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Medienbericht

16:30 Uhr

Betrug um 20 Millionen Dollar? Untersuchung gegen Ex-Anwalt von Trump

Die Ermittlungen gegen Michael Cohen sollen sich laut einem Bericht auf Steuer- und Bankbetrug in Höhe von 20 Millionen US-Dollar konzentrieren.
Bild: Seth Wenig, AP/dpa

Die Ermittlungen gegen Michael Cohen sollen sich laut einem Bericht auf Steuer- und Bankbetrug in Höhe von 20 Millionen US-Dollar konzentrieren.

  • Die USA befinden sich im Handelsstreit mit China und der Türkei.
  • Die US-Regierung hat Sanktionen gegen Russland und den Iran verhängt.
  • Am 6. November stehen Zwischenwahlen zum Kongress und Senat an.

USA und Donald Trump: News im Blog

20. August: Bericht: Untersuchung gegen Cohen wegen Steuer- und Bankbetrug

Die Ermittlungen gegen den langjährigen Anwalt von US-Präsident Donald Trump, Michael Cohen, sollen sich laut einem Bericht auf Steuer- und Bankbetrug in Höhe von 20 Millionen US-Dollar konzentrieren. Es gehe dabei um Kredite an Taxiunternehmen, die Cohen und seiner Familie gehörten, berichtete die New York Times unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen. 

Die Ermittler untersuchen demnach auch, ob Cohen gegen Gesetze zur Wahlkampffinanzierung verstoßen hat. Dabei geht es um Geld, das Cohen an Frauen zahlte, die behaupteten, eine Affäre mit Trump gehabt zu haben. Die Untersuchung befinde sich in der Endphase und die Staatsanwaltschaft erwäge, bis Ende August Anklage zu erheben, berichtete die Zeitung weiter. 

Ermittler des FBI hatten im April das Büro, die Wohnung und ein Hotelzimmer von Cohen durchsucht. Dabei beschlagnahmten sie E-Mails, Dokumente und Geschäftsunterlagen zu diversen Themen, darunter zu Cohens umstrittenen Zahlungen. 

Er hatte vor der Präsidentschaftswahl im November 2016 nach eigener Aussage 130.000 Dollar an die Pornodarstellerin Stormy Daniels bezahlt - nach Lage der Dinge, um sie von Aussagen über eine angebliche Affäre mit Trump abzuhalten. Außerdem soll Cohen eine Schweigegeldzahlung an das ehemalige Playmate Karen McDougal organisiert haben. 

Cohen hatte vor der Präsidentschaftswahl nach eigener Aussage 130.000 Dollar an die Pornodarstellerin Stormy Daniels bezahlt.
Bild: Mary Altaffer, dpa (Archiv)

Cohen fing 2006 bei der Trump-Organisation an. Er wurde oft als Trumps "Ausputzer" beschrieben und galt ihm gegenüber als äußerst loyal. Inzwischen hat er aber in Interviews angedeutet, dass er mit den Ermittlern kooperieren könnte.

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Schüsse auf US-Botschaft in Ankara - keine Verletzten

Unbekannte haben in der türkischen Hauptstadt Ankara mehrere Schüsse auf die US-Botschaft abgegeben. Das meldeten die Sender Habertürk und CNN Türk am frühen Montagmorgen. Die Schüsse seien aus einem fahrenden Auto abgefeuert worden. Einige Kugeln seien in einem Wächterposten eingeschlagen, es sei aber niemand verletzt worden. Der oder die Angreifer hätten fliehen können.

Die Beziehungen zwischen den USA und der Türkei sind derzeit stark angespannt. Die Regierungen streiten um das Schicksal des in der Türkei wegen Terrorvorwürfen festgehaltenen US-Pastors Andrew Brunson. Die USA hatten jüngst Sanktionen und Strafzölle gegen die Türkei verhängt, um Brunson freizubekommen. Die Landeswährung Lira war daraufhin schwer eingebrochen. Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan sprach von einem "Wirtschaftskrieg".

19. August: US-Präsident Trump wirft sozialen Medien "Zensur" konservativer Meinungen vor

US-Präsident Donald Trump hat Online-Netzwerken eine "Zensur" konservativer Meinungen vorgeworfen. "Sie unterdrücken die Meinungen vieler Menschen des rechten Spektrums und gehen gleichzeitig gegen andere gar nicht vor", schrieb er am Samstag im Kurzbotschaftendienst Twitter. Seine Regierung werde dies nicht zulassen, da "Zensur" gefährlich sei.

