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Attentat in Neuseeland

26.03.2019

Christchurch-Attentat: Hausdurchsuchung in Österreich

Ein bewaffneter ist in der Nähe der the Masjid-Al-Noor-Moschee im Einsatz. Am 15. März hatte ein Attentäter 50 Menschen getötet und Dutzende verletzt.
Bild: Martin Hunter, dpa (Archiv)

In Zusammenhang mit dem Attentat von Christchurch am 15. März ist in Österreich die Wohnung des Sprechers der rechten "Identitären Bewegung" durchsucht worden.

In Österreich ist im Zusammenhang mit dem Attentat von Christchurch die Wohnung des Sprechers der rechten "Identitären Bewegung" (IB) durchsucht worden. Das bestätigte am Dienstag ein Sprecher des Innenministeriums in Wien. Aus ermittlungstaktischen Gründen gab die Staatsanwaltschaft zunächst keine Details bekannt. Die "Identitären" wenden sich unter anderem gegen "unkontrollierte Massenzuwanderung". Der mutmaßliche Todesschütze von Christchurch ist ein 28 Jahre alter Rechtsextremist aus Australien.

Hausdurchsuchung in Österreich: Hat der Attentäter von Christchurch an die IB gespendet?

Nach Angaben des Sprechers der "Identitären", Martin Sellner, war der Grund für die Hausdurchsuchung eine mögliche Spende des Tatverdächtigen von Christchurch an die Bewegung. Die Ermittlungen liefen wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung, so Sellner in einem selbst gedrehten Video

Darin erklärt Sellner, er habe mit dem Tatverdächtigen und dem Massaker in Neuseeland nichts zu tun. Vielmehr habe der 28-jährige Australier mit seiner "unverhältnismäßig hohen Spende" der Bewegung schaden wollen. "Er wollte mich damit in die Sache hineinziehen", sagt Sellner in dem Video. Den Betrag werde er einer karitativen Einrichtung spenden, so Sellner.

Attentäter von Christchurch soll durch Österreich gereist sein

Nach Medienberichten war der Tatverdächtige im November 2018 durch Österreich gereist, möglicherweise auf den Spuren berühmter Schlachten. Auf einer seiner Waffen war der Name des Kommandanten Ernst Rüdiger von Starhemberg zu lesen, der die Stadt Wien während der zweiten Türkenbelagerung 1683 erfolgreich verteidigt hatte. 

Angriff in Christchurch: Polizisten vor der Moschee im Ortsteil Linwood.
8 Bilder
Terror in Christchurch: Angriff auf zwei Moscheen
Bild: Mark Baker/AP (dpa)

Bei dem Anschlag auf zwei Moscheen in Christchurch am 15. März waren während der Freitagsgebete 50 Menschen getötet und Dutzende verletzt worden. Der Tatverdächtige sitzt in Untersuchungshaft, ihm droht wegen vielfachen Mordes lebenslange Haft. (dpa)

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