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Frankreich
25.08.2017

Aufregung in Paris: So teuer ist der Teint von Macron

Emmanuel Macron hat eine imposante Erscheinung. Viele sehen in ihm eine Lichtgestalt. Dafür investiert der französische Präsident aber auch Tausende Euro auf Staatskosten.
Foto: Vadim Ghirda, dpa

Emmanuel Macron ist attraktiv und profitiert von einem strahlend jungen Teint. Dass er für diesen tausende Euro auf Staatskosten ausgibt, sorgt nun aber für Empörung in Frankreich.

Für gewöhnlich ist es Brigitte Macron, deren äußere Erscheinung ausgiebig kommentiert wird – selbst US-Präsident Donald Trump ließ sich bei seinem letzten Besuch in Paris zu dem umstrittenen Kompliment hinreißen, die 64-jährige Première Dame sei "gut in Form".

Auch ihr Mann, der Präsident, gilt als attraktiv mit seinen perfekt sitzenden Anzügen und der schmalen Krawatte, die anders als bei seinem Vorgänger François Hollande selten schief hängt. Nicht zu vergessen: der jugendlich strahlende Teint!

Teurer Teint: Emmanuel Macron nutzt Kosmetik für 26.000 Euro

Und diesen lässt sich der Steuerzahler einiges kosten, wie er jetzt mit Entsetzen aus den Medien erfuhr. 26.000 Euro verlangte die Kosmetikerin Natacha M. für ihre Arbeit während Emmanuel Macrons ersten drei Monaten im Amt.

Denn auch der 39-jährige Präsident, der aufgrund seines rasanten Aufstiegs Spitznamen wie "Jupiter" oder "Messias" trägt, muss wie jeder normale Prominente nachhelfen, um stets wie aus dem Ei gepellt vor Kameras und bei Terminen zu erscheinen. Auf dass man ihm weder den Schlafmangel noch das große Arbeitspensum ansehe.

Doch weil ausgerechnet Macron den Franzosen Sparanstrengungen ankündigt, bringt ihn die Geschichte in Erklärungsnot. Die Leistungen der Schminkerin, die auf freiberuflicher Basis arbeitet, hätten der "Dringlichkeit des Moments" nach der Wahl entsprochen, rechtfertigt der Élysée-Palast.

Hektische Arbeit: Warum die Kosmetik des Präsidenten so teuer ist

Nun werde ein "weniger kostspieliges Modell" gesucht. Schnell will man die aufbrandende Empörung besänftigen – schließlich erinnert sich noch jeder an die Aufregung um den Friseur von Ex-Präsident Hollande, der dessen lichtes Haar für 9895 Euro brutto pro Monat zurechtdrapierte.

Tatsächlich konnte dieser in der Zeit seinen Salon nicht betreiben, musste zu jeder Tages- und Nachtzeit, an Wochenenden und bei Reisen mit Kamm und Schere bereitstehen.

Die ehemalige Visagistin von Ex-Präsident Nicolas Sarkozy, die ein stolzes Monatsgehalt von 8000 Euro erhielt, gab in einem Interview mit einer Illustrierten einen Einblick in diese hektische Arbeit: "Manchmal flogen wir ab und ich wusste nicht einmal, wohin es gehen sollte."

Unter Sarkozy wurden die hohen Ausgaben für die präsidiale Vorzeigbarkeit noch kaum bemängelt – doch die Zeiten haben sich geändert. Heute wollen die Franzosen zwar einen gut aussehenden Staatschef. Aber nicht mehr für seinen frischen Teint aufkommen.

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