Kürzlich hatten soziale Medien wie Facebook den ultrarechten US-Verschwörungstheoretiker Alex Jones vorübergehend gesperrt. Jones war im Wahlkampf 2016 als Trump-Unterstützer in Erscheinung getreten. Facebook sperrte Jones' vier wichtigste Seiten bei dem Netzwerk wegen "Verherrlichung von Gewalt" und "entmenschlichender" Sprache gegenüber Muslimen, Migranten und Transgender-Menschen. Auch Twitter, Apple, Spotify und YouTube sperrten Jones' Konten.

Jones betreibt die Internetseite Infowars, auf der er zahlreiche Verschwörungstheorien verbreitet. Er behauptet unter anderem, die US-Regierung sei in die Anschläge vom 11. September 2001 verwickelt gewesen und das Massaker an der Sandy-Hook-Schule 2012 sei nur vorgetäuscht worden, um eine Verschärfung des Waffenrechts durchzusetzen.

Der Kurzbotschaftendienst Twitter sperrte Jones' Konto am Dienstag für eine Woche. Zwar können Nutzer die Seite weiterhin aufrufen, Jones selbst kann jedoch während dieser Zeit keine Botschaften verbreiten.

Twitter-Chef Jack Dorsey wies Trumps Diskriminierungs-Vorwürfe entschieden zurück. "Das tun wir nicht, Punkt", sagte er dem Sender CNN laut am Samstag veröffentlichten Äußerungen. "Wir bewerten Inhalte nicht anhand der politischen Meinung oder von Ideologien. Wir bewerten das Verhalten", fügte Dorsey hinzu. "Bei Twitter müssen wir frei von Vorurteilen sein."

Trump erlaubt Mitarbeitern Kooperation mit Sonderermittler Mueller

US-Präsident Donald Trump hat seinem Rechtsberater Don McGahn und weiteren Mitarbeitern des Weißen Hauses nach eigenen Worten die umfassende Kooperation mit dem Sonderermittler in der Russlandaffäre, Robert Mueller, erlaubt. "Zusätzlich übergaben wir bereitwillig Dokumente von mehr als einer Million Seiten", schrieb Trump am Samstag (Ortszeit) im Kurzbotschaftendienst Twitter. Damit handle das Weiße Haus "so transparent wie nie in der Geschichte".

Zuvor hatte die New York Times berichtet, McGahn habe "umfangreich" mit Mueller kooperiert. Demnach unterzog sich Trumps Rechtsberater mindestens drei Befragungen einer Länge von insgesamt 30 Stunden.

In den Befragungen sei es um die mutmaßliche Behinderung der Ermittlungen durch den US-Präsidenten gegangen. McGahn habe sich dabei unter anderem auf eine Reihe von aktuellen oder früheren Mitarbeitern des Weißen Hauses berufen. Überdies habe sich McGahn zu den mutmaßlichen Versuchen von Trump geäußert, Sonderermittler Mueller zu entlassen. Auch habe er über die Hintergründe der Entlassung des früheren FBI-Chefs James Comey gesprochen.

18. August: US-Präsident Trump wirft sozialen Medien "Zensur" konservativer Meinungen vor

US-Präsident Donald Trump hat Online-Netzwerken die "Zensur" konservativer Meinungen vorgeworfen. "Sie unterdrücken die Meinungen vieler Menschen des rechten Spektrums und gehen gleichzeitig gegen andere gar nicht vor", schrieb er am Samstag beim Kurzbotschaftendienst Twitter. Seine Regierung werde dies nicht zulassen, da "Zensur" gefährlich sei. Kürzlich hatten soziale Medien wie Facebook den ultrarechten US-Verschwörungstheoretiker Alex Jones gesperrt.

