Weiter mit Tracking durch Dritte

Besuchen Sie unsere Website mit personalisierter Werbung und Werbetracking durch Dritte. Details und Informationen zu Cookies, Verarbeitungszwecken sowie Ihrer jederzeitigen Widerrufsmöglichkeit finden Sie in der Datenschutzerklärung und in den Privatsphäre-Einstellungen.

Weiter mit dem PUR-Abo

Nutzen Sie unser Angebot ohne Werbetracking durch Dritte für 4,99 Euro/Monat. Kunden mit einem bestehenden Abo (Tageszeitung, e-Paper oder PLUS) zahlen nur 0,99 Euro/Monat. Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des PUR-Abos finden Sie in der Datenschutzerklärung.

Zum Angebot Bereits PUR-Abonnent? Hier anmelden

Tracking durch Dritte: Zur Finanzierung unseres journalistischen Angebots spielen wir Ihnen Werbung aus, die von Drittanbietern kommt. Zu diesem Zweck setzen diese Dienste Tracking-Technologien ein. Hierbei werden auf Ihrem Gerät Cookies gespeichert und ausgelesen oder Informationen wie die Gerätekennung abgerufen, um Anzeigen und Inhalte über verschiedene Websites hinweg basierend auf einem Profil und der Nutzungshistorie personalisiert auszuspielen.

Verarbeitungszwecke:
Informationen auf einem Gerät speichern und/oder abrufen

Für die Ihnen angezeigten Verarbeitungszwecke können Cookies, Gerätekennungen oder andere Informationen auf Ihrem Gerät gespeichert oder abgerufen werden.

Personalisierte Anzeigen und Inhalte, Anzeigen und Inhaltsmessungen, Erkenntnisse über Zielgruppen und Produktentwicklungen

Anzeigen und Inhalte können basierend auf einem Profil personalisiert werden. Es können mehr Daten hinzugefügt werden, um Anzeigen und Inhalte besser zu personalisieren. Die Performance von Anzeigen und Inhalten kann gemessen werden. Erkenntnisse über Zielgruppen, die die Anzeigen und Inhalte betrachtet haben, können abgeleitet werden. Daten können verwendet werden, um Benutzerfreundlichkeit, Systeme und Software aufzubauen oder zu verbessern.

▌▉▍▉▉▍▉▌▌▉▍▉▌ ▉▌▌▉▍▉▌▌▉▍▉▍▉▍ ;▌▉▍▉▉▍▉▌▌▉▍▉▌
Newsticker
Weiterhin zehntausende Menschen in Kiew ohne Strom
  1. Startseite
  2. Politik
  3. Covid-19-Pandemie: Städte- und Kinderschutzbund warnen vor verdeckter Gewalt gegen Kinder in Corona-Krise

Covid-19-Pandemie
04.04.2020

Städte- und Kinderschutzbund warnen vor verdeckter Gewalt gegen Kinder in Corona-Krise

Weil Kinder wegen geschlossener Schulen und Vereine derzeit weniger Kontakt zu anderen Menschen haben, fällt es seltener auf, wenn sie zu Hause Gewalt erfahren.
Foto: Alexander Kaya

Exklusiv Frühwarnsysteme bei Gewalt gegen Kinder funktionieren durch Kontaktbeschränkungen in Corona-Zeiten kaum noch, aber es gibt mehr Anrufe bei Krisentelefonen.

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund und der Kinderschutzbund warnen vor einer Zunahme unentdeckter Gewalt gegen Kinder in der Coronavirus-Krise angesichts von Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen. „Es besteht die Befürchtung, dass es durch die Ausgangsbeschränkungen und die Kontaktsperre in den nächsten Wochen verstärkt zu Gewalt in Familien kommen kann“, sagte Geschäftsführer Gerd Landsberg unserer Redaktion. „Problematisch ist, dass persönliche Kontakte zwischen Jugendämtern und Familien derzeit die Ausnahme sind“, fügte er hinzu.

