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Jugendschutz

10.12.2019

CSU macht in Unionsfraktion Druck für Tabakwerbeverbot

Um den Jugendschutz zu verbessern, werden Rufe nach einem umfassenden Verbot von Tabakwerbung laut.
Bild: Oliver Berg, dpa (Symbol)

Exklusiv Um den Jugendschutz zu verbessern, fordern CSU-Politiker, dass auch in Kinos und auf Plakaten nicht mehr für Tabakprodukte geworben werden darf.

In der CSU wächst die Zustimmung für eine Ausdehnung des Tabakwerbeverbots auf Kino- und Plakatwerbung. „Wir kommen in diesem Fall einer lange bestehenden internationalen Verpflichtung nach“, sagte Unions-Fraktionsvize Georg Nüßlein unserer Redaktion. „Das entscheidende Argument heißt aber: Am Rauchen sterben jährlich 120.000 Menschen in unserem Lande“, betonte der CSU-Gesundheitsexperte.

CSU-Rechtsexperte: "Tabakwerbung will zum Rauchen verführen"

Auch der CSU-Rechtsexperte Volker Ullrich forderte aus Jugendschutzgründen ein Außenwerbeverbot für die Tabakindustrie. „Rauchende Menschen, die Kindern und Jugendlichen auf dem Weg zur Schule oder im Kino auf Plakaten entgegen lachen, müssen verboten werden“, sagte er unserer Redaktion. „Deutschland kann nicht das einzige EU-Land bleiben, in dem Tabakaußenwerbung an Litfaßsäulen erlaubt bleibt“, betonte er. „Tabakwerbung will zum Rauchen verführen und lässt die Hemmschwelle von Kindern und Jugendlichen vor Zigarettenkonsum sinken. Zum besseren Schutz von Kindern und Jugendlichen muss der Gesetzgeber klare Grenzen ziehen.“

Auch Ullrich macht sich für eine Ausweitung des Verbots auf neue Produkte stark: „Ausnahmen für E-Zigaretten dürfen wir nicht zulassen“, betonte er. „Unternehmerische Freiheit hat dort Grenzen, wo die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen auf dem Spiel steht.“ Er hoffe, dass die CDU/CSU-Bundestagsfraktion „mehrheitlich klar Ja zu einem effektiven Kinder- und Jugendschutz sagt“, fügte er hinzu. „Ein Tabakwerbeverbot muss kommen. Das ist keine Bevormundung, sondern Jugendfürsorge.“

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