Namentlich nannte Trump den rechtsgerichteten Radiomoderator und Internetseiten-Betreiber nicht, der im Wahlkampf 2016 als Trump-Unterstützer in Erscheinung getreten war. "Wenn ihr Fake News ausmerzen wollt, ist nichts so fake (falsch) wie CNN und MSNBC, und trotzdem verlange ich nicht, dass deren krankes Verhalten beseitigt wird", schrieb Trump über zwei Fernsehsender, die er besonders häufig kritisiert. Facebook sperrte Jones' Seite wegen der "Verherrlichung von Gewalt" und "entmenschlichender" Sprache gegenüber Muslimen, Migranten und Transgender-Menschen. Auch Twitter, Apple, Spotify und YouTube sperrten Jones' Konten.

17. August: Trump kritisiert türkische Regierung scharf

In der diplomatischen Krise zwischen der Türkei und den USA sind die Fronten verhärtet. US-Präsident Donald Trump kritisierte die Regierung in Ankara am Freitag scharf. "Die Türkei ist seit langem ein Problem. Sie haben sich nicht wie ein Freund verhalten", erklärte Trump vor Journalisten. Er warf Ankara vor, Pastor Andrew Brunson wegen erfundener Vorwürfe festzuhalten, dass er ein Spion sei. Zuvor hatte erneut ein Gericht in Izmir die Freilassung des Mannes abgelehnt. 

Brunson war im Oktober 2016 in der Türkei festgenommen worden, im Dezember 2016 wurde wegen Terrorvorwürfen Untersuchungshaft gegen ihn verhängt. Vor seiner Festnahme war er Pastor in einer evangelikalen Kirche im westtürkischen Izmir. Ende Juli hatte ein Gericht die Untersuchungshaft in Hausarrest umgewandelt. Die Staatsanwaltschaft fordert bis zu 35 Jahre Gefängnis für Brunson. 

Sein Anwalt Ismail Cem Halavurt sagte der Deutschen Presse-Agentur am Freitag, Brunson bleibe weiter in Hausarrest. In der Gerichtsentscheidung heißt es, es müssten weiterhin Beweise gesammelt und ausgewertet werden. Weil Brunson Ausländer sei, bestehe außerdem Fluchtgefahr. Bereits am Mittwoch hatte ein anderes, untergeordnetes Gericht dem Antrag des Anwalts auf Freilassung nicht stattgegeben. 

Trump erklärte, die Türkei habe sich "sehr schlimm" verhalten, man werde das nicht hinnehmen, fügte er hinzu. Bereits am Donnerstag hatte seine Regierung neue Sanktionen angekündigt, sollte der Pastor nicht freikommen. 

Die Auseinandersetzung mit den USA hat die Türkei in eine schwere Währungskrise gestürzt. Trumps Regierung hatte Sanktionen gegen zwei türkische Minister verhängt und Strafzölle auf Stahl- und Aluminium-Importe aus der Türkei verdoppelt. Die Lira, die schon seit Monaten an Wert verliert, brach daraufhin schwer ein.

Trump muss auf Militärparade wohl bis mindestens 2019 warten

Donald Trump muss sich mit der von ihm sehnlich gewünschten Militärparade in Washington wohl noch gedulden: Das US-Verteidigungsministerium gab am Donnerstag (Ortszeit) bekannt, es sei mit dem Weißen Haus vereinbart worden, dass die Parade nicht mehr wie eigentlich vorgesehen in diesem Jahr stattfinden soll. "Wir haben zunächst den 10. November für dieses Ereignis angepeilt, uns jetzt aber darauf verständigt, Möglichkeiten im Jahr 2019 zu erörtern", teilte ein Pentagon-Sprecher mit. Die Parade soll Militärveteranen ehren. Der 10. November liegt unmittelbar vor dem "Veterans Day" am 11. November, der in den USA als Feiertag zu Ehren der Kriegsveteranen begangen wird. 

Donald Trump hatte die Idee einer US-Militärparade in Washington aufgebracht, nachdem er von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron zur traditionellen Parade auf den Champs Elysees in Paris eingeladen worden und vollends begeistert war. Allerdings stieß die Idee auf wenig Gegenliebe - und auf Sachzwänge. So sind die Straßen in Washington nicht für das Befahren mit Kettenfahrzeugen ausgelegt. Auch die Kosten für das Event stießen auf Kritik. Das Weiße Haus hatte die Kosten auf einen Korridor zwischen zehn und 30 Millionen Dollar taxiert. Zuletzt war aber auch eine Kostenschätzung in Höhe von 92 Millionen Dollar aufgetaucht.

