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Innenpolitik

20.11.2012

Copé wird Nachfolger von Sarkozy an UMP-Spitze

Jean-François Copé (M) setzte sich bei der höchst umstrittenen Parteichef-Kür der UMP letztlich durch. Foto: Yoan Valat dpa

Der erbitterte Machtkampf um den Vorsitz der größten französischen Oppositionspartei UMP ist entschieden. Die Wahlkontrolleure erklärten in der Nacht zum Dienstag den früheren Fraktionschef Jean-François Copé zum Sieger der von Manipulationsvorwürfen überschatteten Mitgliederabstimmung.

Der 48-jährige Copé folgt Nicolas Sarkozy nach, der bis zu seiner Niederlage bei der Präsidentenwahl im Mai als unumstrittene Führungsfigur der Partei wirkte.

Copé forderte die zerstrittene Partei zur Geschlossenheit auf. "Es ist an der Zeit, ein neues Kapitel aufzuschlagen. Die Wahlperiode ist vorbei", sagte er am Dienstag. Nun gehe es um die Rückeroberung der Herzen und der politischen Macht. Copé will dabei eine stolze und von Komplexen befreite Rechte verkörpern. An das Risiko einer Spaltung der Partei glaube er nicht, sagte der Politiker.

Einziger Gegner von Copé bei der Kür des Parteichefs war der frühere Premier François Fillon. Dieser unterlag denkbar knapp mit 49,97 zu 50,03 Prozent der Stimmen. Die UMP-Wahlkontrolleure bezifferten den Vorsprung des Siegers letztlich auf gerade einmal 98 der knapp 175 000 gültigen Stimmen. Die Partei zählt rund 300 000 Mitglieder.

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Dem unterlegenen Fillon bot Copé einen Stellvertreterposten an. Dieser wollte sich aber zunächst nicht zu seinen Zukunftsplänen äußern. Das Duell zwischen Copé und Fillon hatte sich zuletzt zu einem erbitterten Lagerkampf entwickelt, der die Partei zu spalten drohte. Beide Kandidaten hatten sich nach der Abstimmung zum Sieger erklärt und dem Gegner Wahlfälschung vorgeworfen.

Die Wahl des Parteivorsitzenden gilt als mögliche Vorentscheidung über die Kandidatur für die Präsidentschaftswahl 2017 - auch wenn die UMP dafür voraussichtlich erstmals Vorwahlen nach US-amerikanischem Vorbild abhalten will. Fillon gilt nun als möglicher UMP-Kandidat für die Bürgermeisterwahlen in Paris im Jahr 2014. (dpa)

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