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Bild: Fabian Strauch, dpa (Archiv)
Bild: Fabian Strauch, dpa (Archiv)

Die Coroa-Regeln in Deutschland wurden verlängert: Der Lockdown gilt bis mindestens Mitte Februar. Arbeitgeber sollen mehr Homeoffice ermöglichen.

Corona-Maßnahmen
24.02.2021

Corona-Regeln im Februar und März: Diese Maßnahmen gelten

Von Michael Stifter, Anna Hell und Sascha Geldermann

Am 10. Februar hatten Bund und Länder die Corona-Regeln verlängert. Wir geben einen Überblick über die Maßnahmen.

Die strengen Corona-Regeln und der Lockdown in Deutschland gelten nach einem Beschluss von Bund und Ländern mindestens bis zum 7. März 2021. Bund und Länder haben die Maßnahmen am 10. Februar verlängert. Wir geben einen Überblick.

Corona-Regeln in Deutschland bis mindestens 7. März

  • Medizinische Masken in öffentlichen Verkehrsmitteln, Geschäften und bei Gottesdiensten: Die Maskenpflicht in Deutschland gilt weiterhin. In Bus und Bahn und in Geschäften müssen sogenannte OP- oder die besseren FFP2-Masken getragen werden - für Kirchen, Synagogen und Moscheen gilt das ebenfalls. In Bayern sind in öffentlichen Verkehrsmitteln und Läden sogar nur FFP2-Masken oder vergleichbare Standards wie KN95 erlaubt.
  • Homeoffice: Arbeitgeber müssen ihren Beschäftigten "überall dort, wo es möglich ist", das Arbeiten im Homeoffice ermöglichen. Diese Regel gilt erst einmal bis zum 15. März. Damit soll erreicht werden, dass weniger Menschen den Nahverkehr nutzen. Wo kein Homeoffice möglich ist, müssen Abstandsregeln eingehalten oder medizinische Masken getragen werden.
  • Alten- und Pflegeheime: Personal soll beim Kontakt mit Bewohnern immer FFP2-Masken tragen. Pflegekräfte und Besucher sollen konsequenter getestet werden.
  • Private Treffen und Kontaktbeschränkungen: Der eigene Haushalt darf sich nur mit einer weiteren Person treffen. Kinder unter 14 Jahren zählen in den meisten Bundesländern mit. In Bayern gibt es Ausnahmen: Kinder bis einschließlich drei Jahre sind von der Regelung ausgenommen. Außerdem gilt die neue Beschränkung nicht für Großeltern, die sich um ihre Enkel kümmern. Oma und Opa dürfen also weiterhin gemeinsam zur Betreuung kommen.
  • Gastronomie und Alkohol: Restaurants und Kneipen bleiben geschlossen. Der Verzehr von Speisen vor Ort ist verboten. Zubereitete Gerichte dürfen aber weiterhin abgeholt oder nach Hause geliefert werden.
  • Betriebskantinen: Seit dem 11. Januar sind bundesweit auch Betriebskantinen geschlossen - sofern die Arbeitsabläufe im Unternehmen dies zulassen. Eine Abgabe von mitnahmefähigen Speisen und Getränken bleibt erlaubt, der Verzehr vor Ort ist jedoch untersagt.
  • Kirchenbesuch: Gottesdienste in Kirchen, Synagogen und Moscheen sowie die Zusammenkünfte anderer Glaubensgemeinschaften sind nur unter Einhaltung von Hygieneregeln erlaubt. Dazu gehören: Mindestabstand von eineinhalb Metern, kein Gesang und eine Maskenpflicht, bei der nun medizinische Masken vorgeschrieben sind.
  • Reisen und Quarantäne: Alle Bürgerinnen und Bürger werden eindringlich gebeten, von nicht zwingend notwendigen Reisen im Inland oder ins Ausland abzusehen. Bei Wiedereinreisen aus ausländischen Risikogebieten gilt die Pflicht zur Eintragung in die digitale Einreiseanmeldung sowie eine Quarantänepflicht für einen Zeitraum von zehn Tagen nach Rückkehr. Der zusätzlich verpflichtende Coronatest zur Einreise kann entweder binnen 48 Stunden vor dem Einreisezeitpunkt oder unmittelbar danach erfolgen. Die Quarantäne kann mit einem weiteren negativen Test frühestens am fünften Tag nach der Einreise beendet werden.

Corona-Maßnahmen in Deutschland: Friseure können am 1. März öffnen

  • Einzelhandel: Es sind die Läden und Geschäfte geschlossen, die für den täglichen Bedarf nicht zwingend gebraucht werden. Die Lebensmittelversorgung ist gewährleistet, Supermärkte, Getränkehandel und Wochenmärkte sind geöffnet. Auch Apotheken, Drogerien und Reformhäuser müssen im Lockdown nicht schließen. Es gibt aber noch eine Reihe weiterer Ausnahmen: Reinigungen, Optiker, Hörgeräteakustiker, Abhol- und Lieferdienste, Auto- und Fahrradwerkstätten, die Post, Sanitätshäuser, Läden für Tierbedarf, Tankstellen und Banken sind nicht betroffen. Für den geschlossenen Einzelhandel sollen laut den Beschlüssen vom 10. Februar ab einem Inzidenzwert von 35 Öffnungen möglich sein.
  • Friseure: Für Friseure gibt es etwas früher Corona-Lockerungen: Ab dem 1. März sollen sie unter strengen Auflagen wieder öffnen dürfen. In Bayern werden sämtliche Einrichtungen, die sich der Körperhygiene widmen, den Friseuren gleichgestellt, erklärte die Staatsregierung am 23. Februar - damit können zum Beispiel auch Nagelstudios zum 1. März wieder öffnen. Ebenfalls öffnen dürfen ab März in Bayern Baumärkte, Gärtnereien, Gartenmärkte, Blumenläden und Baumschulen.
  • Medizinische Behandlungen: Behandlungen wie Physio-, Ergo- und Logotherapien oder Fußpflege, die medizinisch notwendig sind, bleiben grundsätzlich weiter erlaubt.

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Corona-Regeln in Bayern: Ausgangssperre gelockert

  • Nächtliche Ausgangssperre in Bayern: Die Ausgangssperre gilt in Bayern nur noch in Hotspots: Zwischen 22 und 5 Uhr ist der Aufenthalt im öffentlichen Raum dort nur mit einem triftigen Grund erlaubt. Die Ausgangssperre entfällt in den Landkreisen und kreisfreien Städten, in denen die Inzidenz seit mindestens sieben Tagen unter 100 liegt. Hier bekommen Sie immer aktuelle Angaben: Wo gilt die nächtliche Ausgangssperre in Bayern noch?
  • Schulen und Kitas: Für Grundschüler, alle Abschlussklassen und die Schüler in entsprechenden Stufen an Förderschulen gibt es wieder Wechsel- oder Präsenzunterricht. Für andere Schüler findet Distanzunterricht statt. An Kitas ist eingeschränkter Regelbetrieb möglich. Bei einer Inzidenz über 100 gibt es wieder Einschränkungen.

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