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Analyse
27.09.2016

Clinton siegt im TV-Duell - doch auch Trump hat gepunktet

Der erste Schlagabtausch zwischen Hillary Clinton und Donald Trump.
Foto: Rick Wilking (dpa)

Hillary Clinton hat im ersten TV-Duell gegen Donald Trump wie erwartet den besseren Auftritt geliefert. Doch auch er wird keine ganz schlechte Bilanz ziehen. Eine Analyse.

Clinton hat wie erwartet den besseren Auftritt geliefert: Beim ersten direkten TV-Duell gegen Donald Trump, ihren Rivalen im Kampf um die US-Präsidentschaft, bot sie inhaltliche Substanz, wirkte souverän, locker und konzentriert.

Trump verpasste eine weitere Chance, seine Pläne in nennenswerten Ausmaß zu konkretisieren, fiel Clinton mehrfach ins Wort und schrammte mit seinen Pointen gelegentlich an den Grenzen des guten Geschmacks entlang. Trotzdem wird auch er keine schlechte Bilanz ziehen: Für ihn ging es in erster Linie darum, gegen die erfahrene ehemalige First Lady, Senatorin und Außenministerin 90 Minuten zu überstehen, ohne sich lächerlich zu machen. Das ist ihm gelungen - wo er Clintons Angriffen nichts entgegenzusetzen hatte, lenkte er meist wirkungsvoll zu anderen Themen über.

Trumps zweite Hürde war noch niedriger: Er musste die zahlreichen Wähler, die Clinton nicht leiden können, davon überzeugen, dass er nicht das Monster ist, als dass ihn die Medien zeichnen, und also wählbar. Und auch Trump blieb für seine Verhältnisse ruhig. Im Vergleich mit dem Vorwahlkampf präsentierte er sich am Montagabend als bekümmertes Lamm. Dazu gehörte nicht zuletzt die mehrfache Versicherung, mit Clinton gelegentlich einer Meinung zu sein: Hört her, so die Botschaft, dieser Mann ist über den Washingtoner Parteienkrieg erhaben und kann das Land einen.

Bei einem Wahlkampfauftritt deutete Donald Trump am Dienstag an, dass nur Waffenfreunde seine Rivalin Hillary Clinton aufhalten könnten. Das Wahlkampfteam des Republikaners versuchte, diesen Verdacht zu zerstreuen. Trump habe lediglich gesagt, dass die Waffenfreunde in hoher Zahl in November zur Wahl gehen und geschlossen gegen Clinton und für Trump stimmen würden.
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Die provokantesten Sprüche von Donald Trump
Foto: Andrew Gombert, dpa (Symbolbild)

Trump hat in den 90 Minuten eine Menge Falschbehauptungen wiederholt, und seine Hardcore-Fans werden sich nicht die Mühe machen,  ihren Wahrheitsgehalt zu prüfen. Die Mehrheit der Wähler weiß aber, dass es Trump war und nicht Clinton, der jahrelang die Staatsbürgerschaft des ersten schwarzen Präsidenten der USA in Zweifel gezogen hat.

Freilich glauben Fachleute, dass Körpersprache und optischer Eindruck bei Fernsehdebatten noch wichtiger sind als das Gesagte. Auf viele, die sich nach frischem Wind sehen, wird Trump dynamischer und dominanter gewirkt haben. Seine Tendenz, Clinton und selbst dem Moderator ins Wort zu fallen, kann sich jedoch auch rächen.

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Viele Beobachter hatten vor dieser Debatte einen klaren Verlierer erwartet, je nachdem, wer ihr seinen Stil würde aufdrücken können. Ganz so eindeutig ist das Ergebnis nicht ausgefallen. Aber eine Blitzumfrage von Public Policy Polling ergab doch eine Tendenz: 51 Prozent der Befragten sahen Clinton als Siegerin dieser Debatte, 40 Prozent Trump.

Noch größer war der Abstand bei jüngeren Wählern, die Clinton bislang nicht im erwünschten Ausmaß ansprechen konnte. Sie darf hoffen, mit inhaltlicher Substanz weiter zu punkten. Allerdings sollte sie auch an ihrer Begeisterungsfähigkeit arbeiten: Trumps Talent, aus einfachen Sätzen Aufbruchsstimmung zu zaubern, ist eine mächtige Waffe. Wer die Menschen unterschätzt, bei denen es wirkt, begeht einen schweren Fehler.

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Die Diskussion ist geschlossen.

27.09.2016

Es wird so wie bei jedem ähnlichen Duell sein:

- jede Seite wird behaupten, daß ihr Duelleant der bessere war

- und die Presse ist natürlich auf HCs Seite - selbst wenn sie garnicht mitgemacht hätte.

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27.09.2016

Die Mehrheit der Wähler weiß aber, dass es Trump war und nicht Clinton, der jahrelang die Staatsbürgerschaft des ersten schwarzen Präsidenten der USA in Zweifel gezogen hat....

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Clinton und der schwarze Präsident, also die Demokraten waren nicht in der Lage die Wirtschaftskraft der USA zu steigern .... bzw. waren nur US-Insolvenzverwalter mit Roten Socken .....

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Jedenfalls Trump steht für einen sicherern US-Staat (wie 1950/60), niedrige Zinsen in den USA, sowie niedrige Steuern ....... 39% ist viel zu hoch für Wirtschaftswachstum.

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Auch hat Donald Trump völlig Recht, dass die Kosten der US-Streitkräfte, auch auf andere NATO-Staaten, sowie auf Japan umgeltgt werden müssen ....

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Wieso sollen die US-Bürger, 650 Milliarden USD für die US-Nato-Truppen aus eigner Tasche zahlen ?

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Auch wies der Zukünftige US Präsident D.Trump, auf die Schrecklich US-Handelsbilanz hin, die ausgeglichen werden muss.

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Fazit:

Jedenfalls mit D.Trump hat die USA ein Geschäftsmann als Präsident ..... da müssen sich die Europäer,Japaner,Araber und Chinesen warm anziehen, und umdenken ..... und lernen mit den USA die Globale Wertschöpfung umzuverteilen.

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