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Großbritannien

06.04.2020

Boris Johnson auf der Intensivstation: Großbritannien bangt in der Corona-Krise

Am 28. März führte Boris Johnson aus der häuslichen Quarantäne noch den Vorsitz beim morgendlichen Treffen zum Coronavirus. Inzwischen wurde er auf die Intensivstation verlegt.
Bild: Andrew Parsons/10 Downing Street/dpa

Boris Johnson gab sich nach seiner Corona-Infektion optimistisch, wirkte aber angeschlagen. Jetzt hat sich sein Zustand verschlechter: Er wurde auf die Intensivstation gebracht.

Der britische Premierminister Boris Johnson ist wegen seiner Covid-19-Erkrankung auf die Intensivstation verlegt worden. Sein Zustand habe sich verschlechtert, bestätigte eine Regierungssprecherin am Montagabend der Deutschen Pesse-Agentur in London. Der 55-Jährige war am Sonntag in das St. Thomas' Hospital gebracht worden. Er hatte seine Infektion mit dem neuartigen Erreger bereits am 27. März öffentlich gemacht. 

Covid-19: Johnson gab sich optimistisch, wirkte aber angeschlagen

Zunächst arbeitete er isoliert im Regierungssitz in der Downing Street weiter. In seinen Videobotschaften zur Pandemie gab er sich optimistisch, er selbst wirkte aber bereits deutlich angeschlagen und hatte auch deutlich an Gewicht verloren. Später musste er dann aber wegen anhaltender Symptome in die Klinik gebracht werden. 

Er sei auf Anraten seines Arztes "zu einigen Routinetests" ins Krankenhaus gegangen, hatte Johnson am Montag noch per Twitter mitgeteilt. Nach Angaben eines Regierungssprechers litt er unter Fieber und Husten. Einige britische Medien schreiben hingegen von einer schweren Erkrankung der Lunge; Johnson wurde demnach bereits beatmet. Außenminister Dominic Raab vertrat ihn auf einer Sitzung.

 

Noch Anfang März hatte der Premierminister damit geprahlt, dass er Menschen in einem Krankenhaus, darunter Covid-19-Patienten, die Hände geschüttelt habe. Das werde er auch weiterhin tun, sagte er damals.

Die britische Regierung steht in der Corona-Krise erheblich unter Druck

Auch Johnsons schwangere Verlobte Carrie Symonds verbrachte nach eigenen Angaben eine Woche mit Symptomen der Lungenkrankheit im Bett. Der Premier und Symonds hatten Ende Februar ihre Verlobung bekanntgegeben. Das Baby soll im Frühsommer auf die Welt kommen. 

 

Die britische Regierung steht im Kampf gegen die Pandemie unter erheblichem Druck: Durch einen Schlingerkurs verlor sie wertvolle Zeit, um den Ausbruch einzudämmen. Im chronisch unterfinanzierten Gesundheitsdienst NHS (National Health Serice) gibt es zudem nicht genügend Tests, Schutzausrüstungen und Beatmungsgeräte. Erste Kliniken meldeten britischen Medien zufolge sogar einen Mangel an Sauerstoff für die Beatmung der Lungenkranken.  (dpa)

Lesen Sie dazu auch: Wie ernst steht es um den britischen Premier Boris Johnson?

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Die Diskussion ist geschlossen.

08.04.2020

Wieso bangen die bei ein bißchen Grippe? Die sollen den August weiter zum Händeschütteln jagen, um möglichst viele anzustecken! Für mich gehört der in eine Pschatrie!

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