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Klimaschutz

04.02.2021

Bayern will bis 2030 klimaneutral werden

Bayern tritt der von Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) gegründeten Allianz für Entwicklung und Klima bei
Foto: Bernd von Jutrczenka, dpa

Exklusiv Bayern tritt der Allianz für Entwicklung und Klima bei. "Der Klimawandel ist die Überlebensfrage der Menschheit", betont Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU).

Die bayerische Landesregierung will bis spätestens 2030 klimaneutral sein und schließt sich deshalb der Allianz für Entwicklung und Klima an. Der Beitritt zu der vom Bundesentwicklungsministerium gegründeten Initiative wurde bereits im vergangenen Jahr beschlossen, wegen Corona aber erst jetzt vollzogen.

Gegenüber unserer Redaktion begrüßte Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) den Schritt des Freistaats: "Der Klimawandel ist die Überlebensfrage der Menschheit. Es liegt an uns allen, vom Reden zum Handeln zu kommen. Deswegen freue ich mich sehr, dass Bayern vorangeht und klimaneutral wird". Mit dem Beitritt sei Bayern "absoluter Vorreiter bei Nachhaltigkeit".

Verbleibende Emissionen werden durch Projekte kompensiert

Ein Viertel der aktuell mehr als 850 Unterstützer der Allianz für Entwicklung und Klima kommt laut Müller aus Bayern. Dabei sind große Unternehmen wie die BayWa, die Allianz, aber auch Mittelständler, Apotheken und Kommunen. "Sie alle strengen sich an; verringern und vermeiden Treibhausgase. Die verbleibenden Emissionen kompensieren sie mit Entwicklungsprojekten etwa zum Aufbau erneuerbarer Energien oder zum Schutz des Regenwaldes", so Müller. Das schütze das Klima und helfe Millionen Menschen in Entwicklungsländern ganz konkret. Der Entwicklungsminister weiter: "Ich hoffe, dass viele weitere diesem guten Beispiel folgen und sich auf den Weg zur Klimaneutralität mit unserer Allianz machen."

Bayerns Umweltminister Glauber: Stehen zu unserer Verantwortung

Das Bayerische Umweltministerium ist bereits seit zwei Jahren klimaneutral, so wie sich etliche Kommunen zum Ziel der Klimaneutralität bekannt haben, etwa Nürnberg und Kempten. Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber sagte: "Der Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen der Gegenwart. Kein Land allein kann den globalen Temperaturanstieg stoppen. Für wirksamen Klimaschutz müssen sich alle Nationen gemeinschaftlich engagieren."

Thorsten Glauber (Freie Wähler) ist Umweltminister in Bayern.
Foto: Sven Hoppe, dpa

Für Bayern gelte, so Glauber: "Wir stehen zu unserer Klimaverantwortung. Wir setzen unser Klimaschutzgesetz und rund 100 konkrete Projekte, Strategien und Programme konsequent um." Ziel sei: "Der Freistaat soll bis spätestens 2050 klimaneutral werden, die Staatsverwaltung bis zum Jahr 2030." Mit dem Beitritt zur ‘Allianz für Entwicklung und Klima’ unterstütze der Freistaat zusätzliche Klimaschutzprojekte zur CO2-Emissionsminderung in Entwicklungsländern.

Lesen Sie dazu auch: Temperatur und CO2: Der Klimawandel erklärt in fünf Grafiken

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