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An einer Frauenquote führt (noch) kein Weg vorbei

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Kommentar Von Detlef Drewes
05.11.2019

Seit 40 Jahren wird gestritten, seit 40 Jahren sind die Argumente dieselben. Solange Gleichstellung nicht selbstverständlich ist, müssen feste Regeln her.

Deutschland wird seit Jahren von einer Frau regiert, die Europäische Kommission demnächst auch. Österreich und Belgien griffen zumindest als Ersatz zwischen zwei amtierenden Regierungen auf Politikerinnen zurück. Und doch ist es eben nicht die ganze Wirklichkeit in Europa, wie die Studie des Rates der Gemeinden und Regionen jetzt wieder dargelegt hat.

Seit fast 40 Jahren wird über die Frauenquote gestritten

Seit fast 40 Jahren wird über eine feste Frauenquote gestritten. Die CSU-Führung geriet mit der Forderung nach einer festen Quote auf Kreisverbandsebene eben erst ins Straucheln. Die Gegenargumente haben vier Jahrzehnte überdauert: Es geht auch ohne Quote. Und: Wir haben nicht genügend Frauen.

Das ist ein ärmlicher Einwand, weil er lediglich beweist, dass die politische Teilnahme nach wie vor Männersache ist. Die Autoren leiten daraus die Forderung nach mehr Qualifizierung von Frauen für das politische Tagesgeschäft und Führungspositionen ab. Das ist Unsinn: Als ob alle Männer in Parlamenten und Top-Jobs je dafür qualifiziert wurden. Tatsächlich müsste Gleichstellung in politischer Verantwortung so selbstverständlich sein, dass es keiner Quote bedarf. Solange das aber offensichtlich nicht der Fall ist, geht an festen Regeln für die Beteiligung von Politikerinnen kein Weg vorbei.

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