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Bei Antibiotika ist weniger manchmal mehr

Markus Bär.
Kommentar Von Markus Bär
19.11.2019

Mediziner und Wissenschaftler schlagen Alarm: Noch immer würden Ärzte zu oft Antibiotika verabreichen. Dabei ist es in vielen Fällen gar nicht nötig, Medikamente einzunehmen.

Dass Antibiotika zu oft eingesetzt werden und dies zu Resistenzen führt, hat sich zwar schon bei vielen Ärzten wie auch Patienten herumgesprochen. Aber dennoch gibt es noch viel Aufklärungsarbeit, wie die Ergebnisse des jetzt in München vorgestellten wissenschaftlichen Projektes „Arena“ beweisen. Das Projekt vermittelt dabei einen medizinischen Ansatz, der sich wirklich wohltuend anhört: Wer sich etwa eine deftige Erkältung mit Fieber einfängt, sollte eben nicht gleich mit Medikamenten alles „platt“ bügeln. Und statt dessen auf bewährte Hausmittel zurückgreifen: Inhalieren, viel guten Tee trinken und vor allem dem Körper eine Pause gönnen.

Viele Ärzte rufen dazu auf, möglichst wenig Antibiotika zu verwenden

Diese Ratschläge sind sozusagen der Gegenentwurf zu einer Maximalmedizin, die viele Ärzte und Patienten auch gar nicht mehr wollen. Es sei denn, sie macht wirklich Sinn.

Was auch interessant ist: Ärzte rufen bei dem Projekt dazu auf, Antibiotika möglichst wenig zu verwenden. Das widerspricht dem Vorwurf, Ärzte würden zu viele Medikamente verschreiben, weil sie dafür Gegenleistungen von der Pharmaindustrie erhalten (was ja auch vorkommen soll). Dieses Projekt ragt da – noch einmal wohltuend – in eine ganz andere Richtung.

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Lesen Sie dazu auch: Bei Antibiotika nicht immer die ganze Packung nehmen.

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Die Diskussion ist geschlossen.

20.11.2019

Wenn ein Arzt nicht beurteilen kann ob Antibiotika erforderlich sind dann sollte er seine Approbation zurückgeben. Krankheiten die Antibiotika erfordern heilen nun mal nicht ohne Antibiotika ab. Und zweitens sollten nach dem Abklingen der Symptome besagte Antibiotika noch 2-3 Tage weiter eingenommen werden da erst dann größtenteils sichergestellt ist, daß man krankheitserregerfrei ist.

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