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Midterm-Wahlen

07.11.2018

Amerikanische Ureinwohnerinnen ziehen erstmals in Kongress ein

Deb Haaland hat amerikanische Ureinwohner, die zwei Prozent der US-Bevölkerung ausmachen, unermüdlich dazu ermutigt, wählen zu gehen.
Bild: Mark Ralston, afp

Sharice Davids und Deb Haaland gewinnen Sitze für die Demokraten - und sorgen damit für Historisches im US-Kongress.

Zwei Kandidatinnen der demokratischen Partei haben Geschichte geschrieben und sind am Dienstag als erste amerikanische Ureinwohnerinnen in den US-Kongress gewählt worden. Sharice Davids und Deb Haaland gewannen in den US-Bundesstaaten Kansas und New Mexico, wie US-Sender berichteten.

Die 38-jährige Davids, Anwältin und ehemalige Kampfsportlerin, behauptete sich im Wahlkreis Kansas City gegen den bisherigen republikanischen Mandatsträger Kevin Yoder. Die 57-jährige Haaland setzte sich gegen die Republikanerin Janice Arnold-Jones und gegen Lloyd Princeton von der Libertären Partei durch.

Die beiden Frauen gehören zu einer Rekordzahl amerikanischer Ureinwohnern, die sich bei den Wahlen auf Sitze im Kongress, auf Gouverneursposten und auf andere Ämter beworben hatten. Davids ist Tochter einer alleinerziehenden Armeeveteranin und lebt offen homosexuell in dem traditionell konservativen US-Bundesstaat Kansas. "Stark, unverwüstlich, indigen", stand auf einem T-Shirt, das Davids in einem ihrer Wahlwerbespots trug.

Haaland: "Wir brauchen echte Menschen, die über unsere Probleme sprechen"

Haaland ist eine namhafte Gemeindeaktivistin in einem traditionell demokratischen Wahlkreis. Unermüdlich hat sie amerikanische Ureinwohner, die zwei Prozent der US-Bevölkerung ausmachen, dazu ermutigt, wählen zu gehen. Als Freiwillige half sie den demokratischen Präsidentschaftskandidaten John Kerry und Barack Obama bei ihren Wahlkämpfen. "Wir brauchen echte Menschen, die über unsere Probleme sprechen", sagte Haaland der AFP in einem Interview vor der Wahl.

Haaland und Davids sind zwei der Demokraten, die Sitze im Repräsentantenhaus von Donald Trumps republikanischer Partei erobern konnten und somit dazu beitragen, dass die Demokraten dort künftig die Mehrheit innehaben. (afp)

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