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Anti-Euro-Partei
20.04.2013

Schäuble warnt vor Wechsel zur AfD

Das Logo der Partei Alternative für Deutschland (AfD).
Foto: Peter Endig (dpa)

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat bisherige Unionswähler davor gewarnt, bei der Bundestagswahl für die neue Anti-Euro-Partei Alternative für Deutschland (AfD) zu stimmen.

Schäuble warnt vor Wahl der AfD: "Jede Stimme, die wir am Ende bei der Bundestagswahl nicht bekommen, kann die sein, die CDU, CSU und FDP zur Mehrheit fehlt", sagte Schäuble der "Wirtschaftswoche". "Jeder muss sich selbst fragen: Will ich, dass eine andere Regierung gewählt wird?"

Schäuble: AfD "Ausdruck von Sorgen der Bürger"

Schäuble räumte aber ein, dass die AfD ein "Ausdruck von Sorgen und Bedenken von Bürgern" sei. "Diese Besorgnisse müssen wir ernst nehmen."

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Johannes Kahrs stufte einen Parlamentseinzug der Euro-kritischen Partei als möglich ein, solange sie nicht in eine rechtsradikale Richtung abdriftet. "Acht bis zehn Prozent sind drin", sagte Kahrs, dessen Partei dann rechnerisch doch noch Chancen auf eine Mehrheit hätte, dem Focus. Dem Magazin zufolge stieg die Partei nach einer Umfrage des Insa-Instituts innerhalb einer Woche um einen Punkt auf vier Prozent.

AfD grenzt sich entschieden von der NPD ab

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) sieht keine Gefahr, dass die AfD durch Rechtsradikale unterwandert wird. Er glaube nicht, "dass die Neonazis dort zum Zuge kommen", sagte Friedrich der Bild am Sonntag. "Sollte hier ein wirkliches Problem entstehen, müssten sich die zuständigen Behörden damit befassen."

AfD-Chef Bernd Lucke hat bereits einen klaren Trennungsstrich zur NPD gezogen und Ausschlussverfahren gegen Mitglieder mit "NPD-Ansichten" angekündigt. dpa

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