselhafte "Bayern-Gen", von dem Ex-Ministerpräsident Edmund Stoiber spricht - und welche Rolle es womöglich im Wahlkampf gespielt hat.

Alle Folgen des "Bayern-Versteher" finden Sie bei iTunes, Soundcloud und Co. - und hier auf unserer Podcast-Sonderseite.

Wir wollen wissen, was Sie denken: Die Augsburger Allgemeine arbeitet daher mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey zusammen. Was es mit den repräsentativen Umfragen auf sich hat und warum Sie sich registrieren sollten, lesen Sie hier.

 

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15.10.2018

Alleinstehende bilden Großteil am-Nichtwähleranteil

Genug Vielfalt gab es bei der diesjährigen Bayernwahl. Das hat rund 9% Wähler mehr an die Urnen gelockt, die sich und ihre politischen Erwartungen in anderen Wahlprogrammen wiederfanden, als in denen der Volksparteien. Ein Erfolg in diesem Sinne ist, dass die CSU einen solchen Verlust erlitt und die SPD nur noch hinter der AFD liegt. Die wird durch diese hohen Wählerverluste bei den Sozis, ins Landesparlament einziehen. Das ist nicht im Sinne von Alleinstehenden. Aber die Volksparteien schwächeln und konservative Kreise haben, wie die Freien Wähler in Bayern, andere Inhalte nach vorne gebracht, als die christlicher Volksvertreter. Aber auch bei denen steht Familie im Mittelpunkt. Eine Thematik, die kaum einen Alleinstehenden an die Urne lockt.

Die Grünen haben ordentlich zugewonnen, aber wohl weniger durch Alleinstehende, die sich auch in ihrem Programm nicht wiederfanden. Die FDP ist zu unwichtig. Als altbekanntes Zünglein an der Waage, hat sie noch immer nicht genug Freiheit entwickelt, Alleinstehende mit für sie interessanten Inhalten, für sich zu gewinnen. Nun hat ihr die Speichelleckerei nur um die 5 % gebracht. Das reicht für ein bürgerliches Lager und vielleicht den notwendigen Denkanstoß bei der zweitstärksten Partei Bayerns, die Förderung Alleinstehender als zukunftsfähigen Programmpunkt für das dritte Jahrtausend, mit dem Ziel, Deutschland zu einem Paradies für alle lebenswert zu gestalten und a priori zu vertreten.

Denn in den Städten Europas wächst der Anteil von Einpersonenhaushalten, die von potentiellen Wählern betrieben werden, kontinuierlich. In Bremen, der zehntgrößten Stadt in Deutschland, leben hiervon weit über 140.000. Bremen ist rot-grün regiert. Sein linksdrehender Bürgermeister ist auch deshalb nur der zehntbeliebteste Bürgermeister einer Stadt im bundesweiten Vergleich, da er Alleinstehende ignoriert, die sich als Nichtwähler, über die Verhältnisse in der Stadt, die in der Opposition nicht einmal ernstzunehmende Christen aufweist, empören. In Luzern wird ihr Anteil an der Stadtbevölkerung auch immer Größer, wie Der Luzerner gerade berichtete. Die Linke, von der bestimmt alle Anhänger zur Bayern-Wahl gegangen sind, hat gezeigt, wie überflüssig sie auch dort ist.

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