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  3. Alexander Gauland: AfD-Vize kämpft für "Mohrenköpfe" und "Zigeunerschnitzel"

Alexander Gauland
30.12.2016

AfD-Vize kämpft für "Mohrenköpfe" und "Zigeunerschnitzel"

Die AfD will politisch umstrittene Begriffe wie «Mohrenkopf» und «Zigeunerschnitzel» wieder salonfähig machen. Das sagte der stellvertretende Parteichef Alexander Gauland.
Foto: Bernd Settnik/Archiv (dpa)

Die AfD will politisch umstrittene Begriffe wie "Mohrenkopf" und "Zigeunerschnitzel" wieder salonfähig machen. Ein Vorbild dabei ist der designierte US-Präsident Donald Trump.

Die AfD will politisch umstrittene Begriffe wie "Mohrenkopf" und "Zigeunerschnitzel" wieder salonfähig machen. Es sei völlig überzogen, "den Leuten zu verbieten, Mohrenköpfe zu essen - nicht weil das nicht schmeckt, sondern weil das Wort "Mohrenkopf" ein rassistischer Begriff sei", sagte der stellvertretende Parteichef Alexander Gauland. Im täglichen Umgang mit diesem und ähnlichen Begriffen habe ein "Irrsinn" um sich gegriffen, der zeige, "dass hier eine sogenannte Kulturrevolution völlig übertrieben worden ist".

Rehabilitieren will der 75-jährige auch das "Zigeunerschnitzel". Er selbst verwende immer noch das Wort "Zigeuner", betonte Gauland. "Ich kann ja auch nicht die Operette "Der Zigeunerbaron" in "Sinti-und-Roma-Baron" umbenennen", fügte er hinzu.

AfD kritisiert Gleichstellung von Männern und Frauen

Ein Vorbild im Kampf gegen die politisch korrekte Sprache sieht Gauland im designierten US-Präsidenten Donald Trump. Dessen Wahl sei "eine kulturelle Reaktion" auf eine Entwicklung, die es auch überall in Europa gebe, sagte der Partei-Vize.

Die AfD geht als großer Gewinner aus den Landtagswahlen 2016 in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt hervor. Das freut Bundesvorsitzende Frauke Petry. Die AfD-Chefin sorgte im Januar für Schlagzeilen, als sie in einem Interview forderte, illegale Grenzübertritte im äußersten Notfall auch mit Waffengewalt zu verhindern. Das sind die weiteren Spitzenpolitiker der AfD.
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Petry, Höcke und Co.: Wer in der AfD den Ton angibt
Foto: Wolfgang Kumm/dpa

Doch die AfD hat nicht nur ein Problem mit neuen Begriffen. Sie will auch gesellschaftliche Entwicklungen rückgängig machen. Gauland kritisierte, bei der Gleichberechtigung der Geschlechter sei jedes Maß verloren gegangen. Die "Gender-Mainstreaming" genannte Strategie zur Förderung der Gleichstellung bezeichnete er als "Unsinn". Er sagte: "Wenn US-Präsident Barack Obama entscheiden muss, ob Weiblein, die sich als Männlein fühlen, aber trotzdem nur weibliche Geschlechtsorgane haben, auf eine Männer-Toilette gehen können, dann müssen Sie sagen, das ist nur noch Schwachsinn." dpa/AZ

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