Bombendrohungen nach Trump-Kampagne des Boston Globe

Bei der US-Tageszeitung The Boston Globe sind Medienberichten zufolge Bombendrohungen eingegangen, nachdem das Blatt eine Kampagne gegen die Medienpolitik von Präsident Donald Trump initiiert hatte. Mehr als 300 Zeitungen in den USA hatten in Kommentaren am Donnerstag die "Fake-News-Kampagne" des Präsidenten kritisiert und dessen These zurückgewiesen, Medien seien "Feinde des Volkes". Trump kritisierte daraufhin den Boston Globe auf Twitter.

Am Abend seien in der Zentrale der Zeitung mehrere Bombendrohungen eingegangen, wie die Politik-Plattformen Axios und The Hill berichteten. Die Polizei habe die Drohungen zwar nicht allzu ernst genommen, dennoch aber die Sicherheitsvorkehrungen verschärft.

Dem Aufruf des Herausgebergremiums vom Boston Globe, in Kommentaren zu der Medienpolitik Trumps Stellung zu nehmen, waren nach Angaben der Zeitung rund 350 Zeitungen in den gesamten USA gefolgt. Auch der US-Senat hatte am Donnerstag in einer einstimmig verabschiedeten Resolution erklärt, er sehe die Medien nicht als "Feinde des Volkes" an.

16. August: US-Regierung droht Türkei mit weiteren Sanktionen

Die US-Regierung hat Ankara mit weiteren Sanktionen gedroht, sollte der in der Türkei festgehaltene US-Pastor Andrew Brunson nicht bald freikommen. Die US-Regierung plane weitere Konsequenzen, wenn die Türkei "ihn nicht schnell frei lässt", sagte Finanzminister Steven Mnuchin am Donnerstag bei einer Kabinettssitzung in Washington in Anwesenheit von Medienvertretern.

Der evangelikale Pfarrer Brunson sitzt seit Oktober 2016 unter Spionage- und Terrorvorwürfen in türkischer U-Haft. US-Präsident Trump und sein Vize Mike Pence dringen seit langem auf seine Freilassung. Anfang August verhängte Trump wegen des Konflikts Sanktionen gegen zwei türkische Minister und schickte damit die ohne schwächelnde türkische Lira auf Talfahrt. Am Mittwoch wies ein Gericht in Izmir einen erneuten Antrag Brunsons auf seine Freilassung zurück.

Donald Trump und Recep Tayyip Erdogan beim Nato-Gipfel in Brüssel. Die Fronten zwischen Washington und Ankara sind verhärtet.
Bild: Bernd von Jutrczenka, dpa (Archivbild)

Außerdem verdoppelte Trump die Zölle auf türkische Stahl- und Aluminiumimporte. Als Vergeltung rief der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan seine Landsleute am Dienstag zum Boykott elektronischer Geräte aus den USA auf. Am Mittwoch hob die türkische Regierung die Einfuhrzölle auf mehrere US-Produkte deutlich an.

Von den neuen Zöllen, die Präsident Recep Tayyip Erdogan per Dekret in Kraft setzte, sind vor allem Autos, alkoholische Getränke, Tabak- und Kosmetikprodukte aus den USA betroffen. Für Autos betragen sie 120 Prozent, für alkoholische Getränke 140 Prozent und für Tabak 60 Prozent. Trumps Sprecherin Sarah Sanders erklärte dazu am Mittwoch, die Anhebung der Zölle sei "sicher bedauerlich und ein Schritt in die falsche Richtung".

US-Zeitungen kontern Trump: "Journalisten sind nicht der Feind"

Zeitungen aus den ganzen USA wehren sich in Leitartikeln gegen die Attacken von Präsident Donald Trump. In ihren am Donnerstag und teils bereits am Mittwoch veröffentlichten Beiträgen beziehen sie Position gegen die Anschuldigung Trumps, "Fake News" zu verbreiten. Aufgerufen hatte die Zeitung Boston Globe zu der Aktion.

Nach Angaben des Globe beteiligten sich bislang etwa 350 Medien an der Aktion. Freie Medien durch staatlich kontrollierte zu ersetzen, sei stets eine der ersten Ziele eines korrupten Regimes bei der Machtübernahme in einem Land, schrieb der Globe. Trump verbreite unter anderem die Lüge, dass Medien, die seine Regierungspolitik nicht unterstützen, "Feinde des Volkes seien". Dieser unerbittliche Angriff auf die freie Presse habe gefährliche Folgen, schrieb das Blatt. 

