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CDU
18.03.2020

Oettinger sieht keinen Einfluss der Corona-Krise auf Rennen um CDU-Vorsitz

CDU-Europapolitiker Günther Oettinger ist zufrieden mit der aktuellen CDU-Spitze.
Foto: Sebastian Gollnow, dpa

Exklusiv Im Kampf um den CDU-Vorsitz sieht Günther Oettinger keinen Kandidaten, der von der Corona-Krise profitiert hat. Merz, Laschet und Röttgen können derzeit alle überzeugen.

Der CDU-Europapolitiker Günther Oettinger erwartet keinerlei Auswirkungen der Coronavirus-Krise auf das Rennen um den Parteivorsitz der Christdemokraten. „Diese Krise zeigt, dass man in der Politik Management-Qualitäten, Handlungsfähigkeit und Übersicht haben muss, das können in diesen Tagen alle drei Kandidaten beweisen“, sagte der ehemalige EU-Kommissar unserer Redaktion.

Oettinger: Es gibt keinen Krisengewinner im Rennen um den CDU-Vorsitz

Friedrich Merz hat unbestreitbar eine hohe Wirtschaftskompetenz, Armin Laschet führt sehr erfolgreich die Landesregierung in NRW, das vom Coronavirus besonders betroffen ist. Und Norbert Röttgen kann mit seiner Erfahrung im Auswärtigen Ausschuss des Bundestages die Kooperation mit den Nachbarländern sowie weltweit sicherstellen“, sagte Oettinger. „Deshalb sehe ich da keinen Krisen-Gewinner oder kann erkennen, dass sich die Chancen für den einen oder anderen erhöht haben.“

Oettinger lehnte auch angesichts der vorläufigen Absage des CDU-Parteitags einen Mitgliederentscheid über den neuen Parteivorsitzenden ab. „Ich bin davon überzeugt, dass die Einwände gegen einen Mitgliederentscheid überwiegen“, sagte der frühere baden-württembergische Ministerpräsident unserer Redaktion.

„Ich halte es für besser, wenn die Kandidaten sich auf regionalen Veranstaltungen der Partei vorstellen würden und wir dann baldmöglichst auf einem Bundesparteitag den neuen Vorsitzenden wählen“, fügte er hinzu. „Es gibt da keine Eile, denn wir haben einen kompetenten Generalsekretär und eine Vorsitzende, die die Geschäfte gut führt“, betonte Oettinger.

Bundesregierung ist für Günther Oettinger aktuell "hervoragend aufgestellt"

Im Augenblick komme es vielmehr darauf an, dass die Bundesregierung in Zusammenarbeit mit den Ländern Führung zeige. „Und da sind wir mit der Bundeskanzlerin, dem Bundesgesundheitsminister sowie den übrigen Kabinettsmitgliedern und den sich sehr verantwortungsbewusst verhaltenden Ministerpräsidenten hervorragend aufgestellt“, sagte Oettinger.

Das ausführliche Interview mit Günther Oettinger finden Sie hier: Günther Oettinger: "Einige Krisen sind nicht mit Worten lösbar"

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