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Jemen

09.04.2015

Claudia Roth fordert Ende der saudi-arabischen Luftangriffe im Jemen

Bundestags-Vizepräsidentin Claudia Roth kritisiert die gleichgültige Haltung Deutschlands und der EU gegenüber dem saudi-arabischen Einsatz im Jemen.
Bild: Fred Schöllhorn (Archivfoto)

Die Grünen-Politikerin Claudia Roth fordert eine diplomatische Initiative gegen den saudi-arabischen Militäreinsatz im Jemen. Dem saudischen Königshaus macht sie schwere Vorwürfe.

Angesichts der gewaltsamen Eskalation im Jemen hat Bundestags-Vizepräsidentin Claudia Roth die Bundesregierung und die Europäische Union zu einer diplomatischen Initiative aufgefordert. Diese soll laut der Grünen-Politikerin darauf abzielen, Saudi-Arabien zu einem Ende der Bombardements im Jemen zu drängen. "Es ist inakzeptabel, dass die EU und Deutschland das Vorgehen Saudi-Arabiens im Jemen und deren konfessionell konzipierten Außenpolitik weiterhin achselzuckend hinnehmen oder gar verbal und aktiv bejahen", sagte Roth in Berlin. 

"Saudi-Arabien muss auf diplomatischem Wege klare Signale von den sogenannten befreundeten Staaten und Waffenlieferanten erhalten, mit dieser abenteuerlichen Außenpolitik aufzuhören", sagte Roth. Eine von Saudi-Arabien geführte militärische Allianz bombardiert seit mehr als zwei Wochen Stellungen der schiitischen Huthi-Rebellen im Jemen.

Extremistischer Islam könnte sich verbreiten

Roth, die über den Wahlkreis Augsburg-Stadt in den Bundestag gewählt wurde, sagte: "Innerhalb weniger Tage sind dort Hunderte Tote und Tausende Verletzte zu beklagen. Hinzu kommen Tausende Vertriebene und Flüchtlinge." Die internationale Gemeinschaft dürfe Saudi-Arabien nicht glauben, dass es in dem Bürgerkrieg im Jemen um eine schiitische Invasion im eigenen Hinterhof gehe. Der saudischen Herrscherfamilie gehe es weder um Rechtsstaatlichkeit noch um Menschenrechte. Vielmehr wolle das Land eine fundamentalistische und extremistische Interpretation des Islam exportieren. dpa

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