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Großbritannien

14.06.2016

Boulevard-Blatt "The Sun" macht Stimmung für den Brexit

Die "Sun" über den Brexit.
Bild: Daniel Sorabji, afp

Brexit? Die meistgelesene Zeitung Großbritanniens, die "Sun", spricht sich klar für den EU-Austritt aus – und zieht mal wieder die antideutsche Karte.

Mit dem Glauben an Großbritannien raus aus der EU – „BeLEAVE in Britain“, titelte am Dienstag die Boulevardzeitung The Sun in den Landesfarben und forderte mit der Wortschöpfung die Leser dazu auf, beim Referendum über die Mitgliedschaft in der EU am 23. Juni für „Leave“ („Verlassen“) zu stimmen. Die meistgelesene Zeitung im Königreich macht jetzt Stimmung für den Brexit und auch in den Umfragen wendet sich das Blatt.

Brexit: Die Stimmung kippt

Nachdem in den vergangenen Monaten meistens die Pro-Europäer vorne lagen, führen die „Brexiteers“ nun gleich in vier Umfragen. Wie die Meinungsforscher von YouGov ermittelt haben, sprechen sich mittlerweile 46 Prozent der Befragten für den Austritt aus. 39 Prozent wollen in der EU bleiben. In anderen Umfragen sieht es ähnlich aus. Die Stimmung kippt – vor allem dank des Themas Migration. Denn, so argumentieren die Brexiteers, nur ein Austritt könne die Netto-Einwanderung von zuletzt jährlich 330.000 Menschen eindämmen.

Sogar bei den Buchmachern, in der Regel sind sie die zuverlässigsten Zukunftsvorhersager auf der Insel, schmilzt die Aussicht auf hoche Gewinne, sollte es zum Abschied Großbritanniens aus der EU kommen. Die Wettbüros gehen zwar immer noch davon aus, dass das Königreich sich am Ende eher fürs Bleiben entscheiden wird. Doch die Quoten für risikofreudige Spieler, die auf den Austritt tippen, sind deutlich gesunken. Laut des Wett-anbieters „Ladbrokes“ stand vor wenigen Wochen die Chance auf einen Sieg der Leave-Seite bei 18 Prozent, heute liegt sie bei 43 Prozent.

Die Sun, die als eines der ersten Blätter eine klare Wahlempfehlung ausgesprochen hat, befand in dem Leitartikel auf der Titelseite, die Briten sollten sich „vom diktatorischen Brüssel befreien“, das „gierig, verschwenderisch und schikanierend“ sei. In der EU zu bleiben wäre „schlechter hinsichtlich der Einwanderung, schlechter für Jobs, schlechter für Gehälter und schlechter für unsere Lebensart“. Nach einem Brexit könnte das Königreich „reicher, sicherer und frei“ dafür sein, das eigene Schicksal zu schmieden, wohingegen es als Mitglied „verschlungen würde von einem schonungslos expandierenden, von Deutschland dominierten Länderstaat“.

Dass die konservative und europakritische Sun nun ganz offiziell für den Brexit eintritt, war zu erwarten. Bereits seit Wochen wettert sie gegen die EU, einmal war sie sogar vom Presserat gerügt worden, nachdem sie auf der Titelseite behauptete: „Queen unterstützt Brexit.“ Dabei verhält sich Königin Elizabeth II. wie bei politischen Angelegenheiten üblich neutral. Häufig zieht das Blatt die antideutsche Karte. So zeigte die Boulevardzeitung erst kürzlich Angela Merkel, die eine Marionette des britischen Premiers in den Händen hielt. Der Sun zufolge habe die Kanzlerin David Cameron gezwungen, die zentrale Forderung an Brüssel aufzugeben: eine generelle „Notbremse“ gegen den Zuzug von Einwanderern aus anderen Mitgliedstaaten.

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15.06.2016

Gründe für einen D.-EXIT ?

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Versorgung von Flüchtlingen

Gröhe greift in die Notreserve

Für die Krankenkassen ist es ein angenehmer Geldregen. 1,5 Milliarden Euro will Minister Hermann Gröhe aus dem Gesundheitsfonds, der eisernen Reserve des Gesundheitssystems, fließen lassen, ...

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Das Ministerium begründet die Finanzspritze für die Krankenkassen mit Mehrausgaben für die Versorgung von Flüchtlingen und dem Ausbau der Telemedizin.

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Da sich aber Finanzminister Wolfgang Schäuble weigert, den Krankenkassen für die Flüchtlingsversorgung mehr Geld aus Steuermitteln zu geben, greift Gröhe nun in die Geldreserven der Beitragszahler.

mehr in Quelle

https://www.tagesschau.de/inland/krankenkassen-finanzhilfen-101.html

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14.06.2016

BREXIT ... yes we can.

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Freiheit von Brüssel

... deshalb kann das Vereinigte Königreich nur gewinnen ....

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