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AfD

25.01.2019

Auch AfD-Bundeschef Meuthen profitierte wohl von dubiosen Spenden

Meuthens angebliche Gönner sollen teilweise namensidentisch mit Spendern sein, die von der Partei als Gönner von Bundestagsfraktionschefin Alice Weidel präsentiert worden waren.
Bild: Monika Skolimowska, dpa (Archiv)

Bisher stand Alice Weidel im Mittelpunkt der AfD-Spendenaffäre. Aber auch Parteichef Jörg Meuthen erhielt wohl dubiose Spenden.

Von dubiosen Spenden für die AfD könnte nach Medienberichten auch Parteichef Jörg Meuthen profitiert haben. Dies gehe aus Namenslisten hervor, die die AfD kürzlich an die Bundestagsverwaltung übermittelt habe.

Demnach sind Meuthens angebliche Gönner teilweise namensidentisch mit Spendern, die von der Partei als Gönner von Bundestagsfraktionschefin Alice Weidel präsentiert worden waren. Das berichteten das SWR-Magazin "Report Mainz" und das Nachrichtenmagazin Der Spiegel.

AfD-Spendenaffäre: Ermittlungen gegen Alice Weidel laufen

Die Partei hatte im vergangenen November bestätigt, dass 2017 rund 130.000 Euro von einer Schweizer Pharmafirma in mehreren Tranchen an Weidels AfD-Kreisverband Bodensee überwiesen wurden. Das Geld wurde den Angaben zufolge im Frühjahr 2018 zurückgezahlt. Weidel war deshalb unter Druck geraten. Spenden von Nicht-EU-Bürgern an deutsche Parteien sind illegal. Die Staatsanwaltschaft Konstanz ermittelt gegen Weidel und drei Mitglieder ihres Kreisverbandes - wegen des Anfangsverdachts eines Verstoßes gegen das Parteiengesetz.

Kürzlich legte die AfD dann der Bundestagsverwaltung die Namen von 14 EU-Bürgern vor, die hinter den Zuwendungen stehen sollen. Im Falle Meuthens hatte es immer wieder Medienberichte über AfD-Wahlkampfanzeigen gegeben, die von der Agentur Goal AG vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg im Jahr 2016 inseriert worden sein sollen. Ein Sprecher der Bundestagsverwaltung sagte: "Die Prüfung dauert noch an, ob es sich um eine zulässige Parallelaktion oder um eine Parteispende handelt."

Die AfD hatte im August 2018 vorsorglich rund 5350 Euro an die Bundeskasse zur Verwahrung überwiesen. Das Geld soll für die Gestaltung von Meuthens Website und für seinen Landtagswahlkampf verwendet worden sein. Meuthen wurde 2016 AfD-Landtagsfraktionschef in Stuttgart. Er gab den Posten vor einem Jahr auf und wechselte ins Europäische Parlament. (dpa)

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26.01.2019

Willkommen bei den „Altparteien“! Wozu braucht es jetzt noch eine AfD?
Ist die AfD nicht auch mal angetreten, um die „Altparteien“ auch zu jagen ob ihrer ungesetzlichen Praktiken?
Jetzt verharmlosen viele AfD-Anhänger die illegale, für den Wahlkampf von Weidel zweckgebundene Spende mit dem Argument, viele Mitglieder der „Altparteien“ hätten in der Vergangenheit auch Spendenskandale anhängig! Und als die Fakten erdrückend wurden, schoben Weidel und Gauland in bewährter AfD-Manier die Schuld dem AfD-Schatzmeister zu.
Dabei ist das Spendenproblem der AfD schon viel älter und viel breiter, als aktuell am Fall Weidel diskutiert, wie ja u.a. auch die mittlerweile bekannte Verwicklung der Ex-AfD-Führerin Petry und der neue, gegen Meuthen begründete Verdacht beweisen.
Und der nächste Spendenskandal um Höcke steht schon vor der Tür!
Alles schon wieder vergessen? Die AfD ist eben unglaubwürdig! Alles nur Vogelschiss!

http://youtu.be/QGOx8I0COYg
Viel Spaß beim Anhören!

Meine Prognosen:
1. Hinter dem anonymen Großspender erwartete ich - mittlerweile auch bestätigt - die „Baron von Finck Dynastie“. Wo wohl die anderen Milliardäre Deutschlands zu dem aktuellen Rechtsruck stehen?
2. Spenden-Mädel Weidel hat mittlerweile bei der AfD ihre Schuldigkeit getan und wird über kurz oder lang von ihren AfD-Partei-„Freunden“ ausgesondert!

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