Viele Frühwarnsysteme gegen Gewalt an Kindern funktionieren wegen Corona nicht

Auch andere Frühwarnsysteme seien derzeit sehr eingeschränkt: „Die Kinder besuchen auch nicht mehr die Kitas, die Schule oder die Sportvereine, Orte, an denen ein möglicher Missbrauch entdeckt werden könnte“, sagte Landsberg. Jugendämter versuchten nun über Telefon, Mail oder Videoanrufe Kontakt zu den Familien mit Hilfebedarf zu halten. In Härtefällen würden die Kinder oftmals weiter in Kitas und Schulen betreut. „Notwendig wäre es, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Jugendämtern zu den systemrelevanten Berufen zu zählen und sie mit Schutzkleidung auszustatten“, forderte der Städtebunds-Geschäftsführer. Dann könnten auch Hausbesuche stattfinden.“

Wir benötigen Ihre Einwilligung, um die Datawrapper-Grafik anzuzeigen

Hier kann mit Ihrer Einwilligung ein externer Inhalt angezeigt werden, der den redaktionellen Text ergänzt. Indem Sie den Inhalt über „Akzeptieren und anzeigen“ aktivieren, kann die Datawrapper GmbH Informationen auf Ihrem Gerät speichern oder abrufen und Ihre personenbezogenen Daten erheben und verarbeiten. Die Einwilligung kann jederzeit von Ihnen über den Schieberegler wieder entzogen werden. Datenschutzerklärung

Man versuche, die Kinder zu schützen und die Familien entlasten, die schon ohne Corona den Alltag kaum schafften. „Die Jugendämter kümmern sich vor allem um diejenigen Kinder, für die ein sogenannter Schutzplan vorliegt, in solchen Härtefällen würden die Kinder oftmals weiter in Kitas und Schulen betreut“, sagte Landsberg. Er betonte, dass trotz einzelner Berichte keine verlässlichen Zahlen über den Anstieg von Gewalt in Familien vorlägen.

Nummer-gegen-Kummer bekommt 20 Prozent mehr Anrufe

Auch der der Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes, Heinz Hilgers, berichtet von widersprüchlichen Signalen. „Die bundesweite Beratungshotline Nummer-gegen-Kummer verzeichnet aktuell etwa 20 Prozent mehr Anrufe von Eltern und Kindern, die sich mit ihren Sorgen dorthin wenden“, sagte er unserer Redaktion. Zugleich berichteten Jugendämter dem Kinderschutzbund  von abnehmenden Fremdmeldungen von Kindeswohlgefährdungen. „Die abnehmenden Meldungen haben wohl eher ihre Ursache darin, dass übliche Frühwarnsysteme wie Kita, Schule und Kinderärzte aktuell entweder eingestellt sind oder nur noch im Notbetrieb arbeiten“, sagte Hilgers.

Kinderschutzbund fordert finanzielle Sofort-Nothilfe für arme Familien

Das größte Problem sei, dass in vielen ärmeren Familien zu beengten Wohnverhältnissen nun auch noch die Angst vor dem Verlust der Arbeit komme. „Viele Eltern haben eigentlich Anspruch auf kostenlose Mittagsversorgung ihrer Kinder in der Schule und Kita, auch das fällt jetzt weg“, fügte er hinzu. Zudem seien günstige Lebensmittel im Moment wegen der steigenden Nachfrage schnell ausverkauft sind. „Wir fordern deshalb von der Politik, den betroffenen Eltern wenigstens diese Sorge zu nehmen und mit einer unbürokratischen Zahlung von 90 Euro pro Kind und Monat, einen Ausgleich zu zahlen“, sagte der Kinderschutz-Präsident „Wer Armut und Existenzsorgen lindert, der trägt ganz konkret auch zu Gewaltprävention bei“, betonte er. (AZ)

Lesen Sie dazu auch:  Wie Kinder unter der Corona-Krise leiden

Wir benötigen Ihre Einwilligung, um die Umfrage von Civey anzuzeigen

Hier kann mit Ihrer Einwilligung ein externer Inhalt angezeigt werden, der den redaktionellen Text ergänzt. Indem Sie den Inhalt über „Akzeptieren und anzeigen“ aktivieren, kann die Civey GmbH Informationen auf Ihrem Gerät speichern oder abrufen und Ihre personenbezogenen Daten erheben und verarbeiten. Die Einwilligung kann jederzeit von Ihnen über den Schieberegler wieder entzogen werden. Datenschutzerklärung

Wir wollen wissen, was Sie denken: Die Augsburger Allgemeine arbeitet daher mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey zusammen. Was es mit den repräsentativen Umfragen auf sich hat und warum Sie sich registrieren sollten, lesen Sie hier.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.