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FDP-Chef

02.06.2019

Christian Lindner äußert sich zu Klimapolitik und Nahles-Rücktritt

Christian Lindner kritisierte erneut die Klimapolitik. Seine Aussagen sorgen für gespaltene Meinungen im Netz.
Bild: Britta Pedersen, dpa

Christian Lindner schlägt mit seinen Aussagen häufig Wellen in den sozialen Medien. Auch er äußerte sich zum Nahles-Rücktritt. Zuvor kritisierte er die strenge Klimapolitik.

FDP-Chef Lindner sorgte mit Aussagen zum Klimaschutz für hitzige Debatten im Netz. In einem aktuellen Interview mit dem Deutschlandfunk kritisierte er die Klimapolitik: Deutschland habe einen radikalen Weg eingeschlagen und könnte dabei zu einem Negativ-Beispiel werden, so seine Sorge.

Seiner Meinung nach könnten einige Klimaschutzmaßnahmen eine "soziale Spaltung", mit sich bringen, wie der Deutschlandfunk berichtet. Nun sorgte der Rücktritt der SPD-Chefin Andrea Nahles für weiteren Aufruhr im Netz. Auch Lindner teilte seine Meinung auf Twitter mit: Er habe Respekt vor Nahles, sie sei eine ehrliche und kompetente Politikerin. "Der Umgang mit Nahles sollte alle in Politik und Medien zum Nachdenken bringen", so der FDP-Chef.

 

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FDP-Chef Lindner will eine gemäßigte Klimapolitik

Lindner ist sehr aktiv in den sozialen Medien und scheut nicht davor seine Meinung zu veröffentlichen - auch wenn diese eventuell polarisiert. So wie seine aktuellen Aussagen zu Deutschlands Klimapolitik: "Meine Sorge ist, dass die gut Betuchten, die sich grüne CO2-Preise leisten können, so weitermachen wie bisher. Die fliegen auch weiter zum Backpacker-Urlaub nach Asien, weil sie sich es leisten können, und die anderen, die nicht so hohes Einkommen haben, das sind dann diejenigen, die auf Auto, auf Urlaub, auf Ernährungsgewohnheiten verzichten müssen und das ist eine neue soziale Spaltung, die wir nicht haben müssen", sagte Lindner in einem Interview. Er plädiert für Klimaschutz mit Maß und wolle beispielsweise in Sachen Heizungen und Gebäudesanierung besser vorankommen.

"Gegenwärtig wird ja abstrakt gesprochen über Klimaschutz, ohne dass wir die Preise benennen, und meine Sorge ist, dass die Zustimmung zu einer radikalen Klimapolitik in den nächsten Jahren und Jahrzehnten massiv zurückgehen könnte, wenn wir tatsächlich die Auswirkungen sehen", meinte er. "Deshalb sollten wir im Entwicklungspfad jetzt den richtigen Weg einschlagen."

Lindner kritisiert Empörungswellen im Internet

Zuvor kritisierte Lindner in einem Interview mit der ZeitungWelt, Grünen-Politiker Robert Habeck, weil dieser von einem fleischlosen Deutschland träume. Mit Welt-Chefredakteur Ulf Poschardt diskutierte er nach dem Interview auf Twitter weiter.

 

Etliche Tweets, die seine Aussagen thematisieren, beförderten Lindner kurze Zeit unter die Top-Trends auf Twitter. Auch das kritisierte der FDP-Chef: "Ich halte nichts davon, dass so schnell gewechselt wird von Hosianna zu kreuziget ihn, dass jede Formulierung ohne jedes Wohlwollen sofort öffentlich zerrissen wird."

Seine Partei steht allerdings mit großer Mehrheit hinter ihm. Der 40-Jährige bekam bei der Wahl zum Parteitag in Berlin im April 86,6 Prozent der Stimmen (519 von 599 gültigen Stimmen) und lag damit nur wenig unter den 91 Prozent, die er vor zwei Jahren erhalten hatte. (AZ)

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03.06.2019

Wie peinlich für Lindner:
Erst geht er diesem Professor mit Rechenschwäche aus Schmallenberg auf den Leim und blamiert sich - oder sollte ich besser sagen: outet sich als Freund und Unterstützer der - z.T. betrügerischen - Autoindustrie? -,
dann zeigt Lindner seinen Unmut über die Kritik an der mangelnden „Bekämpfung“ des menschengemachten Klimawandels und versucht diese an einem „Fehlverhalten“ von politisch hellwachen und aktiven Schülern (= Schule schwänzen, um ihre Zukunft zu sichern) zu verstecken! Ärmlich, wie er diesen engagierten und mutigen Schülern fehlendes Wissen und unlautere Motive unterstellt!
Und für die Klimapolitik fordert er neoliberal, aber nutzlos: halb-schwanger!
Wem dieser Lindner wohl sonst noch so alles auf den Leim geht?
Ach ja!
Die Benachteiligung der Frauen will er auch nicht verbindlich, weder innerhalb der alten FDP noch sonst, bekämpfen!
Und der Grundsatz „Eigentum verpflichtet“, wäre bei Lindner auch nicht gerade in guten Händen! Will er doch die mögliche Enteignung für bestimmte, nachvollziehbare Fälle aus dem Grundgesetz streichen!
Und gegen die Grundrente ist er sowieso!
Also weiter mit der neoliberalen Irrfahrt zugunsten der Reichen und Mächtigen und auf Kosten der Abgehängten, der Schwachen, der Frauen, der Alleinerziehenden, der Mindestlöhner und der Umwelt?

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