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Astronomie
14.10.2021

Interplanetare Hundeknochen

Ceres (links) und Vesta gehören zu den größten Asteroiden unseres Sonnensystems.
Foto: ESO, dpa

Was Forscher der Europäischen Südsternwarte im Asteroidengürtel unseres Sonnensystems entdeckten.

Am Thema Weltraumforschung scheiden sich wie üblich die Geister: Die einen kriegen leuchtende Augen, die anderen halten das Ganze angesichts der Probleme auf der Erde für überflüssig. Dennoch wenden zahlreiche Nationen viel Geld für Astronomie und Weltraumfahrt auf. Zu dieser Grundlagenforschung gehören auch die Beobachtungen, die bei der Europäischen Südsternwarte (ESO) mit Sitz in Garching bei München jüngst gemacht wurden. Die Forscher richteten den Fokus auf den Asteroidengürtel. Und was entdeckten sie? Hundeknochen!

Jupiter war wohl doch nicht schuld

Der Asteroidengürtel befindet sich zwischen Mars und Jupiter und besteht aus zahllosen Gesteinsbrocken. Lange dachte man, es handle sich um die Überreste eines Planeten, der vor Urzeiten dummerweise dem Jupiter zu nahe kam und von seiner Schwerkraft zerrissen wurde. Doch heute denkt man eher, dass die Gesamtmasse der Asteroiden zu klein wäre für einen Planeten. Aber wer weiß das schon so genau.

4800 Planeten außerhalb unseres Sonnensystems

Jedenfalls fanden die Forscher mit der ESO-Sternwarte (deren Observatorien selbst befinden sich in Chile) Asteroiden mit den unterschiedlichsten Formen – teils sähen sie aus wie Hundeknochen. So beschrieben es die Forscher selbst. Also doch Leben im Sonnensystem? Natürlich nicht. Das weiß auch jeder ESO-Wissenschaftler, die Wahrscheinlichkeit dafür ist, nach allem was man bisher weiß, äußerst marginal. Leben im All, da muss man wohl weiter schauen. Inzwischen wurden ja zig Planeten außerhalb unseres Sonnensystems entdeckt. Über 4800 bislang. Aber auch die werden sicher noch ziemlich genau untersucht. Mal sehen, welche Hundeknochen man dort entdeckt.

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