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Kramp-Karrenbauer

19.11.2020

AKK reagiert auf Macron-Vorwürfe: "Liebe Frankreich heiß und innig"

Exklusiv Frankreichs Präsident Macron hatte Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer kritisiert. Im Gespräch mit unserer Redaktion sagt sie: "Als Saarländerin bin ich eine sehr frankophile Person."

Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer ( CDU) hat die Vorwürfe von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron zurückgewiesen, sie ziehe die falschen Lehren aus der Geschichte und blockiere das europäische  Nachdenken über mehr Unabhängigkeit von den USA in Sicherheitsfragen. Kramp-Karrenbauer sagte bei unserer Veranstaltungsreihe "Augsburger Allgemein LIVE" am Mittwochabend: "Als Saarländerin bin ich eine sehr frankophile Person, ich kenne Frankreich sehr gut und liebe Frankreich heiß und innig. In einem großen Teil sind Präsident Macron und ich uns sehr einig, nämlich dass wir Europäer mehr tun müssen für unsere eigene Sicherheit und Verteidigung. Worum es am Ende geht ist die Frage: Tun wir es, um ein besseres Verhältnis mit den USA zu haben – oder tun wir es, um ohne die USA und ohne Nato zurecht zu kommen? Und ich bin der festen Überzeugung: Wir werden immer noch die Nato und gute amerikanische Verbündete brauchen."

AKK zu Macrons Vision einer europäischen Armee: "Eine Vision, die wir teilen"

Zu Macrons Vision einer europäischen Armee sagte Kramp-Karrenbauer: "Das ist eine Vision, die wir teilen. Ob das am Ende eine europäische Armee ist oder eine Armee der Europäer, darüber kann man streiten. Aber dass wir gemeinsam als Europäer in den Einsatz gehen wollen und dass wir auch gemeinsam auch Verteidigungssysteme für die Zukunft entwickeln wollen, das ist völlig unbestritten. An der Vision arbeiten wir und an der halten wir fest. Und in der Debatte kommt gut zusammen, was Deutschland und Frankreich immer verbunden hat: visionäres Denken, aber auch der Pragmatismus, der in der Umsetzung dazu gehört."

Frankreichs Präsident Macron hatte Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer zuletzt kritisiert und ihr vorgeworfen, die falschen Lehren aus der Geschichte zu ziehen.
Bild: Thibault Camus, dpa

Kramp-Karrenbauer über Macron: "Immer in guter deutsch-französischer Freundschaft"

Zur Frage, weshalb der französische Präsident ausgerechnet die deutsche Bundesverteidigungsministerin kritisiere, sagte Kramp-Karrenbauer: "Es geht um eine sehr strategische Frage, eine Debatte, die ja schon vor einigen Monaten aufgesetzt worden ist, als auch aus Frankreich zu hören war, die Nato sei hirntot." Nun sei es eher "Zufall", dass sie sich dazu gerade geäußert habe und daher nun im Dialog mit Präsident Macron dazu stehe – aber "immer in guter deutsch-französischer Freundschaft". (AZ)

Oder Sie lesen unsere Zusammenfassung: AKK will sich von Donald Trump nicht verrückt machen lassen

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19.11.2020

Es dürfte zu hinterfragen sein, was denn mit einer europäischen Armee bezweckt werden soll? Ausschalten der nationalen Parlamente?, Durchsetzung der wirtschaftlichen Interessen?, anderes?. Bei den ersten beiden Fragen ist zwar ein Fragezeichen dahinter, aber das ist wohl eher keine Frage sondern Wirklichkeit.
Man könnte meinen, Frieden ist etwas unwirkliches. Wer sich Bilder aus Kriegsgebieten z.B. Libyen und Syrien ansieht der sollte auch die Schuldfrage stellen. Und noch etwas dazu, Gaddafi war zwar bestimmt kein Heiliger, aber den Menschen ging es bedeutend besser, bevor die "westliche Wertegemeinschaft" eingegriffen hat. In Syrien und anderen Ländern wird es nicht anders sein.
Weil Krieg immer auch bedeutet, dass die (westliche) Wirtschaft Umsatz macht. Menschen sind Kollateralschäden = Nebensache.

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