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Terror der Taliban

22.06.2020

Afghanistan: Fast 300 tote Sicherheitskräfte in einer Woche

Mitglieder der afghanischen Sicherheitskräfte am Ort eines Anschlags in Kabul.
Bild: Jawid Omid/XinHua/dpa

In Afghanisten wird offiziell von der blutigsten Woche seit fast zwanzig Jahren gesprochen: Trotz geplanter Friedensgespräche attackieren die radikal-islamischen Taliban fortlaufend die Repräsentanten des Staates.

Trotz geplanter Friedensgespräche sind in Afghanistan innerhalb einer Woche 841 Angehörige der Sicherheitskräfte getötet oder verwundet worden.

Wie der nationale Sicherheitsrat am Montag mitteilte, gab es in 32 der 34 Provinzen insgesamt 422 Angriffe der militant-islamistischen Taliban. Dabei seien 291 Soldaten und andere Sicherheitskräfte getötet und 550 verletzt worden. Der Sicherheitsrat sagte, es sei die "blutigste Woche seit 19 Jahren".

Gewöhnlich veröffentlicht die Regierung keine Daten zu den Verlusten eigner Kräfte, der Sicherheitsrat hatte jedoch vor einer Woche bereits eine ähnliche Statistik herausgegeben.

Afghanistan: Fast 300 tote Sicherheitskräfte in einer Woche

Am Montag töteten bewaffnete Unbekannte zwei Staatsanwälte, zwei ihrer Mitarbeiter und einen Fahrer, wie ein Polizeisprecher sagte. Die Justizbeamten seien auf dem Weg zur Haftanstalt in Bagram nördlich von Kabul gewesen.

Die afghanische Regierung und die Taliban planen Friedensgespräche, um den Konflikt im Land zu beenden. Trotz einer kurzen Waffenruhe am Ende des Ramadans flammte die Gewalt jüngst wieder auf. Auch ein Gefangenenaustausch - der Vertrauen bilden soll - kommt immer wieder ins Stocken. "Ohne Gewaltreduzierung wird ein Friedensschluss mit Problemen und Verzögerungen konfrontiert", hieß es in der Mitteilung.

Die USA hatten mit den Taliban am 29. Februar in Doha (Katar) ein Abkommen unterzeichnet. Dieses sieht einen Abzug der internationalen Truppen vor und soll den Weg für innerafghanische Friedensgespräche bereiten. Bis zu 5000 Taliban sollten im Tausch gegen 1000 Gefangene der Rebellen freikommen. Die afghanische Regierung war nicht an dem Deal beteiligt worden, was zu Spannungen führte. (dpa)

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