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Arbeitslosengeld
08.04.2013

Schärfere Kontrolle bei kranken Hartz-IV-Empfängern

Die Bundesagentur für Arbeit will einem Bericht zufolge Hartz-IV-Empfänger in Zukunft schärfer kontrollieren.
Foto: Andreas Gebert/dpa

Die Bundesagentur für Arbeit will einem Bericht zufolge Hartz-IV-Empfänger in Zukunft schärfer kontrollieren. Wer blau macht, muss mit harten Konsequenzen rechnen.

Hartz IV-Empfänger, die sich häufig krank melden, müssen sich auf schärfere Kontrollen der Jobcenter gefasst machen. Wie die "Bild"-Zeitung in ihrer Montagausgabe unter Berufung auf eine neue interne Weisung der Bundesagenturfür Arbeit (BA) schreibt, sollen die Jobcenter sogar ärztliche Atteste prüfen, um Blaumacher ausfindig zu machen.

Überführte Blaumacher müssen mit Kürzungen rechnen

Dem Bericht zufolge sollen die BA-Sachbearbeiter ab sofort besonders darauf achten, ob "begründbare Zweifel an der angezeigten Arbeitsunfähigkeit" bestehen. Überführten Blaumachern soll die Stütze gekürzt werden, schreibt "Bild".

In einem siebenseitigen Papier mit "fachlichen Hinweisen" nennt die Bundesagentur der Zeitung zufolge Anzeichen für mögliche Blaumacher. Kontrolliert werden soll demnach etwa, wer sich "auffällig häufig nur für kurze Dauer" krankmeldet, oft zu Beginn oder am Ende einer Woche krank wird und Einladungen zu Meldeterminen beim Arbeitsamt wegen Krankheit versäumt.

Kontrolle auch durch Hausbesuche?

Bei einem Blaumacher-Verdacht sollen die Jobcenter den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) einschalten, so die "Bild"-Zeitung. Die MDK-Ärzte sollen die Hartz-Empfänger notfalls sogar zuhause untersuchen.  AZ/dpa

 

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