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Bundestagswahl
26.09.2021

TV-Panne bei ARD: Was hinter der Wahl-Hochrechnung von Freitag steckt

Die ARD strahlte am Freitagabend versehentlich eine fiktive Wahlhochrechnung aus.
Foto: Britta Pedersen, dpa (Symbolfoto)

Freitagabend war in der ARD-Sendung "Gefragt, gejagt" wenige Sekunden ein Laufband mit Hochrechnungen der Bundestagswahl zu sehen. Seitdem ist die Aufregung groß.

Das Laufband mit Hochrechnungen zur Bundestagswahl war in der ARD-Vorabendsendung "Gefragt, gejagt" am Freitagabend nur wenige Sekunden eingeblendet. Und trotzdem war das Echo in sozialen Netzwerken wie Twitter groß. Schnell machten die eingeblendeten Wahlzahlen von Union (22,1 Prozent), SPD (22,7 Prozent), AfD (10,5 Prozent) und FDP (13,2 Prozent) zum Hochrechnungszeitpunkt 17.46 Uhr im Netz die Runde. Da war es weniger relevant, dass Ergebnisse von Bündnis 90/Die Grünen, die Linke und Sonstige gar nicht aufgeführt waren. Schließlich war es Freitag- und nicht Sonntagabend. Und dementsprechend konnten noch keine vorläufigen Ergebnisse der Bundestagswahl vorliegen.

AfD-Politiker Georg Pazderski nahm das "Zwischenergebnis" auf dem Kurznachrichtendienst Twitter mit Humor: "ARD hat schon die erste Hochrechnung (ab Sekunde 22). Ansonsten geht aber alles mit rechten Dingen zu bei der #btw21". Bei der Zeit hatte er sich allerdings um zwei Sekunden vertan. Das Laufband schob sich bereits ab Sekunde 19 von rechts nach links ins Bild.

Bundestagswahl: ARD lüftet nach "Gefragt, gejagt" das Rätsel der fiktiven Wahlprognose

Die ARD löste um 20 Uhr auf Twitter das Mysterium auf: "Während der heutigen Ausgabe von Gefragt,Gejagt war für wenige Sekunden ein Laufband mit fiktiven Hochrechnungszahlen zu sehen. Es war ein Test, der versehentlich on air ging. Wir bitten das zu entschuldigen." Eine TV-Panne verursachte also den ganzen Wirbel. Das Recherchenetzwerk correctiv hakte beim Sender nach: "Die ARD-Pressestelle schrieb uns per E-Mail, dass der Test des sogenannten 'Wahlcrawls' – also der Einblendung am unteren Bildschirmrand – in Vorbereitung auf den Wahlsonntag eigentlich nicht gesendet werden sollte, 'aufgrund eines Schaltfehlers aber on air ging'".

 

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Um auf Nummer sicher zu gehen, recherchierten die Investigativ-Journalisten von correctiv weiter. Die Redaktion überprüfte die Werte der versehentlich eingeblendeten, fiktiven ARD-Hochrechnung auf Plausibilität – und stellte nach eingehender Recherche fest, dass es bislang keine Umfragen mit diesen Werten gab.

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