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Corona-Impfnachweis
23.07.2021

FDP macht Spahn für Impfzertifikate-Chaos in Apotheken verantwortlich

Gesundheitsminister Jens Spahn steht wegen der Zwangspause für Impfzertifikate in der Kritik.
Foto: Fabian Sommer, dpa (Archiv)

Exklusiv Die FDP-Expertin Christine Aschenberg-Dugnus gibt CDU-Gesundheitsminister Jens Spahn eine Mitschuld am bundesweiten Stopp der Impfzertifikate in Apotheken.

Es ist eine Hiobsbotschaft für hunderttausende Deutsche in der Haupturlaubssaison: Die Apotheken können bis auf Weiteres keine Impfzertifikate für Corona-Impfungen mehr ausstellen. Die Nachfrage ist riesig: Seit dem Start des Angebots und der sogenannten CovPass-App haben mehr als zwölf Millionen geimpfte Bürgerinnen und Bürger in den 17.900 teilnehmenden Apotheken sich gegen Vorlage des gelben Papier-Impfausweises digitale Impfnachweise ausstellen lassen.

Doch seit Mittwoch steht das nötige Computersystem für die Apotheken in ganz Deutschland still. „Aktuell können über den DAV-Server keine Impfzertifikate ausgestellt werden“, teilte der Deutsche Apothekerverband am Donnerstag mit.

QR-Codes sind für Impfstatus in Apps notwendig

Auslöser waren offenbar Recherchen des Handelsblatts, bei denen die Reporter Manipulationsmöglichkeiten des Systems für gefälschte Impfpässe nachweisen wollten. Der Apothekerverband stoppte nach dem erfolgreichen Manipulationsversuch in Absprache mit dem Gesundheitsministerium das Internetportal für die Ausstellung der Zertifikate.

 

Ohne die sogenannten QR-Codes auf den Zertifikaten kann der Status „geimpft“ nicht in die CovPass-App oder die Corona-Warn-App übertragen werden. In diesem Fall bleibt nur der Nachweis über den alten gelben Impfpass.

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Stopp bei digitalen Impfzertifikaten: FDP macht Spahn für Chaos mitverantwortlich

Die FDP macht CDU-Bundesgesundheitsminister Jens Spahn für das Chaos mitverantwortlich. „Bei rechtzeitigem Handeln durch die Umsetzung eines digitalen Impfpasses, wie es die FDP-Bundestagsfraktion bereits 2019 – lange vor der Pandemie – gefordert hat, wäre der ganze nachträgliche Aufwand nicht nötig gewesen“, sagte die Gesundheitsexpertin der FDP-Bundestagsfraktion, Christine Aschenberg-Dugnus, unserer Redaktion.

FDP-Gesundheitsexpertin Christine Aschenberg-Dugnus kritisiert Versäumnisse bei der Einführung von digitalen Impfpässen.
Foto: Christoph Soeder, dpa (Archiv)

„Wir wussten schließlich lange vor der ersten Impfung, dass es zugelassene Impfstoffe und Geimpfte geben wird“, betonte sie. „Wir hätten uns das heutige Chaos und jede Menge Geld sparen können, wenn die Bundesregierung rechtzeitig gehandelt hätte. Es wäre mit weniger Aufwand für den Bürger verbunden und auch sicherer gewesen, wenn schon seit Beginn der Impfkampagne der QR-Code direkt hätte übertragen werden können.“

Digitaler Impfpass: Sicherheitsproblem bei 430 Gastzugängen des Servers

Die Apothekerverbände hatten auf ihrem Apothekenportal nach eigenen Angaben innerhalb kürzester Zeit die technische Infrastruktur aufbauen müssen, damit Apotheken gegen Vorlage des gelben Impfpasses über das Internetportal schnell digitale Impfzertifikate ausstellen können.

Das Sicherheitsproblem liegt offenbar bei später erstellten Gastzugängen. Ursprünglich war das Portal nur für Apotheken vorgesehen, deren Inhaberinnen und Inhaber nachweislich Mitglieder in den Landesapothekerverbänden sind. Später habe man aus rechtlichen Gründen einen Gastzugang für Apotheken schaffen müssen, die nicht einem Verband angehören. Insgesamt gehe es um 470 Gastzugänge.

Wegen der Sicherheitslücke ist keine Ausstellung von digitalen Impfnachweisen in Apotheken möglich. Mit dem analogen Impfpass kann man dennoch reisen.
Foto: Puchner, dpa (Symbolbild)

„Das Handelsblatt hat nun mithilfe von professionell gefälschten Dokumenten einen Gastzugang für einen nicht existierenden Apothekeninhaber erzeugt“, erklärte der Apothekerverband. „Dazu wurden eine gefälschte Betriebserlaubnis und ein gefälschter Bescheid des Nacht- und Notdienstfonds vorgelegt.“ Unter der gefälschten Apotheken-Identität seien dann zwei Impfzertifikate ausgestellt worden.

Sicherheitslücke bei Impfzertifikaten: Apothekenverband schließt Betrug aus

Die Journalisten hätten den Verband anschließend über den erschlichenen Zugang informiert. Der Apothekerverband stoppte daraufhin das Portal, um alle Gastzugänge einer Prüfung zu unterziehen. „Diese hat bis zum heutigen Donnerstagmittag keine Hinweise auf andere unberechtigte Zugänge ergeben, deren Erstellung in betrügerischer Absicht nur mit erheblichem Aufwand und krimineller Energie denkbar ist“, erklärte der Verband, der nun verschärfte Sicherheitsmaßnahmen prüft. „Wann die Ausstellung von Zertifikaten wieder aufgenommen wird, steht noch nicht fest.“

Impfzentren sind nicht von Zertifikat-Stopp betroffen

In zahlreichen bayerischen Impfzentren werden die digitalen Impfnachweise direkt nach der zweiten Impfung erzeugt. Beim Impfstoff von Johnson & Johnson reicht dafür eine Einfachimpfung. Arztpraxen stellen dagegen in der Regel nur Einträge in den gelben Impfausweis aus, die in den Apotheken übertragen werden.

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Die Diskussion ist geschlossen.

23.07.2021

Die Liste des Versagens der letzten Jahrzehnte ist endlos lang - Na und, was passiert jetzt?

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23.07.2021

Ganz einfach: die Versager werden wieder gewählt werden.

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23.07.2021

Es ist einfach nur noch erschütternd, was heute im Verantwortungsbereich von Fachministern alles passieren kann, ohne das daraus irgendwelche Konsequenzen daraus gezogen werden.

Ob Verkehrs- oder Gesundheitsminister im Bund oder Innenminister in NRW oder RP.

Was haben diese Menschen noch in ihren Jobs verloren? Wieso werden die von ihren Chefs nicht gefeuert?

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