"Wir sind nicht der Feind des Volkes. Wir sind das Volk. Wir sind nicht Fake News. Wir sind Ihre Nachrichten und wir arbeiten Tag und Nacht hart, damit wir die Fakten richtig berichten", schrieb etwa die Syracuse New Times aus dem Bundesstaat New York. 

Die renommierte New York Times forderte in ihrem Kommentar die Leser auf, Lokalzeitungen zu abonnieren. Einige Medienhäuser zeigten sich jedoch auch kritisch. Das konservative Wall Street Journal etwa warnte in einem Kommentar in den Tagen vor Veröffentlichung der Leitartikel, dass eben eine solche abgestimmte Aktion nicht den Eindruck von Unabhängigkeit der Redaktionen erwecke. Mehr dazu lesen Sie hier.

Zeitungen aus den ganzen USA wehren sich in Leitartikeln gegen die Attacken von Präsident Donald Trump.
Bild: Joseph Prezioso, afp

Trump zieht gegen Ex-CIA-Chef zu Felde

US-Präsident Donald Trump hat mit dem ehemaligen CIA-Chef John Brennan einem seiner wortgewaltigsten Kritiker einen Denkzettel verpasst. Das Weiße Haus entzog dem ehemaligen Geheimdienstchef die Sicherheitsgenehmigung - er ist damit in Zukunft von geheimen Informationen abgeschnitten.

Brennan dürfe keinen Zugang mehr zu geheimen Informationen haben, hieß es am Mittwoch in einer Stellungnahme Trumps, die seine Sprecherin Sarah Sanders verlas. Brennan selbst reagierte trotzig. Dies sei Teil einer breiter angelegten Bemühung, das Recht auf freie Meinungsäußerung zu beschneiden, schrieb er auf Twitter.

Alle Amerikaner, auch Geheimdienstler, müssten sich Sorgen machen über die Kosten, die das Aussprechen von Wahrheiten nach sich ziehe. "Meine Prinzipien sind weit wertvoller als Sicherheitsgenehmigungen", schrieb Brennan. "Ich werde nicht nachlassen." Der frühere Vizepräsident Joe Biden sprang ihm zur Seite: "Wen man denkt, das würde John mundtot machen, dann kennt man den Mann nicht", schrieb er auf Twitter.

Die Objektivität und Glaubwürdigkeit des Ex-CIA-Chefs würden durch seine Vergangenheit infrage gestellt, erklärte die Sprecherin. Zudem habe Brennan seinen Status als ehemaliger ranghoher Regierungsmitarbeiter ausgenutzt, um eine Reihe von "unbegründeten und unverschämten" Vorwürfen gegen Trumps Regierung zu erheben. Er habe ein "erratisches Verhalten" gezeigt. Sanders beschuldigte ihn zudem der Lüge.

Bei der Sicherheitsgenehmigung (eng.: Security Clearance) geht es um einen Status, der nach einer sehr gründlichen Überprüfung gewährt wird und Regierungsmitarbeitern Zugang zu geheimen Informationen gibt. Ehemalige Geheimdienstvertreter behalten den Status üblicherweise und können weiterhin Dokumente einsehen, um etwa ihre Nachfolger in Übergangsphasen zu beraten oder mit Unternehmen in Sicherheitsfragen zusammenzuarbeiten.

Brennan, der von 2013 bis Anfang 2017 CIA-Chef war, ist ein lautstarker Kritiker Trumps. Er hatte dem Präsidenten unter anderem nach dessen umstrittener Pressekonferenz mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin "Verrat" vorgeworfen. Trump hatte sich bei dem Auftritt in Helsinki gegen die Einschätzung seiner eigenen Geheimdienste gestellt, wonach sich Russland in die Präsidentschaftswahl 2016 eingemischt haben soll.

Sanders bestritt, dass der Entzug von Brennans Sicherheitsgenehmigung ein Versuch Trumps sei, gegen Kritiker vorzugehen.

