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Drosten warnt: Corona-Lage könnte sich auch in Deutschland zuspitzen

Kommentar von Manuela Mayr

06.10.2009

Bitter

Ein bisschen mehr Geld aus nationalen Steuertöpfen - das ist unter dem Strich alles, was die EU-Kommission den notleidenden Milchbauern zugestehen will. Ein ernüchterndes Ergebnis für die Kämpfer des Bundesverbandes Deutscher Milchviehhalter (BDM), die wochenlang nicht für Almosen, sondern für einen Systemwechsel in der Milchmarktpolitik demonstriert haben.

Viele sind über ihren Schatten gesprungen, um mit Milch-Vernichtungsaktionen Anstoß zu erregen. So sollten die verantwortlichen Politiker gezwungen werden, die Probleme zur Kenntnis zu nehmen. Das ist den Rebellen gelungen. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte zum Milchgipfel eingeladen, mit dem Ergebnis, dass die beiden unvereinbaren Positionen des BDM und des Bauernverbandes offen zutage traten.

Agrarministerin Aigner, die in Brüssel die Interessen deutscher Bauern vertreten soll, ist in der Zwickmühle. Auf wessen Seite soll sie sich schlagen? Der Bauernverband hat offensichtlich die Nase vorn. Das ist bitter für den BDM.


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