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22.11.2017

Das Ende der Ära Mugabe

Robert Mugabe ist von seinem Amt zurückgetreten.
Bild: T. Mukwazhi/AP, dpa

Simbabwe steht vor einem Neuanfang

Jubel und Freudentänze in den Straßen von Harare: Nach fast vier Jahrzehnten an der Macht hat Simbabwes Präsident Robert Mugabe mit sofortiger Wirkung seinen Rücktritt erklärt. Damit kam der 93-Jährige knapp eine Woche nach einem Militärputsch seiner Amtsenthebung durch das Parlament zuvor. Die Abgeordneten hatten sich bereits versammelt, um den Staatschef des Amtes zu entheben. Mugabes Rücktritt sei aus freien Stücken erfolgt und gelte mit sofortiger Wirkung, erklärte Parlamentspräsident Jacob Mudenda.

Die Nachfolge des 93-Jährigen solle bis spätestens Mittwoch geregelt werden, so Mudenda weiter. Oppositionsführer Morgan Tsvangirai forderte, schnellstmöglich freie und faire Wahlen abzuhalten, um aus Simbabwe wieder eine erfolgreiche Demokratie zu machen. Für 2018 waren ohnehin Wahlen geplant. Mugabe hatte bislang geplant, sich dann um eine weitere Amtszeit zu bewerben.

Generalstabschef Constantino Chiwenga forderte alle Simbabwer zu Zurückhaltung auf. Sie müssten nun ihrem Ruf als friedliche und gesetzesliebende Nation gerecht werden, erklärte er. Die Regierungspartei Zanu-PF und die Putschisten wollten den vor kurzem von Mugabe geschassten Vizepräsidenten Emmerson Mnangagwa, 75, zum Nachfolger küren. Der unter dem Spitznamen „Krokodil“ bekannte Mnangagwa ist seit Jahrzehnten führendes Mitglied der politischen Elite. Er gilt als Hardliner. (dpa)

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