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Ilse Aigner

09.01.2012

Bundesregierung will Antibiotika in Tierhaltung stark einschränken

In der Hähnchenzucht werden fast immer Antibiotika eingesetzt. Das will die Bundesregierung nun einschränken.

Die Bundesregierung will den Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung stark einschränken. Zuletzt waren Fälle von Antibiotika-Missbrauch etwa in der Hähnchenmast bekannt geworden.

Die Bundesregierung will einem Zeitungsbericht zufolge den Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung stark einschränken. Noch in dieser Woche werde Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) im Bundeskabinett einen entsprechenden Entwurf zur Änderung des Arzneimittelgesetzes vorlegen, berichtete das "Hamburger Abendblatt" (Montagsausgabe) unter Verweis auf einen Sprecher der Ministerin. Das hatte Aigner schon im November vergangenen Jahres angekündigt.

Antibiotika in der Hähnchenmast

Gleichzeitig sollen die Bundesländer demnach bessere Kontrollmöglichkeiten über die Abgabe von Antibiotika erhalten. Zuletzt waren Fälle von möglichem Missbrauch von Antibiotika etwa bei der Hähnchenmast bekannt geworden.

Die Verschärfung der rechtlichen Bestimmungen ziele darauf ab, den Einsatz von Antibiotika auf das zur Behandlung von Tierkrankheiten absolut notwendige Maß zu beschränken und die Befugnisse der zuständigen Kontroll- und Überwachungsbehörden der Bundesländer deutlich zu erweitern, sagte der Ministeriumssprecher dem "Hamburger Abendblatt".

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Appell: Kontrollen verstärken

Gleichzeitig appellierte das Ministerium an die Bundesländer, die Kontrollen zu verstärken. Der Bund sorge dafür, dass die zuständigen Landesbehörden ihre Überwachungsaufgaben noch effektiver, noch schneller und noch unbürokratischer erfüllen können, sagte der Ministeriumssprecher weiter. "Die Länder sind nun gefordert, diese Möglichkeiten auch auszuschöpfen. Das Ziel, den Einsatz von Antibiotika deutlich zu reduzieren, ist nur erreichbar, wenn alle an einem Strang ziehen."

Konkret soll das Arzneimittelgesetz dem Bericht zufolge in mehreren Punkten geändert werden, um die zunehmende Antibiotika-Resistenz bei Tieren zu bekämpfen. Die Überwachungsbehörden der Bundesländer sollen demnach einen erweiterten Zugriff auf die erfassten Abgabemengen von Antibiotika zu Monitoringzwecken erhalten.

Tierärzte verpflichten

Tierärzte sollten verpflichtet werden, auf Ersuchen der Überwachungsbehörden der Bundesländer alle Daten zur Abgabe und Anwendung von Antibiotika zusammengefasst zu übermitteln. Damit solle die Überwachung deutlich erleichtert, Kontrollen vereinfacht und beschleunigt werden. (afp)

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