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Corona-Krise
12.05.2020

Wer sind die neuen Corona-Wutbürger?

Demo gegen die Corona-Beschränkungen. Der gemeinsame Nenner ist die Ablehnung der Regierung, der Medien und der demokratischen Konsensfindung.

Plus In den ersten Wochen der Corona-Krise gab es einen großen Konsens zwischen Politikern und Bürgern. Was treibt die Menschen an, die nun auf die Straße gehen? 

Ihren Namen will sie am Ende dann doch nicht in der Zeitung lesen. Doch so viel will die Frau die Welt schon wissen lassen: Sie ist sauer. Sauer auf die Politik. Sauer auf die Medien. Sauer auf das RKI und die Virologen. Und ihr Ärger treibt sie auf die Straße. "Ich bin eine 64 Jahre alte Frau und war zum ersten Mal auf einer Demo", sagt sie.

Am Samstag stand sie auf dem Augsburger Rathausplatz und protestierte. Gegen die Corona-Maßnahmen der Regierung, gegen die Einschränkung des öffentlichen Lebens, gegen die wirtschaftlichen Restriktionen. Gründe gibt es schließlich mehr als genug. "Ich habe mit einer Frau meines Alters gesprochen, ihr Schwiegersohn kann jetzt seine Miete nicht mehr bezahlen. Ich habe mit drei jungen Leuten gesprochen. Sie fürchten um ihre Freiheit und besonders um ihre Grundrechte. Ich hörte von einem Hausarzt, der die psychischen Probleme seiner Patienten durch die Corona-Maßnahmen behandeln muss", erzählt die Frau – man könnte sie "Erika Mustermann" nennen, denn sie steht für eine wachsende Zahl von Menschen.

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