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Corona: Jetzt schlägt die Stunde der Krankenhäuser

Kommentar Von Michael Pohl
19.03.2020

Die Sparpolitik ist am deutschen Gesundheitssystem nicht spurlos vorübergegangen. In der Coronakrise sind gut ausgerüstete Krankenhäuser aber essenziell.

Die Coronavirus-Krise ist eine Zäsur in der deutschen Gesundheitspolitik: Die nächsten Wochen und Monate werden zu einer Bewährungsprobe für die Krankenhauslandschaft. Noch sollten die Deutschen vorsichtig sein, auf die Situation in Italien herabzuschauen, wo inzwischen eine Lungenentzündung für Menschen über 85 Jahre einem Todesurteil gleich kommt, da nicht genug Intensivmedizinkapazitäten bereitstehen. Denn noch weiß niemand, ob ähnliche Schreckensszenarien auch bei uns Wirklichkeit werden.

Deutsche Kliniken haben auch nur begrenzte Kakazitäten für Coronapatienten

Unsere Kliniken verfügen über stärkere, aber dennoch begrenzte Notfallkapazitäten. Und ähnlich wie in Italien trifft die Krise auf eine Kliniklandschaft, die seit Jahren unter hartem Kostendruck und Sparpolitik leidet. Am meisten wurde diese Politik auf dem Rücken des Pflegepersonals, aber auch der angestellten Ärzte ausgetragen. Die Corona-Krise macht deutlicher denn je, dass Krankenhäuser zur öffentlichen Grundversorgung gehören. In der Not sind alle froh über den viel gescholtenen „Bettenberg“. Wenn diese Krise vorbei ist, sollten wir beginnen, der gnadenlosen Durchökonomisierung des Klinikwesens ein Ende zu bereiten.

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