15. August: Türkei erhöht Zölle auf mehrere US-Produkte

Im Streit mit den USA hat die türkische Regierung die Zölle auf den Import mehrerer US-Produkte angehoben. Damit reagiere Ankara auf "bewusste Angriffe der amerikanischen Regierung auf unsere Wirtschaft", schrieb Vize-Präsident Fuat Okay am Mittwoch im Kurzbotschaftendienst Twitter.

Das Verhältnis der Türkei zu den USA ist seit längerem angespannt, hat sich zuletzt aber wegen des Streits um die Inhaftierung des US-Pastors Andrew Brunson noch einmal verschlechtert. Der evangelikale Pfarrer sitzt seit Oktober 2016 unter Spionage- und Terrorvorwürfen in türkischer Untersuchungshaft. Anfang August verhängte US-Präsident Donald Trump in dem Fall Sanktionen gegen zwei türkische Minister, woraufhin die türkische Währung Lira drastisch einbrach.

Nachdem ein hochrangiges Treffen in Washington keine Einigung gebracht hatte, verkündete Trump am Freitag zudem eine Verdopplung der Zölle auf Stahl- und Aluminium aus der Türkei, was die Lira weiter auf Talfahrt schickte. Am Dienstag kündigte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan einen Boykott elektronischer Geräte aus den USA an. Mehr dazu lesen Sie hier.

14. August: Frühere Beraterin erhebt Vorwürfe gegen Donald Trump

US-Präsident Donald Trump steht unter Beschuss einer früheren engen Mitarbeiterin. Seine Ex-Beraterin Omarosa Manigault Newman veröffentlichte am Dienstag ein Enthüllungsbuch über das Weiße Haus, in dem sie Trump Selbstbezogenheit, geistige Schwäche und Diskriminierung vorwirft. Nachdem sie vorab mit der Veröffentlichung heimlicher Mitschnitte aus dem Weißen Haus für Wirbel gesorgt hatte, drohte sie nun mit weiteren Enthüllungen und der Unterstützung der Ermittlungen in der Russlandaffäre.

Manigault Newmans Buch "Unhinged" (auf Deutsch etwa: "Gestört") kam am Dienstag in die US-Buchläden. Darin beschreibt sie Trump als "Rassisten" und "Frauenfeind", dessen hervorstechendste Eigenschaft das "totale Fehlen von Mitgefühl" sei. Trump sei zwar ein brillanter Geschäftsmann, aber zugleich ein "funktionaler Analphabet", der vergesslich und leicht zu frustrieren sei.

Trump unterzeichnet Gesetz zum Verteidigungsetat

US-Präsident  Trump hat das Pentagon-Budget für 2019 unterzeichnet und seine Pläne für eine Weltraumarmee verteidigt. Auch der Weltraum sei inzwischen "zum Schlachtfeld geworden", sagte Trump bei der Unterzeichnung des Budgets für das Pentagon im Rekordwert von 716 Milliarden Dollar (627 Milliarden Euro) auf einer Militärbasis im Bundesstaat New York.

Mit dem Geld sollen unter anderem ältere Panzer, Flugzeuge und Schiffe durch neue Modelle ersetzt werden. Die Truppenstärke soll um 15.600 Männer und Frauen vergrößert werden, die Gehälter der Armeeangehörigen sollen um 2,6 Prozent steigen.

Dies sei "die bedeutendeste Investition in unser Militär und unsere Kämpfer in der modernen Geschichte", sagte Trump bei der Unterzeichnung des Gesetzes am Montag (Ortszeit) im Stützpunkt Fort Drum rund 400 Kilometer nordwestlich von New York.

Trump will eine Weltraumarmee zum eigenständigen sechsten Arm des US-Militärs machen. Eigene Weltraumstreitkräfte würden den USA Dominanz über ihre Rivalen geben, betonte Trump. Das Ausgabengesetz für das Pentagon beinhaltet indes mehrere wichtige Verfügungen, darunter ein Lieferverbot von F-35-Kampfflugzeugen an die Türkei. Das Gesetz erweitert zudem eine Beschränkung bei der militärischen Zusammenarbeit mit Russland.

Donald Trump liefert sich außerdem aktuell eine Schlammschlacht mit seiner Ex-Mitarbeiterin Omarosa Manigault Newman, da diese ein Enthüllungsbuch über seine Regierung heraus gebracht hat.

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